Der Befehl

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Der Befehl, die Vortrefflichsten der Menschen als Gefährten zu wählen und schlechte Gesellschaft zu meiden. Denn niemand kann bestreiten, dass ein Freund Einfluss auf seinen Kameraden hat. Und es heißt in einem Sprichwort: „Der Freund zieht.“ Denn der Gefährte oder Begleiter zieht einen entweder zum Guten oder zum Schlechten, das heißt zur Glückseligkeit oder zum Elend. Der Gesandte Allahs (e) hat bezüglich beider Menschenarten und der Auswirkung, zu der ihre Begleitung führen kann, ein wunderbares Beispiel erwähnt.  Der Gesandte Allahs (r) sagte:

“Das Beispiel des rechtschaffenen und des schlechten Gefährten, ist wie der des Parfümträgers und des Bläsers des Blasebalgs (der Schmied). Vom Parfümträger kannst du guten Duft genießen oder ein Parfüm kaufen. Beim Schmied aber kann dein Gewand vom Feuer angebrannt werden oder du riechst mindestens einen schlechten Geruch.”   (Überliefert bei Al-Buchari)

 

   Denn der rechtschaffene Begleiter steht seinem Freund, nach Allah, in harten Zeiten bei und unterstützt ihn bei Kummer und Leid, hilft ihm in seiner Not, besänftigt ihn und verleiht ihm die Gewissheit, dass er, nach Allah, immer eine Stütze hat, die ihm gegen die Härte des Lebens Beistand bietet.

 

   Und genau das Gegenteil bietet der schlechte Begleiter. Er wird der erste sein, der seinen Kameraden im Stich lässt, wenn dieser einen Tag voller Probleme und Kummer hat. Dies wiederum wird sein Leid mehren und ihn kränken.

 

   Der Befehl, Sünden zu unterlassen und kein Unrecht zu begehen. Denn Sünden und Unrecht führen den Menschen  zu Unglück und Elend, hindern ihn an der Glückseligkeit und bringen ihn von den Gottesdiensten und dem Gehorsam Allahs ab. Sie leiten ihn dazu, seinem Egoismus zu gehorchen, der ihm Schlechtes befiehlt. Wenn die Seele nicht mit der Richtigkeit zufrieden ist, so wird sie sich dem Trug zuwenden. Der Gesandte Allahs (e) sagte:

“Wenn der Gläubige eine Sünde begeht, wird dies ein schwarzer Fleck in seinem Herzen sein, und wenn er sich wieder reuvoll Allah zuwendet, und um Verzeihung bittet, wird sein Herz gereinigt. Wenn er seine Sünden vermehrt, vermehrt sich auch das, was sich über dem Herzen ansetzt. Und das ist, was Allah in Seinem Buch mit „Rost“ meint. (wie Rost über ihre Herzen angesetzt)

(Keineswegs! Vielmehr hat sich das, was sie zu erwerben pflegten, über ihren Herzen angesetzt.)(Qur´an 83:14).”  (Überliefert von Ibn Maja)

 

   Und um dem Muslim die Wichtigkeit zu verdeutlichen, sich von Sünden und Übel fernzuhalten, erklärte der Gesandte Allahs (e), welches Unheil die Sünden stiften:

“Dem Menschen wird sein Lebensunterhalt durch seine begangenen Sünden entzogen. Das Schicksal wird nur durch Bittgebete abgewehrt, und das Alter wird nur durch rechtschaffene Taten verlängert.”                                                                                                             (Überliefert von Ibn Habban)

  Sokrates sagte: „Der Kriminelle ist immer unglücklicher als seine Opfer; wer kriminell ist und nicht für seine Kriminalität bestraft wird, gehört zu den unglücklichsten Menschen überhaupt. Dies, weil seine innerliche Empfindung (auch schlechtes Gewissen genannt), die ihn sein Leben hindurch für die von ihm begangenen Verbrechen tadelt, immer begleitet.“

   Diese innerlichen Gefühle waren in den Seelen der ehrlichen Muslime sehr stark ausgeprägt. Die Geschichte des Gefährten Amr bin Samra bin Habiib bin Abd Schams beweist uns das. Er kam eines Tages zum Gesandten Allahs (e) und sagte:

"O Gesandter Allahs, ich habe dem Stamm soundso ein Kamel gestohlen und nun bitte ich dich, mich zu reinigen (von der Sünde)!" Der Gesandte Allahs (e)sandte einen Boten zu dem Stamm, und sie berichteten diesem, dass sie ein Kamel verloren hätten. Da befahl der Gesandte Allahs (e), die Hand des Täters zu amputieren. Tha`labah sagte: „Ich sah ihn, wie seine Hand abfiel, und er rief: ´Preis sei Allah (Alhamdulillah), Der mich von dir reinigte, denn du wolltest meinen Körper ins Höllenfeuer werfen.´“

 

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