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Die Sechste Säule

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Die Sechste Säule

•Die Sechste Säule:
   Der Glaube an die Vorbestimmung und die genaue Zuteilung im Guten und im Schlechten. Es handelt sich hierbei um das Wissen, dass alles, was einen trifft, kommen musste und dass alles, was jemandem entgeht, nicht geschehen durfte. Wer an Allah glaubt, der muss auch an Seine Vorbestimmung und genaue Einteilung glauben und mit dem zufrieden sein, was man von Allah zugeteilt bekommt. Allah der Erhabene sagt:

(Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne dass es in einem Buch (verzeichnet)wäre, bevor Wir es erschaffen – gewiss, dies ist Allah ein leichtes -, damit ihr nicht betrübt seid über das, was euch entgangen ist, und euch nicht (zu sehr) freut über das, was Er euch gegeben hat. Und Allah liebt niemanden, der eingebildet und prahlerisch ist.)                                                       (Qur´an 57:22-23)

 

 

 

Der Prophet   sagte:

„Bewahre Allah, so wird Er dich bewahren, bewahre Allah, so findest du Ihn vor dir. Lerne Allah kennen, wenn es dir gut geht, dann kennt Er dich, wenn du in Not bist. Wenn du bittest, so bitte Allah und wenn du um Hilfe bittest, so bitte Allah. Der Stift hat schon niedergeschrieben, was sein wird. Wenn die Menschen sich darum bemühen, dir mit etwas zu nützen, was Allah dir nicht vorbestimmt hat, so können sie es nicht tun. Und wenn die Menschen sich bemühen, dir mit etwas zu schaden, was Allah nicht niedergeschrieben hat, so können sie es nicht tun. Wenn du geduldig handeln kannst und gleichzeitig überzeugt bist, so tu es. Und wenn du es nicht kannst, so gedulde dich, denn wahrlich in der Geduld gegenüber (manchen) Dingen, die du sehr verabscheust liegt viel Gutes. Wisse, dass mit der Geduld der Sieg kommt und wisse, dass nach der Not die Erlösung kommt und wisse, dass mit dem Schweren die Erleichterung kommt.“(Almustadrak)

 

   Der Glaube an die Vorbestimmung und genaue Einteilung führt, wenn man nach den Ursachen für die Dinge strebt, zu Zufriedenheit, innerer Ruhe und Seelenfrieden. Dies führt zu Glückseligkeit und verhindert Trauer. Der Prophet   sagte:

„Der starke Gläubige ist besser und beliebter bei Allah als der schwache Gläubige. In jedem gibt es Gutes. Bemühe dich um das, was dir nützt, suche die Hilfe bei Allah und gib nicht auf. Wenn dir dabei etwas zustößt, so sage nicht: ‚Hätte ich doch nur dies oder jenes getan’ sondern sag: ‚Allah hat es bestimmt und getan, was Er wollte’ denn das Wort ‚wenn’ öffnet dem Satan die Türen.“ (Sahih Muslim)

 

 

   Dies bedeutet: verzweifle nicht an dem, was dir entgangen ist und schau nach vorne. Lass davon ab, nach hinten zu schauen. Wenn du die unter den Menschen weit verbreiteten Krankheiten unserer Zeit beobachtest, wirst du feststellen, dass die meisten aufgrund von Sorgen und Trauer entstanden. Dieser Kummer entstand wiederum daraus, dass man etwas vermisst oder etwas Ersehntes nicht erlangte. Der ehrliche Glaube an die Vorbestimmung besiegt durch Allahs Erlaubnis all deine Sorgen und Ängste. Dies geht daraus hervor, dass du nach vorne schaust und zukunftsorientiert arbeitest und das Vergangene vergisst und ihm nicht nachtrauerst.

