Die kirchliche Glaubenslehre der göttlichen Sohnschaft Jesus´

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Die kirchliche Glaubenslehre der göttlichen Sohnschaft Jesus´

 

M:Ist Jesus der Sohn Gottes?

 

C:Ja, denn in Matthäus 3:17 lesen wir, dass Gott sagte, als Johannes Jesus taufte: „Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: ›Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.‹“

 

M:Du solltest das Wort „Sohn“ aber nicht wörtlich nehmen, denn viele Propheten werden in der Bibel „Sohn Gottes“ oder „Kinder Gottes“ genannt. Lies dazu mal Exodus 4:22.

 

C:„Und du sollst zu ihm sagen: ›So spricht der Herr: Israel ist mein erstgeborener Sohn.‹“

 

M:Hier wird deutlich gesagt, dass Jakob (Israel) Gottes erster Sohn ist. Lies jetzt im zweiten Buch Samuel 7:13-14 und im ersten Buch der Chronik 22:10.

 

C:„Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen Königsthron bestätigen ewiglich. Ich will sein Vater sein und er soll mein Sohn sein. (...)“

 

M:Noch verwirrender wird es wenn du Jeremia 31:9 liest: „(...) denn ich bin Israels Vater und Ephraim ist mein erstgeborener Sohn.“ Gerade haben wir ja noch in Exodus 4:22 gelesen, dass Israel Gottes erstgeborener Sohn sei. Wer ist es denn nun? Israel oder Ephraim?

Auch einfache Menschen können Kinder Gottes sein. So steht es im Deuteronomium 14:1.

 

C:„Ihr seid Kinder des Herrn, eures Gottes.“

 

M:Wie im Römerbrief 8:29 zu lesen, können einfache Menschen sogar Erstgeborene sein.

 

C:„Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei.“

 

M:Wenn alle erstgeborene Söhne sind, was ist denn dann Jesus?

 

C:Er ist Gottes einziger gezeugter Sohn. (?)

 

M:Doch lange bevor Jesus geboren wurde, sagte Gott zu David (Psalme 2:7): „Den Beschluss des Herrn will ich kundtun. Er sprach zu mir: ›Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt.‹“ David, der vor Jesus war, ist also laut der Bibel Gottes, von ihm gezeugter, Sohn. Du siehst also, die Formulierung „Sohn Gottes“ ist nicht wörtlich zu verstehen, sondern metaphorisch. Die Bibel verdeutlicht, jeder der Gottes Gebote befolgt, wird von Gott geliebt und ist somit Sohn Gottes oder von den Kindern Gottes. Jesus sagte ja auch, dass Gott nicht nur sein Vater ist, sondern auch euer Vater, wie in Matthäus 5:45 und 48 nachzulesen ist.

 

C:„(...) damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel“ und „Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“

 

M:Wie du siehst werden die Menschen an vielen Bibelstellen als „erstgeborener“, „gezeugter Sohn“, „Söhne Gottes“ und „Kinder Gottes“ bezeichnet, was die Liebe, Zuneigung und Nähe zu Gott beschreibt und nicht ausschließlich für Jesus gilt. Man findet Söhne und Töchter Gottes. Im zweiten Brief an die Korinther 6:18 zum Beispiel: „Dann will ich euch aufnehmenund euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Herrscher über die ganze Schöpfung.“

Im Lichte all dieser Bibelstellen gibt es absolut keine Begründung dafür, warum Jesus der einzige Sohn Gottes, im wörtlichen Sinne oder auf besondere Art und Weise, sein sollte.

 

C:Aber er hatte keinen Vater, deswegen ist er der Sohn Gottes.

 

M:Warum betrachtest du dann Adam, der ohne Mutter und ohne Vater geboren wurde, nicht als  diesen einzigartigen Sohn Gottes? Denn auch Adam wird in Lukas 3:38 als Sohn Gottes bezeichnet: „Kenan war der Sohn von Enosch. Enosch war der Sohn von Set. Set war der Sohn von Adam. Adam war der Sohn Gottes.“ Du wirst feststellen, dass, wer auch immer Gottes Vorschriften einhält, als Sohn Gottes bezeichnet wird, da er ein gehorsamer Diener Gottes ist. Nun lies bitte Hebräer 7:3.

