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61) Der Gläubige tritt nur aus dem Iman aus, wenn er etwas davon leugnet

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61) Der Gläubige tritt nur aus dem Iman aus, wenn er etwas davon leugnet

 

61) Der Gläubige tritt nur aus dem Iman aus, wenn er etwas davon leugnet.7
 
62) Der Iman ist die Bestätigung durch Zunge und Herz.8 (Anmerkung des Übersetzers: Diese Aussage ist unvollständig. Die Taten sind ein Bestandteil des Iman, ohne denen der Iman nicht vollständig ist)
 
 
63) Alles, was richtig über den Gesandten, Allahs Segen und Barmherzigkeit auf ihm, überliefert ist, ist wahr.
 
64) Der Iman ist einer.9 Und die Gläubigen sind in seinem Ursprung gleich, der Unterschied erfolgt aufgrund von Angst und Furcht, und wie stark jeder gegen seine Neigungen ankämpft und sich an das Vorrangige hält.
 
 
65) Die Gläubigen sind alle أولياء Aulia' des Allerbarmers, der edelste bei Allah ist der Gehorsamste und der, der sich am meisten am Quran hält.
 
 
66) Al-Iman ist die Verinnerlichung des Glaubens an Allah, Seine Engel, Bücher, Gesandten, den letzten Tag, die Vorbestimmung, das Gute und Schlechte davon, das Süße und Bittere davon ist von Allah.
 
 
67) Wir glauben an all dies, machen keinen Unterschied zwischen einen Seiner Gesandten, wir bestätigen alle und alles, was sie überbrachten.
 
 
68) Diejenige von der Gemeinschaft Muhammads, Allahs Segen und Barmherzigkeit auf ihm, die große Sünden begehen, bleiben nicht ewig im Feuer, wenn sie als Muwahhiduun موحدون sterben, auch wenn sie sich Allah nicht reuevoll zugewendet haben, nachdem sie Allah wissend und glaubend getroffen haben; sie unterliegen Seinem Willen und Seinem Rechtsspruch. Wenn Er will vergibt Er ihnen und verzeiht ihnen aus Seiner Großzügigkeit, entsprechend dem, was Er, عر وجل sagte: "Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, dass Ihm Götter zur Seite gestellt werden; doch Er vergibt das, was geringer ist als dies, wem Er will." [Nisa’/4:48], und wenn Er will bestraft Er sie mit dem Feuer gemäß Seiner Gerechtigkeit, doch dann holt Er sie wieder heraus durch Seine Barmherzigkeit und der Fürsprache derjenigen, die aus der Gruppe der Gehorsamen Fürsprache einlegen, hiernach schickt Er sie in Sein Paradies. Dies ist so, weil Allah diejenigen schützt, die Ihn erkennen, und sie nicht wie diejenigen behandelt, die Ihn nicht erkennen, diejenigen, die von Seiner Rechtleitung abgewichen sind und Seinen Schutz nicht erhalten. Allah, O Beschützer des Islams und Seiner Anhänger, festige uns als Muslime, bis wir Dich in diesem Zustand begegnen.
 
 
69) Wir sind der Ansicht der Richtigkeit des Gebetes hinter jedem Frommen und Sünder von denjenigen, die zur Ka`bah beten, als auch für einen von ihnen, wenn er gestorben ist.
 
 
70) Keinem von ihnen sprechen wir das Paradies oder die Hölle zu, noch bezeugen wir, dass einer Kafir, Muschrik مشرك oder Heuchler ist, solange nichts davon offenbar wird und diese Person ihre Geheimnisse nur Allah, dem Erhabenen, preisgibt.
 