 

   Wenn wir die Realität des Menschen betrachten, stellen wir fest, dass sein Kummer und seine Angst zu den Dingen gehören, welche der Islam heilt. Es handelt sich nämlich entweder um:

 

1.Angst vor Versorgung. Also alles, was der Mensch zum Leben braucht, wie Essen und Trinken. Allah sagt:
(Und im Himmel ist eure Versorgung und das, was euch versprochen wird.)                  (Qur´an 51:22)

 

   Allah der Allmächtige sagte die Wahrheit, denn im Himmel ist die Versorgung der Menschen: der Regen fällt vom Himmel herab und lässt dadurch die Menschen leben. Es wachsen Pflanzen und die Menschen erhalten Trinkwasser. Und im Himmel ist das, was uns versprochen wurde: das ewige Leben im Paradies oder in der Hölle. Allah der Reine und Erhabene hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Geschöpfe zu versorgen, auch den Menschen. Allah sagt:

(Und es gibt kein Tier auf der Erde, ohne dass Allah sein Unterhalt obläge (D.h.: Allah hat Sich Selbst verpflichtet, für seinen Unterhalt zu sorgen; oder:…ohne dass seine Versorgung von Allah abhinge). Und Er kennt seinen Aufenthaltsort und seinen Aufbewahrungsort (Oder: .. und (ohne das) Er seinen Aufenthaltsort und seinen Aufbewahrungsort kennen würde.). Alles ist in einem deutlichen Buch (verzeichnet). )(Qur´an 11:6)

 

   Egal wie schwach ein Geschöpf ist, seine Versorgung ist genau für ihn vorausbestimmt worden. Allah der Erhabene sagt:

(Und wie viele Tiere tragen ihre (eigene)Versorgung nicht herbei! Allah versorgt sie und euch. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.)        (Qur´an 29:60)

 

   Doch Er hat sich für den verpflichtet, der danach sucht und sich anstrengt, um es zu erlangen. Allah der Erhabene sagte zu Maryam, als sie in größter Not war und in den Wehen lag:

(Und schüttle zu dir den Palmenstamm, so lässt er frische reife Datteln auf dich herabfallen.)                                                                             (Qur´an 19:25)

 

   Allah hat ihr nicht einfach ihre Versorgung herabgeschickt und von ihr verlangt, dass sie es nur nehmen soll. Er verlangte vielmehr von ihr, das zu tun, was ihre Versorgung garantiert, indem sie an der Dattelpalme schüttelt, die neben ihr stand, damit die reifen Datteln auf sie herabfallen.

   Ja sogar die Vögel, sowie auch die anderen Tiere bleiben nicht nur in ihren Nestern. Allah hat sie dazu bestimmt, sich um ihre Versorgung zu bemühen. Sie sind also ständig darum bemüht, das Lebensnotwendige zu beschaffen. Der Prophet   sagte:

„Wenn ihr euch vollkommen auf Allah verlassen würdet, so würde Er euch so versorgen, wie Er die Vögel versorgt, welche am Morgen hungrig losziehen und am Abend satt zurückkehren.“           (ibn Madschah)

   Der Gesandte Allahs (r) verdeutlichte, dass die Vögel am Morgen hungrig aufbrechen und abends satt zu ihren Nestern zurückkehren und versorgt werden.

   Es geht hier jedoch nicht darum, abzuwarten und nichts zu tun, wie dies dem einen oder anderen, der diesen Glauben nicht kennt, auf den ersten Blick erscheinen mag. Es geht viel mehr darum, zu handeln und sich um die Versorgung zu bemühen, denn der Islam lädt nicht zur Untätigkeit ein, mit der Begründung man würde sich auf Allah verlassen, sondern dazu, zu handeln und sich dann auf Allah zu verlassen. Der Prophet (r) sagte:

„Es ist besser für euch, dass ihr euer Seil nehmt und damit Brennholz auf dem Rücken tragt, um es zu verkaufen, wofür euch Allah euer Gesicht bewahrt, als dass man die Menschen anbettelt, welche entweder geben oder verweigern.“ (Albuchârî)

 

   Du musst in all deinen Angelegenheiten handeln, bevor du dich auf Allah verlässt. Denn wer sich nur verlässt, aber nichts tut, den sprach der Prophet (r) an: wie etwa den Mann, der fragte:

„Soll ich mein Kamel nicht anbinden und mich (auf Allah) verlassen?“ Er sagte: „Binde es an und verlasse dich dann (auf Allah).“  (Sahih Ibn Hibbân)

   Bemühe dich und handle, so wirst du das von Allah erhalten, was er für dich bestimmt hat. Der beste Beweis dafür, dass die Versorgung nichts mit Kraft, Wissen oder Fleiß zu tun hat, ist die Tatsache, dass viele Leute mit hoch qualifizierten Zeugnissen bei Leuten angestellt sind, welche viel weniger Wissen und Fähigkeiten für diese Arbeit besitzen.

