Cat Stevens, ehemaliger Popstar, UK (teil 2 von 2)

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Der Qur´an

Als er nach London zurückkehrte, brachte er eine Übersetzung des Qur´an mit, die er mir gab.  Er wurde nicht Muslim, aber er fühlte, da ist irgendetwas in dieser Religion und dachte, mir ginge es vielleicht ebenso. 


Und nachdem ich das Buch erhalten hatte, eine Rechtleitung, die mir alles erklärte – wer ich war, welches der Sinn des Lebens war, wie die Wirklichkeit aussieht, und woher ich stamme – mir wurde klar, dass dies die wahre Religion war, Religion -nicht in dem Sinne, wie der Westen sie versteht, nicht die Art nur für eure alten Leute.  Im Westen wird jeder, der eine Religion annehmen möchte und sie zu seiner einzigen Lebensweise macht, für fanatisch erklärt.  Ich war kein Fanatiker; ich war zuerst hin und her gerissen zwischen Körper und Seele.  Dann aber stellte ich fest, dass der Körper und die Seele keineswegs getrennt sind, und dass man sich durchaus nicht in die Berge zurückziehen muss, um religiös zu sein.  Wir müssen den Willen Gottes befolgen, dann können wir höher aufsteigen als die Engel.  Das erste, was ich jetzt tun wollte, war Muslim zu werden. 


Mir wurde klar, dass alles Gott gehört, dass Ihn kein Schlummer überkommt.  Er hat alles erschaffen.  An diesem Punkt verlor ich meinen Stolz auf mich, denn bis hierher hatte ich gedacht, ich wäre aufgrund meiner eigenen Großartigkeit hier.  Aber ich erkannte, dass ich mich nicht selbst erschaffen hatte, und dass der ganze Sinn meines Daseins hier darin bestand, mich den Lehren zu unterwerfen, die in der Religion, die wir als Al-Islam kennen, ihre Vervollkommenung erfahren hatten.  Jetzt begann ich, meinen Glauben zu entdecken.  Ich fühlte mich als Muslim.  Beim Lesen des Qur´an stellte ich fest, dass alle Propheten, die Gott geschickt hat, dieselbe Botschaft überbrachten.  Warum sind dann die Juden und die Christen unterschiedlich?  Heute weiß ich, dass die Juden Christus nicht als den Messias akzeptiert haben, und dass sie sein Wort verändert haben.    Sogar die Christen missverstanden Gottes Wort und nannten Jesus den Sohn Gottes.  Alles bekam einen Sinn.  Dies ist die Schönheit des Qur´an; er fordert dich auf, zu überlegen und nachzudenken, und nicht die Sonne und den Mond anzubeten, sondern Den Einen, Der alles erschaffen hat.  Der Qur´an weist den Menschen an, über Sonne und Mond nachzudenken und über Gottes Schöpfung allgemein.  Erkennst du, wie sich die Sonne und der Mond unterscheiden?  Sie haben unterschiedliche Abstände zur Erde, aber sie scheinen uns doch gleich groß zu sein; manchmal scheinen sie einander zu überlappen. 


Auch wenn viele Astronauten ins All fahren, sehen sie die bedeutende Größe der Erde und die Ausdehnung des Weltalls.  Sie werden sehr religiös, weil sie die Zeichen Gottes gesehen haben. 

 


Als ich weiter im Qur´an las, sprach er über Gebet, Freundlichkeit und Almosen.  Noch war ich kein Muslim, aber ich fühlte, das die einzige Antwort für mich der Qur´an war und dass Gott ihn mir gesandt hat und ich bewahrte ihn als Geheimnis.  Aber der Qur´an spricht auf unterschiedlichen Ebenen.  Ich fing an, ihn auch auf einer anderen Ebene zu verstehen, wo der Qur´an sagt:.  "O die ihr Glaubt, nehmt euch nicht die Ungläubigen zu Freunden und die Gläubigen sind Brüder."  Da, an diesem Punkt wünschte ich mir, meine muslimischen Brüder zu treffen. 

 


Konvertierung   

Dann enschloss ich mich, nach Jerusalem zu reisen (wie es mein Bruder getan hatte).  In Jerusalem ging ich in die Moschee und setzte mich.  Ein Mann fragte, was ich wolle, ich erzählte ihm, ich sei Muslim.  Er fragte nach meinem Namen.  Ich sagte: "Stevens."  Er war verwirrt.  Dann nahm ich am Gebet teil, wenn auch nicht so erfolgreich.  Zurück in London traf ich eine Schwester namens Nafisa.  Ich teilte ihr mit, dass ich den Islam annehmen möchte und sie führten mich zur New Regent Moschee.  Das war 1977, ungefähr eineinhalb Jahre nachdem ich den Qur´an erhalten hatte.  Jetzt wurde mir bewusst, dass ich meinen Stolz ablegen, Satan loswerden  und eine Richtung ins Auge fassen musste.  Am Freitag nach dem Gemeinschaftsgebet ging ich daher zu dem Imam (Gebetsführer) und erklärte meinen Glauben (Schahaadah).  Du siehst hier jemanden, der vorher Berühmtheit und Glück erreicht hatte.  Aber die Rechtleitung war etwas, das sich mir entzogen hatte, egal wie sehr ich mich anstrengte, bis mir der Qur´an gezeigt wurde. Jetzt sah ich, dass ich in direkten Kontakt mit Gott treten kann, nicht wie im Christentum oder irgendeiner anderen Religion.  Wie mir eine hinduistische Dame erklärte: "Sie verstehen die Hindus nicht.  Wir glauben an einen Gott; wir benutzen diese Objekte (Götzen) lediglich, um uns zu konzentrieren."  Was sie damit sagen wollte, war dass man um Gott zu erreichen, Teilhaber schaffen müsse, die dann nur Götzen für diesen Zweck seien.  Aber der Islam durchbricht diese Grenzen.  Das einzige, das den Gläubigen von einem Ungläubigen unterscheidet, ist das Salat (Gebet).  Dies ist der Vorgang der Reinigung. 


Abschließend möchte ich sagen, dass alles, was ich tue, der Zufriedenheit Gottes gewidmet ist und ich bete, dass ihr ein paar Anregungen von meinen Erfahrungen erhalten mögt.  Darüber hinaus möchte ich betonen, dass ich keinen Kontakt zu irgendeinem Muslim hatte, bevor ich den Islam angenommen habe.  Ich habe zuerst den Qur´an gelesen und festgestellt, dass niemand vollkommen ist.  Der Islam ist vollkommen und wenn wir das Verhalten des Propheten nachahmen, werden wir erfolgreich sein.  


Möge Gott uns dazu leiten, den Weg der Gemeinschaft Muhammads, Gottes Heil und Frieden seien mit ihm, zu folgen.  Amien!

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