Die Glaubenslehre der Göttlichkeit Jesu Christi

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Die Glaubenslehre der Göttlichkeit Jesu Christi
 
M: Glaubst du, dass Jesus Gott ist?
 
C: Ja, denn im Johannesevangelium 1:1 steht: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“
 
M: Wir sind uns darüber einig, dass eine heilige Schrift keine Widersprüche enthalten kann. Wenn es zwei widersprüchliche Verse gibt, dann kann nur einer richtig sein und der andere ist falsch. Alternativ sind beide falsch, aber beide können nicht richtig sein. Erinnerst du dich daran?
 
C: Ja, daran erinnere ich mich.
 
M: Wenn Jesus, laut Johannes 1:1, Gott ist, wie viele Götter muss es dann mindestens geben?
 
C: Mindestens zwei.
 
M: Das steht aber im Widerspruch mit vielen Stellen in der Bibel. Im Deuteronomium 4:39 steht zum Beispiel: „So sollst du nun heute wissen und zu Herzen nehmen, dass der Herr Gott ist, oben im Himmel und unten auf Erden und sonst keiner.“ Oder auch im Deuteronomium 6:4: „Höre Israel, der Herr unser Gott, der Herr ist einer.“ Ein weiteres Beispiel ist Jesaja 43:10-11: „Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. Ich, ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter.“ Oder schau in Jesaja 45:18: „Denn so spricht der Herr, der den Himmel erschuf, er ist der Gott, der die Erde geformt und gemacht hat - er ist es, der sie erhält, er hat sie nicht als Wüste geschaffen, er hat sie zum Wohnen gemacht: Ich bin der Herr und sonst niemand.“ Dieses letzte Beispiel reicht aus, um zu sagen, dass Gott alleine der Schöpfer ist, Jesus hat nicht einmal an der Schöpfung teilgenommen. Andere aufschlussreiche Bibelstellen sind: Deuteronomium 4:35, Exodus 8:10, zweites Buch Samuel 7:22, erstes Buch der Könige 8:23, erstes Buch der Chroniken 17:20, Psalmen 86:8, 89:6 und 113:5, das Buch Hosea 13:4 und das Buch Sacharja 14:9.
 
C: Aber das ist alles aus dem Alten Testament. Wie sieht es mit dem Neuen Testament aus?
 
M: Du musst vorsichtig damit sein, das Alte Testament zurückzuweisen. Es ist Teil eurer heiligen Bibel. Aber lies was Jesus im Markusevangelium 12:10 sagt: „Jesus antwortete: Das erste (aller Gebote) ist: Höre Israel, der Herr unser Gott, ist der einzige Herr.“ Oder im ersten Korintherbrief 8:4: „(...) so wissen wir, dass es keine Götzen gibt in der Welt und keinen Gott außer dem einen.“ Sehr deutlich ist auch Vers 5:2 im ersten Brief an Timotheus: „Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus.“ Die biblische Formulierung lautet der Mensch Christus Jesus. Jetzt kannst du entweder sagen, dass Johannes 1:1 richtig ist und all die anderen Verse falsch, oder genau andersrum.
 
C: Schwer zu beurteilen.
 
M: Lass es uns aus der qur'anischen Perspektive betrachten und schauen, ob es mit dem, was Jesus gesagt hat, übereinstimmt. Jesus wird mehrere Male im Qur'an als ein „Wort Allahs“ bezeichnet. In Sure 3, Vers 45: „Damals sprachen die Engel: ›O Maria, siehe, Allah verkündet dir ein Wort von Ihm; sein Name ist der Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen im Diesseits und im Jenseits, und einer von denen, die (Allah) nahestehen.‹“ Das heißt, im Qur'an wird Jesus als ein Wort Allahs bezeichnet, also ein Wort, das Allah gehört, genau wie im ersten Korintherbrief 3:23: „ihr aber gehört Christus und Christus gehört Gott.“ Dementsprechend müsste es in Johannes 1:1 heißen: „Und das Wort war von Gott.“ Es kann sich hier um einen Übersetzungsfehler vom Aramäischen ins Griechische handeln. Im Griechischen bedeutet Theos „Gott“, aber Theou heißt „Gottes“ (von Gott).  Der Unterschied in der Schreibweise ist minimal, in der Bedeutung jedoch entscheidend, Denn es ändert die ganze Bedeutung.
 