 

   Die Versorgung der Geschöpfe liegt in Allahs Hand und bei sonst niemandem. So habe keine Angst und sei unbesorgt um deine Versorgung. Allah sagt:

(Sag: Wenn ihr über die Schatzkammern der Barmherzigkeit meines Herrn verfügtet, dann würdet ihr aus Furcht vor dem Ausgeben (Auch: aus Furcht davor, dass deren Inhalt zur Neige gehen könnte.)wahrlich zurückhaltend sein, denn der Mensch ist knauserig.)          (Qur´an 17:100)

 

1.Angst vor Problemen wie Krankheiten oder Notlagen etc. Jeder Mensch fürchtet sich vor Krankheiten und Not. Doch egal wie sehr er sich sorgt und fürchtet, er wird die Lage nicht ändern können. Im Gegenteil, er wird es nur noch schlimmer machen und die Krankheit wird sich noch verstärken. Allah sagt:
(Wenn Allah dir Unheil widerfahren lässt, so kann es keiner hinweg nehmen außer Ihm. Und wenn Er für dich etwas Gutes will, so kann keiner Seine Huld zurückweisen. Er trifft damit, wen Er will von Seinen Dienern. Er ist der Allvergebende und Barmherzige.)(Qur´an 10:107)

 

Der Prophet (r) sagte:

„Schön ist die Lage des Gläubigen: alles ist gut für ihn. Doch so ergeht es nur dem Gläubigen: wenn ihm etwas Erfreuliches widerfährt, ist er dankbar, weshalb es gut für ihn ist. Und wenn ihn Schaden trifft, so erduldet er diesen, weswegen auch dies gut für ihn ist.“(Sahih Muslim)

 

   Die Lehren des Propheten (r) für die Muslime bauten darauf auf, sich mit Problemen zu befassen und diese zu lösen. Die Tochter des Propheten (r) rief ihn und berichtete ihm, dass eines ihrer Kinder im Sterben läge. Der Prophet (r) sagte zum Überbringer der Nachricht:

„Kehre zu ihr zurück und sage ihr, dass Allah gehört, was Er nimmt und was Er gibt und dass alles bei Ihm einen festgesetzten Termin hat. Befiehl ihr, sie soll sich gedulden und die Belohnung bei Allah erhoffen.“ Der Bote kehrte zum Gesandten Allahs   zurück und sagte: „Sie bat dich bei Allah, zu ihr zu kommen.“ Da stand der Prophet   auf und mit ihm Sa’d ibn ´Ubâda und Mu’âdh ibn Dschabal. Sie gingen zusammen los. Als er ankam, wurde ihm das Kind gegeben, dessen Atem schon stockte, als ob er kurz vor dem Tod wäre. Da füllten sich seine Augen mit Tränen. Daraufhin sagte Sa’d: „Was ist das, oh Gesandter Allahs?“ Er antwortete: „Dies ist die Barmherzigkeit, welche er in die Herzen Seiner Diener legte. Allah erbarmt sich den Barmherzigen unter Seinen Dienern.“(Sahih Muslim)

 

   Nachdem man sich um die Versorgung bemüht hat, muss man sich auch in Geduld üben: Wer krank ist, soll sich auch um die notwendige Medizin bemühen. Der Prophet (r) sagte:

„Benutzt die Medizin, denn wahrlich Allah hat für jede herab gesandte Krankheit auch ein Heilmittel herab gesandt, außer für den Tod und das Altern.“(Ibn Hibbân)

 

   Für jede Krankheit auf dieser Welt gibt es also auch ein Heilmittel, wie dies der Prophet (r) erklärte:

„Wahrlich Allah hat für jede herab gesandte Krankheit auch ein Heilmittel herab gesandt, ob man dies nun kennt oder nicht.“(Ibn Hibbân)

 

