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Der heidnische Einfluss

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Der heidnische Einfluss

 

Der heidnische Einfluss

 

Unter den heidnischen Zeitgenossen des Paulus existierten eine große Zahl unterschiedlicher Gottheiten. Obgleich diese Götter verschiedene Namen hatten und von verschiedenen Völkern in unterschiedlichen Ländern verehrt wurden – Adonis in Syrien, Dionysos von Thrace und Attis von Phrygia, zum Beispiel – hatte doch jeder dieser Kulte eines gemeinsam: diese Söhne Gottes waren eines gewaltsamen Todes gestorben und dann wiederauferstanden, um ihr Volk zu erretten.

 

Da die Heiden in ihren alten Religionen greifbare Erlöser-Götter gehabt hatten, verlangten sie von ihrer neuen Religion nichts Geringeres als das; sie waren nicht bereit, irgendeine unsichtbare Gottheit zu akzeptieren. Paulus war sehr entgegenkommend und predigte aus diesem Grund von einem Erlöser mit dem Namen Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der gestorben und wieder auferstanden war, um die Menschheit von ihren Sünden zu retten (Römer 5:8-11; 6:8-9).

 

Die Bibel selbst betont den Fehler in Paulus Denkweise. Während jedes der vier Evangelien der Kreuzigung Jesu´ berichtet, können diese Berichte aber nur vom Hören-Sagen entstanden sein, denn keiner der Jünger war dabei Zeuge gewesen, da sie alle in den Garten geflohen waren (Markus 14:50).

 

In der Thora steht, dass derjenige, der "an ein Holz" aufgehängt – also gekreuzigt - ist, bei Gott "verflucht" ist (5 Mose 21:23). Paulus umging dies, indem er sagte, dass Jesus verflucht wurde, um die Sünden der Menschen auf sich zu nehmen (Gal. 3:13); indem er dies tat, setzte sich Paulus über die Gesetze Gottes hinweg.

 

Die Wiederauferstehung, von der Paulus sagt, Jesus habe damit Tod und Sünde für die Menschheit "erobert" (Römer 6:9,10) spielt eine derart wichtige Rolle, dass jemand, der nicht daran glaubt, nicht als guter Christ angesehen wird (1 Kor. 15:14). Auch hier findet Paulus wenig Unterstützung in der Bibel; zuallererst gab es nicht nur keinen Augenzeugen für die wirkliche Wiederauferstehung, sondern auch die Berichte, die nachher davon erzählten, sind alle ziemlich widersprüchlich, was diejenigen betrifft, die zu dem Grab kamen, was dort geschah und sogar wo und wem Jesus erschienen ist (Mat. 28; Markus 16; Lukas 24; Johannes 20).

 

Zweitens: Obwohl das Christentum besagt, dass der Körper nach der Wiederauferstehung spirituell sein wird, (1 Kor. 15:44), hatte sich Jesus nicht verändert, denn er aß mit seinen Jüngern (Lukas 24:30,41-43), und erlaubte ihnen, seine Wunden zu berühren (Johannes 20:27). Schließlich als der göttliche Sohn Gottes im Christentum, wird von Jesus auch behauptet, er würde Gottes Eigenschaften teilen; da kann man nicht anders, als sich zu wundern, wie kann es möglich sein, dass Gott stirbt...

 

In seinem Bestreben, die Seelen der Heiden zu gewinnen, fügte Paulus einfach eine Menge heidnischer Glaubensinhalte in das christliche Schema der Erlösung ein. Kein Prophet – auch Jesus selbst – hat solche Konzepte gepredigt; das hat einzig und allein Paulus erfunden.