Die großen Fragen (teil 3 von 3): Der Bedarf an Offenbarung

Site Team

In den beiden vorangegangenen Teilen dieser Serie beantworteten wir die beiden “großen Fragen”: “Wer machte uns?”- Gott.  Und “Warum sind wir hier?” – Um Ihm zu dienen und Ihn auzubeten.  Eine dritte Frage tauchte selbstverständlich auf: “Wenn unser Schöpfer uns erschuf, damit wir Ihm dienen und anbeten, wie tun wir das dann?”  Im letzten Artikel habe ich vorgeschlagen, daß die einzige Art, unserem Schöpfer zu dienen, darin besteht, Seinen Anordnungen zu gehorchen, wie uns durch Offenbarung mitgeteilt wurde.    


Aber viele Leute würden meine Feststellung hinterfragen: “Warum braucht die Menschheit Offenbarung?”  “Genügt es nicht, gut zu sein?”  “Genügt es nicht, wenn jeder von uns Gott auf seine eigene Art und Weise anbetet?” 


Was den Bedarf an Offenbarung angeht, möchte ich folgende Punkte anmerken: Im ersten Artikel dieser Serie wies ich darauf hin, daß dieses Leben voller vermeindlicher Ungerechtigkeiten ist, unser Schöpfer jedoch ist ehrlich und gerecht, und Er läßt Seine Gerechtigkeit nicht nur in diesem Leben, sondern auch im Jenseits walten.  Wie auch immer, Gerechtigkeit kann ohne vier Dinge nicht etabliert werden – ein Gericht (d.h. der Tag des Gerichts), einen Richter (d.h. der Schöpfer), Zeugen (d.h. Männer und Frauen, Engel, Geschöpfe) und ein Gesetzbuch, nach dem gerichtet wird (d.h. die Offenbarung).  Wie also kann unser Schöpfer Recht sprechen, wenn Er den Menschen nicht bestimmte Gesetze in ihren Leben vorgeschrieben hätte?  Das ist unmöglich.  Wenn es so wäre, würde Gott ungerecht handeln anstatt gerecht, denn Er würde die Leute für Vergehen bestrafen, von denen sie überhaupt nicht wissen, daß es Verbrechen sind. 

Warum sonst benötigen wir Offenbarung?  Beginnen wir hiermit: Ohne Leitung könnte die Menschheit nicht einmal über gesellschaftliche und wirtschaftliche Angelegenheiten, Politik, Gesetze, usw. einig werden.  Wie könnten wir uns dann jemals über Gott einigen?  Zweitens: Niemand schreibt die Gebrauchsanleitung besser als der, der das Produkt hergestellt hat.  Gott ist der Schöpfer, wir sind Seine Geschöpfe und niemand kennt den Gesamtplan besser als der Schöpfer.  Ist es den Angestellten erlaubt, ihre eigenen Arbeitspläne, Pflichten und Lohntarife selbst festzusetzen, wie es ihnen gefällt?  Ist es allen Bürgern erlaubt, ihre eigenen Gesetze zu schreiben?  Nein?  Wie sollte es uns dann erlaubt sein, unsere eigenen Religionen zu schreiben?  Wenn die Geschichte uns alles gelehrt hat, dann sind es die Tragödien, welche die Ergebnisse sind, wenn die Menschheit ihren Launen folgt.  Wie viele haben sich die Gedankenfreiheit auf ihre Banner geschrieben und erfanden Religionen, die ihnen und ihren Anhängern Alpträume auf Erden und die Verdammung im Jenseits bescherten? 


Also warum genügt es nicht, einfach nur gut zu sein?  Und warum genügt es nicht, wenn jeder von uns Gott auf seine eigene Art und Weise anbetet?  Beginnen wir mit der Definition von “gut”. Hier tauchen schon Unterschiede auf: Für manche bedeutet es enorme Sittsamkeit und ein sauberes Leben zu führen, für andere ist das Irrsinn und Körperverletzung.  Ähnlich ergeht es uns mit den Konzepten, wie wir unserem Schöpfer dienen und Ihn anbeten. Das unterscheidet sich genauso.  Noch wichtiger und um auf den Punkt zu kommen: Niemand kann in ein Geschäft oder in ein Restaurant gehen, und mit einer anderen Währung zahlen, als mit der, die der Verkäufer akzeptiert.  Genauso ist es mit der Religion.  Wenn die Leute wollen, daß Gott ihren Dienst und ihre Anbetung akzeptiert, dann müssen sie mit der Währung bezahlen, die Gott verlangt.  Und diese Währung ist der Gehorsam gegenüber Seiner Offenbarung.


Stell dir einmal vor, du ziehst in deinem Haus Kinder auf, in dem du “Hausregeln” aufgestellt hast.  Dann, eines Tages, erzählt dir eines deiner Kinder, daß es die Regeln geändert hat, und die Dinge liefen jetzt anders.  Wie würdest du antworten?  Höchst wahrscheinlich mit den Worten: “Du kannst deine neuen Regeln nehmen und damit zur Hölle gehen.”  So, laß uns darüber nachdenken.  Wir sind Gottes Geschöpfe, leben in Seinem Universum unter Seinen Regeln und “geh zur Hölle” wird Gott höchst wahrscheinlich zu jedem sagen, der sich anmaßt, sich über Seine Gesetze hinwegzusetzen, indem er seine eigenen erfindet.

 


An diesem Punkt ist Ernsthaftigkeit angesagt.  Wir sollten erkennen, daß alle Freuden Geschenke unseres Schöpfers sind und der Dankbarkeit bedürfen.  Wenn einer ein Geschenk erhält, wer benutzt es, bevor er sich dafür bedankt hat?  Und trotzdem genießen viele von uns Gottes Geschenke ihr Leben lang und bedanken sich nie dafür.  Oder erst spät.  Die englische Schriftstellerin Elizabeth Barrett Browning sprach von der Ironie des verzweifelten menschlichen Rufs in The Cry of the Human:


And lips say “God be pitiful,”        Und Lippen sagen: “Gott, sei erbarmungsvoll”,

Who ne’er said, “God be praised.”   Der nie sagte: “Gott, gepriesen bist Du”.

Sollten wir nicht gutes Benehmen an den Tag legen und unserem Schöpfer jetzt für Seine Gaben danken, und dann für den Rest unseres Lebens?  Sind wir Ihm das nicht schuldig? 

Du hast “Ja” geantwortet.  Du mußt.  Niemand hätte bis hierher weitergelesen ohne zuzustimmen, aber hier gibt es ein Problem: Viele von euch antworteten Ja, wußten aber genau, daß ihr Herz nicht in der Bibel verankert ist.  Oder vielleicht ist es doch in der Bibel, aber nicht vollständig.  Ihr stimmt zu, daß wir von einem Schöpfer erschaffen wurden.  Ihr strengt euch an, ihn zu verstehen.  Und ihr sehnt euch danach, Ihm auf die Art und Weise, die Er euch vorschreibt, zu dienen und Ihn anzubeten.  Aber ihr wißt nicht, wie, und ihr wißt nicht, wo ihr nach den Antworten suchen sollt.  Und das ist unglücklicher-weise kein Thema, das man in so einem Artikel abhandeln kann.  Unglücklicherweise muß dieses Thema in einem Buch behandelt werden. 

 


Andererseits gibt es die gute Nachricht, daß ich das Buch hierüber bereits geschrieben habe, der Titel lautet: The First and Final Commandment (bald in der Neuauflage unter dem Titel MisGod’ed erhältlich).  Wenn euch also gefällt, was ihr hier lest, lade ich euch ein, zu lesen, was ich dort geschrieben habe.

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