1.Angst vor dem Tod. Der Tod ist eine Wahrheit, die eintreffen wird, sowie wir auch davon überzeugt sind, dass nach der Nacht ein neuer Tag heranbricht. Allah sagt:
(Alle, die auf ihr(der Erde) sind, werden vergehen; bleiben wird (nur) das Angesicht deines Herrn, Besitzer der Erhabenheit und Ehre.)      (Qur´an 55:26-27)

Es gibt kein Entkommen vom Tod, man eilt ihm entgegen. Allah sagt:

(Sag: Gewiss, der Tod, vor dem ihr flieht -, gewiss, er wird euch begegnen.)                   (Qur´an 62:8)

   Doch du solltest über das nachdenken, was nach dem Tod kommt und nicht über den Tod selbst, denn das Nachdenken über den Tod selbst führt zu keinem Ergebnis. Es verhindert vielmehr das Handeln und führt zu Kummer und Angst, welche den Menschen seiner Glücklichkeit berauben. Der Tod ist ein festgesetzter Zeitpunkt. Allah sagt:

(Jede Gemeinschaft hat eine (festgesetzte)Frist. Und wenn nun ihre Frist kommt, können sie weder um eine Stunde hinausschieben noch sie vorverlegen.)                                                                         (Qur´an 7:34)

   Wer vor dem Tod selbst Angst hat, hat entweder einen schwachen Glauben oder gar keinen, denn zu den Notwendigkeiten des Glaubens an den Tod gehören bei einem Muslim der Glaube an die Auferstehung, die Versammlung, die Abrechnung und an die Glückseligkeit oder Trauer. Wer daran glaubt, der findet innere Ruhe und bereitet sich mit rechtschaffenen Werken vor. Er wird dadurch rechtschaffen und korrigiert auch seine Gesellschaft. Er tut Gutes für sich und andere. Er beweint nicht, was er versäumt hat, was ihm an Ungerechtigkeit widerfahren ist oder was man ihm an Rechten vorenthalten hat. Denn der Mensch geht dem Vergänglichen entgegen, nach welchem die Abrechnung kommt.

   Wenn du mich nach all diesem fragen würdest: Bist du wirklich vom Islam überzeugt? Dann würde ich ganz ehrlich direkt und ohne Zögern sagen: Ja. Weißt du auch warum? Weil ich darin die Antwort auf die Fragen finde, welche sich in mir anhäufen. Ich finde im Islam nichts, was dem Verstand und der gesunden Logik widerspricht. Ich finde darin Seelenfrieden und innere Ruhe, welche sich im Glauben an Allah, den guten Taten und dem Vermeiden des Schlechten widerspiegelt, sowie auch im gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem Schutz meiner Rechte und denen der anderen, dem Aufruf zum guten Charakter und Benehmen und der Kritik schlechter Verhaltensweisen, dies alles garantiert der Islam. Er bewahrt damit sowohl mich als auch die anderen. All dies ermöglicht mir diese Glückseligkeit, welche jeder Mensch auf dieser Welt besingt, welche er zu erlangen anstrebt und um welche er sich mit aller Kraft bemüht. Frag´ dich selbst: Kann die Überzeugung, welche du hast, dir all das zuvor Erwähnte bieten? Wenn sie es dir nicht bieten kann, so ist sie eine falsche Überzeugung. Wenn sie dir einen Teil davon bieten kann, so ist sie eine unvollkommene Überzeugung. Solange etwas unvollkommen ist, sucht man nach der vollkommenen Alternative, denn jeder von uns sucht nach dem Besten. Weißt du, was die vollkommene Lebensweise ist? Es ist die Lebensweise der Hingabe, des Islam.

   Vielleicht sagst du: ein Fanatiker, der zu seiner Religion aufruft. Und du hast auch das Recht dazu, diese Aussage zu machen. Doch wenn ich dir sage, ich bin nicht der einzige, der das sagt, sondern auch andere Denker und Autoren, die keine Muslime sind, welche eine realistische Weltanschauung hatten und objektiv zu urteilen im Stande waren.