C: Warum wird Jesus in beiden Schriften das Wort Gottes genannt?
 
M: Die Erschaffung Jesus´ in Marias Gebärmutter fand ohne das Zutun von Sperma statt. Er wurde ausschließlich durch den Befehl „Sei!“ erschaffen, wie in Sure 3, Vers 47, steht: „Sie sagte: ›Mein Herr, soll mir ein Sohn (geboren) werden, wo mich doch kein Mann berührte?‹ Er sprach: ›Allah schafft, was Er will; wenn Er etwas beschlossen hat, spricht Er nur zu ihm: »Sei!« und es ist.‹“
 
C: Aber Jesus ist Gott, weil er mit dem Heiligen Geist „angefüllt“ ist.
 
M: Warum sind dann andere, die auch mit dem Heiligen Geist „angefüllt“ sind, in deinen Augen nicht göttlich? 
 
C: Wer denn zum Beispiel?
 
M: In der Apostelgeschichte 11:24: „Denn er (Barnabas) war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn eine beträchtliche Zahl hinzugewonnen.“ Oder in der Apostelgeschichte 5:32: „Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.“
 
Weitere Beispiele sind in der Apostelgeschichte 6:5, im zweiten Brief Petrus 1:21, im zweiten Brief an Timotheus 1:14, dem ersten Korintherbrief 2:16 und Lukas 1:41 zu finden.
 
C: Aber Jesus wurde doch vom Heiligen Geist erfüllt, als er noch im Bauch seiner Mutter war.
 
M: Das Gleiche gilt auch für Johannes den Täufer: „Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. Große Freude wird dich erfüllen und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und andere berauschende Getränke wird er nicht trinken und schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein.“ (Lukas 1:13-15)
 
C: Aber Jesus hat Wunder vollbracht. Er machte 5000 Menschen mit nur fünf Laib Brot und zwei Fischen satt.
 
M: Elischa und Elija haben dasselbe Wunder vollbracht. Elischa versorgte hunderte von Menschen mit nur zwanzig Laib Brot und einem Beutel Korn. „Nun setzte er es ihnen vor; und sie aßen und ließen noch übrig, wie der Herr gesagt hatte.“ (Zweites Buch der Könige 4:44). Und er sorgte auch für die wundersame Zunahme des Öls einer Witwe, zu der er dann sagte: „Geh, verkauf das Öl und bezahle deine Schuld! Von dem, was übrig bleibt, magst du mit deinen Söhnen leben.“ (Zweites Buch der Könige 4:7). Oder auch im ersten Buch der Könige 17:16: „Der Mehltopf wurde nicht leer und der Ölkrug versiegte nicht, wie der Herr durch Elija versprochen hatte.“
 
C: Aber Jesus konnte Lepra heilen.
 
M: Elischa hat Namaan, der an Lepra erkrankt war, geraten sich im Jordan zu waschen: „So ging er also zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter, wie ihm der Gottesmann befohlen hatte. Da wurde sein Leib gesund wie der Leib eines Kindes und er war rein.“ (Zweites Buch der Könige 5:14)
 
C: Jesus hat auch Blinde geheilt.
 
M: Auch das hat Elischa gemacht: „Dann betete Elischa: ›Herr, öffne ihm die Augen, damit er sieht.‹ Und der Herr öffnete dem Diener die Augen. Er sah den Berg rings um Elischa voll von feurigen Pferden und Wagen.“ (Zweites Buch der Könige 6:17). Und im selben Kapitel, Vers 20: „Als sie dort angekommen waren, betete Elischa: ›Herr, öffne ihnen die Augen, damit sie sehen.‹  Der Herr öffnete ihnen die Augen und sie sahen, dass sie mitten in Samaria waren.“ Elischa hat sogar Erblinden lassen: „Als dann die Aramäer anrückten, betete Elischa zum Herrn und rief: ›Schlag doch diese Leute mit Verblendung!‹ Und der Herr schlug sie auf das Wort Elischas hin mit Verblendung.“ (Zweites Buch der Könige 6:18)
 
C: Jesus konnte Tote auferstehen lassen.
 