 

C:„Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit.“ Wer ist hier gemeint?

 

M:Die Antwort findest du im ersten Vers des Kapitels: „Dieser Melchisedek aber war König von Salem, Priester Gottes des Höchsten.“ Laut Bibel ist er noch außergewöhnlicher als Jesus und Adam. Warum nimmt man nicht lieber ihn als Sohn Gottes oder Gott?

 

C:Wie bezeichnet ihr Muslime denn Jesus?

 

M:Wir Muslime nennen ihn „Jesus, den Sohn der Maria.“ Allahs Wohlgefallen auf ihnen beiden.

 

C:Darüber kann man wirklich nicht streiten.

 

M:Richtig! Niemand kann das verleugnen, weil es eine Tatsache ist. Jesus nannte sich selbst so und wollte nicht Sohn Gottes genannt werden. So steht es in Lukas 4:41.

 

C:„Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: ›Du bist der Sohn Gottes!‹ Da fuhr er sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Messias war.“

 

M:Siehst du? Er rügte sie für das, was sie sagten, weil es eine Lüge war. Wenn es die Wahrheit gewesen wäre, hätte er sie sicher nicht dafür getadelt. Gott hat Jesus als Gesandten für das Volk Israels auserwählt, wie man in der Bibel an diversen Stellen nachlesen kann.

Es ist eindeutig, dass er nicht einmal von seinen Jüngern Sohn Gottes genannt werden wollte. Das ist in Lukas 9:20 und 21 zu lesen.

 

C:„Er aber sprach zu ihnen: ›Wer, sagt ihr aber, dass ich sei?‹ Da antwortete Petrus und sprach: ›Du bist der Christus Gottes!‹ Er aber gebot ihnen, dass sie das niemandem sagen sollten.“

 

M:Wieder wies Jesus die Aussage zurück, diesmal von den Jüngern, da sie nicht wahr ist. Ein Prophet würde es nie zulassen, dass eine Lüge verbreitet wird.

 

Jesus, der Messias, ein Prophet, wurde von einem Lehrer zu Gottes Sohn erhöht und letztlich zu Gott selbst. In Johannes 3:2 und 6:14 ist der tatsächliche Rang Jesus´ erwähnt: „Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: ›Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.‹“ Nachdem die Leute gesehen hatten, was Jesus, der Friede sei mit ihm, für Zeichen mit sich gebracht hatte, sagten sie: „Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll.“

 

Jesus wird auch in Johannes 7:40, Matthäus 21:11, Lukas 7:16 und 24:19 als Prophet bezeichnet. Wenn man nun Vers 9:20 aus der Apostelgeschichte liest, dann erfährt man auch, wer damit angefangen hat, diese falsche Doktrin über den „Sohn Gottes“ zu verbreiten.

 

C:„Und alsbald predigte er in den Synagogen von Jesus, dass dieser Gottes Sohn sei.“

 

M:Aus diesem und den vorangehenden Versen wird deutlich, dass Petrus damit begann. Jesus hatte niemals Derartiges gepredigt. Es lässt sich daraus auch schließen, dass die frühesten Christen noch in Synagogen beteten. Als das Christentum aber später von der ursprünglichen Lehre Jesus´ abwich, wurden Paulus, Barnabas und die Nichtjuden aus den Synagogen vertrieben, und es wurde ihnen Blasphemie und Verunreinigung der Lehre vorgeworfen. Hierzu kann man auch die Apostelgeschichte 13:50, 17:18 und 21:28 lesen. Da Paulus sich der Blasphemie schuldig gemacht hatte, wurden sie aus den Synagogen vertrieben und bauten fortan nur noch Kirchen.

 

Ich denke mehr Beweise sind nicht notwendig, um eindeutig klarzustellen, dass Jesus ein Prophet war und weder der Sohn Gottes noch Gott selbst.

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