 

   Beispielsweise Jack S. Restler[1], welcher im Vorwort seines Buches: „Die arabische Kultur“ sagte:

„[…] Der Begriff Islam kann für drei verschiedene Bedeutungen verwendet werden: die erste Bedeutung: Religion, die zweite: Staat und die dritte: Kultur, kurzgefasst: eine einmalige Kultur. Sogar dem Islam feindlich Gesinnte bestätigten, dass er die wahre vollkommene Religion sei. In einem arabischen Sprichwort heißt es: Die Wahrheit ist, was die Feinde bezeugen. Margoliouth, welcher bekannt für seine antiislamischen und feindseligen Kampagnen war, sagte[2]– wobei ihn die Brillanz des Qur´an dazu brachte, die Wahrheit zu sagen:

„Die Wissenschaftler sind sich darin einig, dass der Qur´an eine einzigartig Position unter den herausragenden religiösen Schriften einnimmt, obwohl er die jüngste dieser Schriften – also die zuletzt offenbarte – ist, welche die Geschichte formten. Doch er ist allen weit darin voraus, den Menschen zu den Grenzen seines Verstandes zu bringen. Er hat eine neue menschliche Denkweise hervorgebracht und die Grundsteine für eine neue ethische Schule gelegt.“

 

   Warum bist du dann feindselig eingestellt, oder noch direkter: warum nimmst du ihn dann nicht an? Weil er zur Einheit Gottes aufruft? Oder weil er dazu aufruft, Allah zu verehren und nicht die Menschen? Oder weil er zum guten Benehmen aufruft? Oder weil er zur Gerechtigkeit und dem Unterbinden von Ungerechtigkeit aufruft? Oder weil er alle Menschen vor Allah gleichstellt? Oder weil er der gesamten Menschheit Rechte zugesteht, ohne auf ihre Religion, Rasse Farbe etc zu achten?

   Worte, die vielleicht dazu beitragen, deine Überzeugung zu ändern. Vierzehn Jahrhunderte lang, seitdem der Islam erschienen ist, und bis in unsere Zeit, nimmt er zu. Jeder, der über ihn intensiv und frei von persönlichen und religiösen Vorurteilen liest, ist davon überzeugt, auch wenn er ihm nicht beitritt. Er ist ihm mindestens nicht feindlich gesinnt, obwohl seine Anhänger sowohl auf wirtschaftlicher, politischer als auch auf militärischer Ebene unterdrückt werden. Betrachte unsere Lage heute: trotz alledem halten sie an ihm und seinen Lehren fest. Möchtest du ein kleines Gleichnis? Die ehemalige Sowjetunion hat die Muslime siebzig Jahre lang unterdrückt, ihre Moscheen zerstört, ihre Namen verändert und sie daran gehindert, ihre Religion auszuleben. Doch als die Sowjetunion fiel, kamen einige nicht gerade wenige Staaten der ehemaligen Sowjetstaaten zum Vorschein, welche muslimisch sind. Dies beweist, dass die Anziehungskraft des Islam, auch wenn sie nach außen hin so schwach erscheint, doch im Inneren sehr stark ist. Worauf weist das hin? Beweist dies nicht die Überzeugung, dass diese Lebensweise, worin sie ihre Glückseligkeit fanden und woran sich ihre Herzen hängten, die Richtige ist?

   Ein ehrlicher Mensch, der nach der Wahrheit sucht, wird, wenn er über den Islam liest, nur finden, was zu Tugend und gutem Benehmen einlädt und deren Gegenteil verbietet. Viele Nichtmuslime, welche in ihrem Glauben nicht das vorfinden, was ihre innere Unruhe heilt und ihnen Glückseligkeit gibt, haben alles ausprobiert, außer den Islam. Ich weiß nicht, warum sie es nicht mit dem Islam versucht haben. Vielleicht finden sie doch genau dort das, wonach sie suchten und was ihnen ihre Glückseligkeit verwirklicht. Hierbei muss man auch bedenken, dass wir immer weiter dem Ende entgegenstreben und man eine mutige Entscheidung treffen sollte, wobei man sich von allen Einflüssen befreien muss, welche diese Entscheidung beeinträchtigen könnten, damit sie möglichst fehlerfrei ist. Diese Entscheidung wird dich entweder zur ewigen Glückseligkeit oder – möge Allah uns davor bewahren – zur ewigen Trauer und Qual führen. Frag dich selbst:

  Warum wird allein der Islam bekämpft und als Feind angesehen? Warum gerade er unter den ganzen Religionen.