M: Vergleiche das mit Elija im ersten Buch der Könige 17:22: „Der Herr erhörte das Gebet Elijas. Das Leben kehrte in den Knaben zurück und er lebte wieder auf.“ Oder mit Elischa im zweiten Buch der Könige 4:34: „Dann trat er an das Bett und warf sich über das Kind; er legte seinen Mund auf dessen Mund, seine Augen auf dessen Augen, seine Hände auf dessen Hände. Als er sich so über das Kind hinstreckte, kam Wärme in dessen Leib.“, d.h., es wurde wieder lebendig. 
 
Sogar die sterblichen Überreste Elischas reichten aus, um einen Toten nur durch Berühren wieder lebendig zu machen: „Als man einmal einen Toten begrub und eine dieser Scharen erblickte, warf man den Toten in das Grab Elischas und floh. Sobald aber der Tote die Gebeine Elischas berührte, wurde er wieder lebendig und richtete sich auf.“ (Zweites Buch der Könige 13:21)
 
C: Aber Jesus konnte auch auf dem Wasser laufen.
 
M: Moses hat seine Arme über das Meer ausgestreckt, wie in Exodus 14:22 zu lesen ist: „Mose streckte seine Hand über das Meer aus und der Herr trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort. Er ließ das Meer austrocknen und das Wasser spaltete sich.“ Ach, ganz nebenbei, der Stock von Moses, Allahs Frieden sei mit ihm, ist im Topkapi Museum in Istanbul zu sehen, falls du ihn mal sehen möchtest.
 
C: Wirklich? Ich wusste gar nicht, dass der Stock überhaupt noch existiert. Vielleicht werde ich eines Tages in die Türkei reisen und ihn mir anschauen. Danke für die Information. Aber zurück zum Thema: Jesus konnte Teufel austreiben.
 
M: Jesus selbst hat gesagt, dass andere Leute das auch können. In Matthäus 12:27 und Lukas 11:19 steht: „Wenn ich die Dämonen durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil.“
 
Auch die Jünger konnten das: „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ›Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht?‹“ (Matthäus 7:22)
Nun folgt eine Warnung an all diejenigen, die sagen, sie würden Wunder im Namen Jesus´ vollbringen. Denn Jesus selbst wird zu ihnen sagen: „Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!“ (Matthäus 7:23) Hier sagt Jesus nicht zu den Muslimen, Hindus oder Juden, dass sie  ihm fern bleiben sollen, sondern zu den „Christen“, die erklären sie würden Jesus folgen und die Leute anschwindeln, indem sie behaupten in seinem Namen Wunder zu vollbringen. Der Qur'an beschreibt das Gespräch, das diesbezüglich zwischen Allah und Jesus am Tag der Auferstehung stattfinden wird und geht auch auf die fälschliche Behauptung ein, Jesus wäre Gott (Sure 5, Verse 116-119).
 
Laut Jesus´ Prophezeiung im Matthäusevangelium 24:24 werden sogar falsche Propheten Wunder vollbringen: „Denn es wird mancher falsche Messias und mancher falsche Prophet auftreten und sie werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen.“
 
C: Aber Elija und Elischa haben die Wunder nur vollbracht, weil sie Gott darum gebeten haben.
 
M: Jesus hat die Wunder auch vollbracht, indem er Gott anflehte, wie er selbst in Johannes 5:30 sagte: „Von mir selbst aus kann ich nichts tun (...).” Und in Lukas 11:20: „Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.“ Jesus betete immer zu Gott, bevor er ein Wunder vollbrachte. Lies es in der Bibel nach und prüfe selbst, ob es stimmt oder nicht.
Alle Wunder, die Jesus vollbrachte , wurden auch von anderen Propheten, Jüngern und sogar Ungläubigen vollbracht. Andererseits konnte Jesus nichts bewirken, wenn Unglaube im Spiel war: „Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte. ” (Markus 6:5-6).
 
C: Aber Jesus ist drei Tage nach seinem Tod wiederauferstanden.
 
