Der wundervolle Qur´an (teil 1 von 11): Mein Weg zum Islam

Site Team

Eröffnende Feststellung


Lasst mich zu Beginn feststellen dass, nachdem ich nun schon seit vielen Jahren Muslim bin, falls mir das Thema "Der wundervolle Qur´an" gegeben würde, wie es jetzt der Fall ist, dann würde ich die Aspekte betonen und beschreiben, die mir zu der Zeit, als ich als Nicht-Muslim den Qur´an studierte, völlig unbekannt waren.  Ich studiere den Qur´an mittlerweile seit über dreißig Jahren und noch immer fasziniert er mich.  In der Tat beschreiben sämtliche muslimischen Gelehrten aus allen Zeiten das Phänomen, dass man im Qur´an standing neue faszinierende Aspekte findet.  Über die Jahrhunderte hinweg entdeckten spätere Gelehrte, wenn sie über den Qur´an sprachen, die wunderbaren Aspekte, welche die früheren Gelehrten erwähnt hatten, sowie noch andere Aspekte, die sie nicht für weniger bemerkenswert und erstaunlich erachteten.  Beispielsweise im letzten Jahrhundert hatten wir A´ischah bint al-Shaati, Sayyid Qutb und Mustafa Saadiq al-Raafiíy, die alle Komponenten zu der Theorie der wundervollen Art des Qur´an beigetragen haben.[1]  Später haben viele das, was "wissenschaftliche Wunder des Qur´an" bezeichnet wird, betont, ein Thema, das wir am Ende dieser Abhandlung noch besuchen werden.  


Wie auch immer, dieser Artikel handelt von "meiner Geschichte" und meinem Weg zum Islam durch den Qur´an.  Aus diesem Grund werde ich jene Aspekte des Qur´an besonders hervorheben, die mich zu jeber Zeit am moisten beeinfusst haben und anderen Aspekten, die ich seitdem detaillierter studiert habe, weniger Zeit widmen. 

 


Eine sehr kurze Einführung über den Propheten Muhammad und den Qur´an


Ich bin sicher, die meisten von euch sind ein bisschen vertraut mit dem Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, und dem Qur´an, aber für manche Punkte, auf die ich später zurückkommen werde, denke ich, eine sehr kurze Einführung zu den beiden ist schon in Ordnung.


Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, wurde um 570 Jahre nach der Geburt von Jesus Christus geboren.  Er wurde in Mekka auf der arabischen Halbinsel geboren.  Das Volk von Mekka gab sich dem Götzendienst hin.  Das Gebiet war in jener Zeit nicht als Ort einer fortschrittlichen Zivilisation oder fortschrittlicher Lehren bekannt.  Tatsächlich war der Prophet Muhammad ungebildet.  Im Alter von vierzig Jahren erhielt Muhammad seine erste Offenbarung.  Obwohl er in seinm Volk als "der Vertrauenswürdige" bekannt war, glaubtem ihm die Mehrheit der Araber nicht und begannen bald eine massive Kampagne, um ihn und diejenigen, die ihm glaubten, zu verfolgen.  Nach dreizehn Jahren des Predigens in Mekka, verließ der Prophet selbst die Stadt, um nach Medina auszuwandern, wo er bereits einige Anhänger hatte.  Sie machten ihn zum Führer der Stadt.  Die Ungläubigen aus Mekka ließen keine Ruhe und versuchten, den neuen Glauben mit militärischen Mitteln niederzuschlagen.  Allerdings wuchs die zunächst keine Gruppe der Muslime stetig an und war durchaus in der Lage, den Angriffen der Ungläubigen zu widerstehen.  Innerhalb von zehn Jahren führte der Prophet selbst eine ganze Armee nach Mekka zurück und eroberte die Stadt mit einem unblutigen Sieg.  So eroberte der Islam ganz Arabien und begann, sich über die Welt zu verbreiten.  Schließlich verstarb der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, im Jahr 632.


Was den Qur´an betrifft, wurde er dem Propheten Muhammad über einen Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren direkt durch den Engel Gabriel offenbart.  Er erhielt die Offenbarung und dann übermittelte er sie seinen Anhängern.  Darin unterscheidet sich der Qur´an sehr von der Bibel.  Es gibt keine menschlichen Beiträge zum Qur´an; er ist nur die Offenbarung Gottes.  Mit anderen Worten, du wirst keine Geschichte über den Propheten und seine Gefährten im Qur´an niedergeschrieben finden.  Tatsächlich wirst du nicht einmal irgendeine Aussage des Propheten im Qur´an wiederfinden, die nicht zu der Offenbarung Gottes gehört.  Die Aussagen des Propheten wurden vollkommen getrennt vom Qur´an bewahrt.


Eine letzte Bemerkung noch: den Qur´an gibt es nur auf Arabisch.  Die beste Übersetzung ist nicht der Qur´an.  Wenn man erst einmal den Originalwortlaut einer Rede verliert und sich nur auf die Übersetzung verlässt, dann ist das Original wirklich verloren.


Die Geschichte meiner Konversion und meine nahe Taufe


Die Geschichte meiner Konversion ist nicht gerade die faszinierendste.  Ein Aspekt ist allerdings interessant: der Einfluss, den der Qur´an auf mich hatte.


Meine Familie zog von Spanien nach Amerika.  Also waren wir eigentlich katholisch.  Ich hatte aber nur wenig Kontakt zu irgendeiner Religion, bis mich ein Schulfreund zu ihrer Kirche einlud.  Ich begann, daran teilzunehmen und zum ersten Mal fing ich an, die Bibel zu lesen.  Ich nahm alles sehr ernst.  Dann kam die Zeit der Taufe.  Ich hatte damit kein Problem, aber da es die erste Religion war, von der ich gehört hatte, entschloss ich, mich bei anderen Religionen ebenfalls umzusehen, um sicherzugehen, was ich im Begriff war, zu tun.  Ich dachte nicht, dass dies meine letztendliche Entscheidung wirklich beeinflussen würde, aber meine sich nähernde Taufe führte mich dazu, Muslim zu werden.


Ich begann, alle Religionen zu studieren, die ich finden konnte.  Dies war es offensichtlich, was mich zum Qur´an führte.




Footnotes:

[1] Für eine Erläuterung dieser letzten Zusätze zu dem Begriff der wunderbaren Natur des Qur´an, siehe:  Muhammad Rafii Yunus, “Modern Approaches to the Study of I’jaz al-Quran (Ph.D. Dissertation, University of Michigan, 1994), S. 78-91 und 118-125.

Related Articles with Der wundervolle Qur´an (teil 1 von 11): Mein Weg zum Islam