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Atheismus (teil 2 von 2): Eine Frage des Verständnisses

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Atheismus (teil 2 von 2): Eine Frage des Verständnisses

Beschreibung: Nicht in der Lage zu sein, ein paar von Gottes Werken zu verstehen, ist kein Grund, Seine Existenz zu leugnen.  

Die meisten Argumente der Atheisten fordern die Vereinbarkeit eines alle-liebenden Gottes mit den wahrnehmbaren Ungerechtigkeiten des Lebens.  Die Religiösen identifizieren derartige Herausforderungen als eine Widerspiegelung des Stolzes Intellektueller – als die Annahme, wir als Menschheit, selbst ein Element der Schöpfung, wüßten besser als Gott, wie Seine Schöpfung zu ordnen sei – in Verbindung mit dem Mangel, eine höhere Planung zu würdigen.    

Die Tatsache, dass es viele der Menschen nicht schaffen, in bestimmten Aspekten des Lebens einen Sinn zu finden, sollte sie nicht vom Glauben an Gott abbringen.  Die Pflicht des Menschen ist, die Eigenschaften und die Anwesenheit Gottes nicht in Frage zu stellen oder zu leugnen und nicht zur Arroganz zu neigen, indem er bezeugt, er wäre in der Lage, etwas Besseres zu machen, anstatt die Position des Menschen in diesem Leben zu akzeptieren und das beste aus dem zu machen, was uns gegeben worden ist.  Im Vergleich verneint die Tatsache wenn einer Person die Art und Weise missfällt, wie der Boss die Dinge bei der Arbeit organisiert und wenn sie die Entscheidungen, die dieser trifft, nicht versteht, doch nicht seine Existenz.  Es ist die Pflicht einer jeden Person, eine Arbeit auszuführen, wie sie ihr aufgetragen worden ist, damit sie bezahlt und gefördert wird.  Ähnlich verneint der Mangel, die Art und Weise wie Gott Seine Schöpfung ordnet, zu erfassen oder zu verstehen, nicht Seine Existenz.  Die Menschheit sollte lieber mit Demut erkennen, dass es nicht so ist, wie mit dem Boss am Arbeitsplatz, der falsch liegen könnte, Gott ist aber absolut vollkommen, Er liegt immer richtig, niemals falsch.  Die Menschheit sollte sich vor Ihm in williger Unterwerfung verbeugen und anerkennen, dass der Mangel unsererseits Seine Planung zu verstehen, keinen Fehler Seinerseits bedeutet.  Er ist der Herr und Meister der Schöpfung und wir nicht; Er weiß alles und wir nicht; Er befiehlt alle Dinge Seinen vollkommenen Eigenschaften entsprechend, und wir bleiben einfach nur Seine Geschöpfe, unser ganzes Leben lang. 

Die verwirrten und empfindlichen Seelen, denen es Schwierigkeiten bereitet, Gottes Existenz mit einem rauhen und oft schmerzhaften Leben in Einklang zu bringen, verdienen Mitleid und Erklärung.  Wenn jemand die Tatsache akzeptiert, dass Gott weiß, was Er tut und wir nicht, sollte er oder sie tief in sich drinnen mit dem Verständnis, dass die Dinge nicht nicht unbedingt so sein müssen, wie sie zuerst scheinen, zufrieden geben.  Vielleicht verdienen die Unglückswürmer der Menschheit ihr Los in diesem Leben aus Gründen des Unvorhergesehenem, und vielleicht leiden sie nur eine kurze weltliche Existenz hindurch, um ewigen Lohn im nächsten Leben zu erhalten.  Nicht zu vergessen, Gott hat den Bevorzugten Seiner Schöpfung (d.h. den Propheten) das größte weltliche Geschenk der Sicherheit, Rechtleitung und Offenbarung gewährt, allerdings litten sie erheblich in weltlicher Hinsicht.  Die Prüfungen und die Kümmernisse der meisten Menschen verblassen angesichts der der Propheten.  Obgleich manche Menschen furchtbar leiden, ist die hoffnungsvolle Botschaft, dass die Archtypen von Gottes Lieblingen, namentlich die Propheten, der Freuden dieses Lebens beraubt waren, im Austausch gegen die Belohnungen im Jenseits.  Eine Person kann durchaus eine vergleichbare Belohnung erwarten für diejenigen, die Prüfungen und Härte dieses Lebens ertragen, indem sie standhaft im wahren Glauben bleiben. 