M: Lass uns später über die Kreuzigung sprechen, denn darüber gibt es sehr viele Kontroversen. Vorerst möchte ich nur sagen, dass Paulus, der Jesus niemals lebendig gesehen hatte, diese Aussage machte: „Denk daran, dass Jesus Christus, der Nachkomme Davids, von den Toten auferstanden ist; so lautet mein Evangelium.” (Zweiter Brief des Timotheus 2:8). Die Botschaft der Auferstehung in Markus 16:9-20 wurde auch aus vielen Bibeln entfernt. In einigen Bibeln, in denen die Stelle nicht entfernt wurde, wird sie nur in einer Fußnote mit Kommentar erwähnt. Schau doch mal in die Revised Standard Version, die New American Standard Bible, oder die New World Translation der heiligen Schriften der Zeugen Jehovas.  Das beweist, dass dieser Teil eine Erweiterung darstellt, die  in den ältesten Manuskripten niemals vorhanden war. Lass mich dir eine Frage stellen: „Hat Jesus jemals behauptet Gott zu sein, indem er sagte: „Ich bin euer Gott, betet mich an!“
 
C: Nein, aber er ist Gott.
 
M: Aber hat er das jemals behauptet?
 
C: Nein.
 
M: Eben. Vielmehr hat er sogar gesagt, dass die Menschen ihn nutzloser Weise anbeten werden und an Dinge glauben werden, die nicht von Gott sind, sondern von den Menschen. Matthäus 15:9:
„Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.“ All die Glaubenslehren des modernen Christentums sind von Menschen gemacht: Die Dreifaltigkeit, die Gottessohnschaft Jesus´, die Göttlichkeit Jesus´, die Erbsünde und auch die Buße. Anhand von Jesus´ Aussagen, die im Neuen Testament nachzulesen sind, kann man zweifellos erkennen, dass er niemals Göttlichkeit oder die Einheit mit Gott beanspruchte: „(...) dass ich nichts von mir selbst tue.“ (Johannes 8:28); „Der Vater ist größer als ich.“ (Johannes 14:28); „Der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.“ (Markus 12:29); „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Markus 15:34); „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lukas 23:46)
Oder Markus 13:32: „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.“ Jesus wurde Prophet genannt, Lehrer von Gott, sein Diener, Messias – und später, als Gott ihn zu Sich emporhob, wurde er zum Sohn Gottes gemacht, und von Paulus und anderen sogar zu Gott selbst.
 
Für uns Muslime ist es völlig unverständlich, wie die Christen genau das Gegenteil von dem, was klar in der Bibel steht, glauben können. Es muss wohl daran liegen, dass sie die Bibel nicht lesen und es deshalb einfach nicht wissen.
 
Lass uns jetzt unseren Intellekt und unseren Verstand benutzen, um folgende Fragen zu beantworten:
 
1. Gott ist unsterblich. Ist es möglich, dass er von einer sterblichen Frau geboren wurde, die selbst schon gestorben ist?
2. Jesus schlief für gewöhnlich, wobei Gott niemals schläft. In den Psalmen 121:4: „Nein, der Hüter Israels / schläft und schlummert nicht.“ Im Qur'an, in Sure 2, Vers 255: „Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf.“ Gott ist allmächtig, wie soll es dann möglich sein, dass er bespuckt oder angeblich gekreuzigt wird?
3. Wie könnte Jesus Gott sein, wo er doch selbst Gott angebetet hat, wie ein Normalsterblicher? Lukas 5:16: „Doch er zog sich an einen einsamen Ort zurück, um zu beten.“
4. In Lukas 4:2 steht: „(...) und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt.“ Im Brief des Jakobus 1:13 liest man allerdings: „Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen(...).“ Wie kann Jesus dann Gott sein?
 
Wir können das Ganze weiter rationalisieren und hinterfragen: Da du an die Dreifaltigkeit glaubst, stellt sich die Frage, sind alle drei (also auch Gott) am Kreuz gestorben, als die mutmaßliche Kreuzigung stattfand? Die Thora, die Bibel und der Qur'an erwähnen immer und immer wieder, dass Gott ewig lebt und unsterblich ist. Außerdem, warum müssen dann Gott, der Heilige Geist und Jesus nach dem Tod in die Hölle? Wenn Gott gestorben ist, wer hatte dann die ganze Zeit das Universum unter Kontrolle?
 