 
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7 Solch eine schmale Definition ist nicht frei von Kritik. Ein Ungläubiger tritt durch das Aussprechen der Schahadah in den Islam ein, falls er sie nicht vorher bereits gesagt hat. Wenn er sie vorher gesagt, dann einen Verstoß begangen hat, der ihn zum Ungläubigen werden ließ, kann er durch Reue wieder in den Islam eintreten. „Wenn er etwas vom Iman leugnet“ ist nicht der einzige Grund für den Abfall vom Islam. Die Gelehrten haben auch andere Handlungen mit eingeschlossen, die zum Abfall vom Glauben führen, wie das Kritisieren des Islam oder des Propheten, Allahs Heil und Segen seien auf ihm, das Spaßen mit Allah, Seinem Gesandten, Seinem Buch oder irgendeinem Teil der Schari’ah. Dies ist in Übereinstimmung mit der Rede Allahs:Und wenn du sie fragst, so werden sie gewiss sagen: "Wir plauderten nur und scherzten." Sprich: "Galt euer Spott etwa Allah und Seinen Zeichen und Seinem Gesandten?" Versucht euch nicht zu entschuldigen. Ihr seid ungläubig geworden, nachdem ihr geglaubt habt. Wenn Wir einem Teil von euch vergeben, so bestrafen (Wir) den anderen Teil deshalb, weil sie Sünder waren. [Tauba/9:65-66] Ähnlich ist es mit Leuten, die Götzen anbeten oder die Toten um Hilfe oder zur Erfüllung ihrer Wünsche bitten, denn all dies widerspricht der Schahadah „La Ilaha Illallah“. Dieses Zeugnis erfordert, dass man alle Formen der Anbetung und des Gottesdienstes - wie Bittgebet, Hilferuf, Beugung, Niederwerfung, Schlachtopfer, Gelübde etc. - nur an Allah richtet. Wer auch immer etwas anderes neben Allah anbetet, seien es Götzen, Engel, Dschinn oder die Toten, der begeht Schirk und erfüllt die Bedingungen von „La Ilaha Illallah“ nicht mehr. All diese Dinge bringen nicht unbedingt die Leugnung dessen mit, was eine Person beim Eintritt in den Islam bekräftigt, und dennoch ihn/sie vom Islam ausschließen, so wie dies im Buch und der Sunnah bestätigt ist. Es gibt eine Anzahl anderer Dinge, die nicht mit der Leugnung verbunden sind und einen Muslim zum Ungläubigen machen; diese wurden detailliert von den Gelehrten unter „Unglaube“ besprochen. Der Leser möge sich je nach Wunsch an diesen bedienen.
 
 
 
8 Diese Definition ist ungenügend und nicht einwandfrei. Die richtige Richtung ist jener, der von den Ahl-us-Sunnah-wal-Dschama’ah eingeschlagen wurde, die sagen, dass Iman gemeinsam aus Glaube, Rede und Tat besteht. Er steigt mit dem Gehorsam und wird geringer mit dem Ungehorsam an Allah. Die Beweise hierfür sind aus dem Buch und der Sunnah zu zahlreich, als dass man sie aufzählen könnte, jedoch möge der Leser einige Beweise überprüfen, die vom Kommentator Ibn Abi al-’Izz erwähnt werden. Die Trennung der Tat vom Glauben ist ein wichtiges Prinzip der Murdschia. Der Disput zwischen ihnen und den Ahl-us-Sunnah-wal-Dschama’ah hat nicht nur mit der Wahl der Worte, sondern auch mit dem Konzept, auf das sich viele Dinge beziehen, zu tun. Diese Dinge können eingeschätzt werden, indem man über die Aussagen der Ahl-us-Sunnah-wal-Dschama’ah und die der Murdschia nachdenkt.
 
 
9 Seine Aussage, dass der Glaube einer ist und alle Gläubigen grundlegend sich nicht unterscheiden, ist nicht einwandfrei; in Wirklichkeit ist es vollkommen falsch. Die Gläubigen haben große Unterschiede in ihren Glaubensstufen; der Glaube der Propheten ist nicht der gleiche wie der Glaube anderer, genauso wie der Glaube der rechtgeleiteten Kalifen und der restlichen Gefährten nicht der gleiche wie der Glaube anderer ist. Ebenso ist der Glaube eines wahren Gläubigen nicht wie der Glaube eines Sünders. Die Verschiedenheit gründet daher auf das Ausmaß an Wissen, was das Herz eines jeden Einzelnen über Allah, Seine Namen, Seine Eigenschaften und über das, was Er Seinen Dienern anbefohlen hat, besitzt. Dies ist es, was die
Ahl-us-Sunnah-wal-Dschama’ah sagen und somit im Widerspruch zum Standpunkt der
Murdschia stehen.