Dementsprechend kann eine Person nicht dafür verurteilt werden, zu erwarten, dass die ungläubigen Tyrannen und Unterdrücker alle Freuden dieser Welt haben, aber keine im Jenseits.  Einige der bekannten Insassen der Hölle kommen uns in den Sinn.  Pharao zum Beispiel führte ein überaus prunkvolles Leben, bis zu dem Ausmaß, dass er sich selbst zum allerhöchsten Gott erklärte.  Höchstwahrscheinlich werden sich die Meinungen geändert haben, als sich der Wind drehte.  Auf jeden Fall kann man vernünftigerweise erwarten, dass er mit seinem heißen Aufenthalt im Moment ziemlich unzufrieden sein wird und die Erinnerung an seine Plüschteppiche, sein feines Essen und seine duftenden Dienerinnen haben ihren Zauber als Trostspender angesichts der Hitze des Zeitpunkts verloren. 

Die meisten Menschen kennen die Erfahrung, wenn ein großartiger Tag aufgrund eines bitteren Ereignisses oder Ausgangs in einer schlechten Stimmung endet.  Keiner würdigt ein feines Mahl, das in einer Scheidung endet, ein romanisches Zwischenspiel, das mit AIDS belohnt wird oder einen Festabend, der mit einem brutalen Überfall oder einem verkrüppelnden Autounfall endet.  Wie hätte er gut gewesen sein können?  Ähnlich gibt es in diesem Leben keine Freude, ganz gleich wie großartig die Begeisterung gewesen ist oder wie lange sie gedauert hat, die bei einer 100% igen vollständigen Körperverbrennung nicht sofort aus der Erinnerung gelöscht würde.  Eine Seite der Hand repräsentiert 1 % der gesamten Körperoberfläche eines Menschen, wenn bei einem Küchenbrand ein kleiner Teil der Fingerkuppe verbrennt, entspricht dies weniger als einem Tausendstel der gesamten Körperoberfläche.  Nichtsdestotrotz wer vergißt nicht völlig alles Kleine, alles Große, überhaupt alles in dem Augenblick, der schmerzhaften thermischen Pein?  Der furchtbare Schmerz einer Verbrennung des gesamten Körpers, insbesondere wenn es keine Erleichterung gibt – kein Zurückspringen, kein Wegziehen – liegt außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft.  Die Wenigen, die derartige Verbrennungen überlebt haben, stimmen zu.  Die Qualen einer Verbrennung des gesamten Körpers übersteigen nicht nur die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft, sondern der furchtbare Schmerz kann mit unserer Sprache überhaupt nicht angemessen beschrieben werden.  Der Schrecken kann weder von einem, dem die Erfahrungen fehlen, angemessen wiedergegeben werden, noch von denen, die verletzt wurden, vollständig verstanden werden  Sicherlich, ein laaaaanges Vollbad im Feuer wird vermutlich jegliche angenehmen Erinnerungen aus der Vergangenheit auslöschen, im Einklang mit der Schlussfolgerung   

“…aber das diesseitige Leben ist (im Vergleich zum) Jenseits nichts als ein schnell vorübergehender Genuss.” (Quran 13:26)

Im Hinblick auf den Gegenstand dieses Anhangs[1], verdienen zwei Elemente besondere Beachtung, das erste ist, dass alle Menschen tief in sich drinnen ein angeborenes Wissen von der Existenz Gottes besitzen.  Die Menschheit mag dieses Bewusstsein auf der Suche nach den Annehmlichkeiten und Freuden dieser Welt vergeistlichen, aber tief im Inneren kennt die ganze Menschheit die Wahrheit.  Außerdem weiß Gott, dass wir es wissen, und Er Allein kann den Grad der Auflehnung und / oder der Ergebenheit eines jeden Individuums bemessen.