Du wirst einsehen, dass all diese Fragen nur zu unlogischen Schlussfolgerungen führen können, denn wir alle wissen, dass Gott unsterblich ist und weder Sich selbst, noch Jesus oder den heiligen Geist in die Hölle werfen würde! Er ist barmherzig und gerecht. Sogar hier auf der Erde versucht man keine Unschuldigen ins Gefängnis zu werfen oder sie zu töten. Wie kann es dann sein, dass Gott Sich selbst, Jesus und dem heiligen Geist gegenüber ungerecht ist, wo alle unschuldig sind? 
Es macht keinen Sinn und ist unlogisch an die Dreieinigkeit Gottes zu glauben.
 
C: Ich bin ganz deiner Meinung, dass Unschuldige nicht bestraft werden sollten und ich verstehe diese Lehre der Kirche nicht. Aber immer, wenn ich meinen Pfarrer darüber befrage, sagt er: „Hinterfrage das nicht, glaube einfach daran und sieh es als Mysterium.“
 
M: Blindes Befolgen ist naiv und zerstörerisch! Mir ist auch aufgefallen, dass es neu eingeführte Dinge unter den modernen Christen gibt. Sie tragen Kreuze um den Hals und hängen Kreuze in ihre Autos. Es scheint, als würden sie jetzt auch das Kreuz anbeten. Aber die Bibel weist das zurück, indem sie davor warnt jegliche Art von Götzenbild anzubeten. Und zweifellos ist das Kreuz eine Art Götze. Hinzu kommt, dass niemand beweisen kann, ob Jesus, Allahs Wohlgefallen auf ihm, auch nur annähernd so aussah wie all die Abbildungen und Figuren von ihm. Vergiss nicht, dass der Fotoapparat ungefähr 1800 Jahre später, nachdem Jesus diese Erde verlassen hatte, erfunden wurde.
 
C: Was das Zurschaustellen und Tragen von Kreuzen angeht, stimme ich zu, dass es Götzen sind und von der Bibel verboten wurde. Weder trage ich Kreuze noch hänge ich sie in mein Auto, weil ich glaube, dass dies nicht durch die Bibel gerechtfertigt werden kann. Was die Abbildungen von Jesus angeht, dazu habe ich keine Antwort parat, allerdings hast du mir damit zu denken gegeben.
 
M: Widerspricht das nicht der Bibel selbst, in der steht, dass man alles beweisen muss? „Prüft alles und behaltet das Gute!”, heißt es im ersten Brief an die Thessalonicher. Kann es denn gut sein, dass Kreuz anzubeten? Niemand, der bei Verstand ist, will etwas anbeten, was einer von ihm geliebten Person geschadet hat. Würdest du jemals eine Pistole oder ein Messer anbeten, durch das dein Kind,  dein Vater, deine Mutter oder eine andere geliebte Person umgebracht wurde? 
 
C: Niemals!
 
M: Wie können diejenigen, die sich als Anhänger Christi sehen und behaupten ihn zu lieben das Kreuz anbeten, an dem er so gelitten haben soll? 
 
Die Muslime glauben sowieso nicht daran, dass er am Kreuz starb. Der Qur'an beschreibt ganz klar, dass Jesus weder gekreuzigt noch getötet wurde, vielmehr wurde er lebendig emporgehoben und wird vor dem Ende der Welt auf die Erde zurückkehren.
 
C: Das ist alles verwirrend.
 
M: Im ersten Brief an die Korinther 14:33 steht: „Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens.“ Tatsache ist, dass von Menschen gemachte Glaubenslehren zu Verwirrung führen. Die Lehren der Kirche widersprechen den Lehren Jesus, Allahs Friede sei mit ihm, und das ist der Grund für dieses Durcheinander. Wenn die aufrichtigen Anhänger Jesus', die ihn wirklich lieben, die Bibel im Zusammenhang lesen und den Qur'an studieren, dann werden sie ganz sicher zu dem Schluss kommen, dass Gott einer ist und keine Partner hat; und dass Jesus, der Sohn der Maria, ein Gesandter Gottes ist.
 

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