Das zweite Element des dämmernden spirituellen Bewusstseins ist einfach zu verstehen, dass es nur selten ein kostenfreies Mahl gibt.  Höchst selten bekommt jemand etwas für nichts.  Sollte ein Mann für einen Boss arbeiten, den er nicht versteht oder mit dem er nicht einer Meinung ist, letzten Endes muss er immer noch seine Arbeit machen, damit er bezahlt wird.  Niemand geht arbeiten und sagt einfach nur: „Ich bin bei der Arbeit“ in der Erwartung eines Zahlscheins auf der Grundlage von nichts als unproduktiver Anwesenheit.  Dementsprechend muss die Menschheit eine Verpflichtung erfüllen, die aus dem Dienst und der Anbetung Gottes besteht, wenn sie hofft, Seinen Lohn zu erhalten.  Dies ist nicht nur unser Lebenszweck, es ist die Beschreibung unserer Arbeit.  Aus diesem Grund erheben die Muslime den Anspruch, dass dies die Arbeitsanweisung sowohl für Menschen als auch für Ginn (pl. Für ´Geister´, sing. ´Ginn´ie´, von dem das westliche Wort Genie abgeleitet wird) ist, denn Gott vermittelt uns im Heiligen Qur´an: . 

“Und Ich habe die Ginn und die Menschen nur dazu erschaffen, dass sie Mir dienen.” (Quran 51:56)

Viele Menschen hinterfragen den Sinn des Lebens, aber die Position der Gläubigen vieler Religionen ist genau das oben beschriebene – die Menschheit existiert aus keinem anderen Grund, als um Gott zu dienen und anzubeten.  Die Anregung ist, dass jedes einzelne Element der Schöpfung entweder als Hilfe oder Prüfung für die Menschheit in der Erfüllung dieser Pflicht existiert.  Ungleich der weltlichen Beschäftigung kann man seine oder ihre Verantwortlichkeit Gott gegenüber vernachlässigen und ihm oder ihr wird eine Periode der Gnade garantiert.  Am Ende dieser Bewährungsfrist -- Leben genannt -- werden Abrechnungen fällig und sind zu begleichen, und es ist mit Sicherheit nicht die beste Zeit, um festzustellen, dass sein Konto aus ´roten Zahlen´ besteht. 

Francis Bacon beschließt das Thema dieses Anhangs mit der wunderbaren Feststellung:  “Diejenigen, die Gott leugnen, zerstören die Vornehmheit des Menschen; denn sicherlich ist der Mensch mit seinem Körper den Tieren verwandt; und wenn er nicht mit seinem Geist Gott verwandt wäre, so wäre er ein gewöhnliches und unedles Geschöpf. ”[2]  Sollte eine Person glauben, dass nach einigen Millionen Jahren etwas Würdiges aus dem Barbecue  auftauchen wird, aus der Schaumschlägerei von Stanley Miller und Harold Ureys ursprünglichen Bouillabaise, so wird die Menschheit doch für das zur Verantwortung gezogen, was wir alle in uns fühlen  -- unsere Seele oder unseren Geist.  Jeder einzelne Mensch besitzt eine und hier ist der metaphysische Meilenstein, der Mensch vom Tier unterscheidet. 

Noch einmal könnten diejenigen, die an dem zweifeln, das nicht direkt in Erfahrung gebracht werden kann, eine Ausrede für das Leugnen der Seele finden, aber sie werden höchstwahrscheinlich feststellen, dass sie nur wenig Gesellschaft haben.  Außerdem bewegt sich die Diskussion dann in die Richtung der Natur der Wahrheit, des Wissens und des Beweises, welche das logische Sprungbrett zum nächsten Abschnitt darstellt, den Agnostizismus. 



[1]Dieser Artikel ist urprünglich ein Anhang des Buches “The First and Final Commandment” (´Das erste und das letzte Gebot) von demselben Autor.  

[2]Bacon, Francis.  Atheism.  S. 16.