   Früher sagte man: Der Mensch ist der Feind dessen, was er nicht kennt. So sei kein Unwissender, sondern lerne und wisse, damit zwischen uns keine Barriere des Unwissens bestehen bleibt. Dies ist der Anfang: ermutige dich dazu, die Wahrheit anzunehmen und auch die andere Seite anzuhören. Höre mit der Absicht zu, die Wahrheit herausfinden zu wollen. Bitte Gott darum, dich auf den wahren Weg zu leiten, der dich zur wahren Religion führt, welche dir die wirkliche Glückseligkeit geben kann. Wenn Gott weiß, dass du in deiner Bitte um die Wahrheit aufrichtig bist, dann wird Er dich nicht alleine lassen. Allah sagt nämlich:

(Eure Herr sagt: „Ruft Mich an, so erhöre Ich euch. Gewiss, diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Hölle gedemütigt eingehen.“)      (Qur´an 40:60)

 

   Warum haben viele westliche nichtmuslimische Autoren und Denker den Islam angenommen, nachdem sie unvoreingenommen über ihn gelesen hatten? Soll ich dir sagen warum? Weil sie wussten, wie reich der Islam ist, nachdem sie ihn selbst studierten und ihr Urteil nicht auf den Vorurteilen aufbauten, welche andere für sie fällten. Sie fanden darin das, was sie solange verloren hatten und was ihnen den Seelenfrieden geben konnte, wie etwa: Leopold Faice, Ethan Dinee, Renee Jinou, Dr Grinee und viele andere.

 

   Unter jenen Denkern gab es auch solche, welche über den Islam lasen, aber ihre Religion beibehielten. Doch dies hinderte sie nicht daran, die Wahrheit zu sagen und zu bestätigen, wie schön und vollkommen der Islam ist, wie etwa Dr. Loraficia Faglieri, Dr. Siegrid Hunke, der deutsche Dichter Goethe, Thomas Karlil, Tolstoi, de Lamartine der berühmte Dichter Frankreichs und Bernard Jean, welcher sagte:

„Muhammadmuss als Retter der Menschheit bezeichnet werden. Ich glaube, dass wenn ein Mann wie er in der Moderne die Weltherrschaft übernehmen würde, könnte er erfolgreich die Probleme auf eine Art und Weise lösen, welche der Welt Frieden und Glück bescheren würden“ und viele mehr.

 

   Es ist der Wille Allahs und Seine Macht. Allah sagt: (Gewiss, du kannst nicht rechtleiten, wen du gern (rechtgeleitet sehen) möchtest. Allah aber leitet recht, wen Er will. Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten.)                        (Qur´an 28:56)

 

   Dieser Vers ist keine Entschuldigung dafür, vom vorbestimmten, unentrinnbaren Schicksal des Menschen zu reden. Nein, der Mensch soll sich vielmehr bemühen und handeln. Aly Ibn Abi Taleb (t) sagte:

„Wir begleiteten einen Totenzug zum Baqî’ Algharqad (Friedhof Medinas). Da kam der Gesandte Allahs   zu uns und setzte sich, woraufhin wir uns um ihn herum setzten. Er hatte einen Stock bei sich, welchen er umdrehte. Dann zeichnete er etwas mit seinem Stock in den Staub. Anschließend sagte er: „Für jeden von euch und jede Seele wurde schon sein Platz im Paradies und im Feuer bestimmt und auch, ob er unglücklich oder glücklich sein wird.“ Ein Mann sagte daraufhin: „Oh Gesandter Allahs, dann können wir doch sitzen bleiben und auf unser Schicksal warten“, da entgegnete er: „Wer zu den Glückseligen gehört, der wird die Taten der Glückseligen verrichten und wer zu den Unglückseligen gehört, der wird die Taten der Unglückseligen verrichten“, anschließend fuhr er fort: „Handelt, denn jedem fällt das leicht, wozu er erschaffen wurde. Den Glückseligen fallen die Taten der Glückseligen leicht und den Unglückseligen fallen die Taten der Unglückseligen leicht.“ Anschließend rezitierte er:„Und was den anbelangt, der gibt, fromm ist und an das Schönste glaubt, dem werden Wir das Leichteste (Paradies) leicht machen. Und was den anbelangt, der geizt und meint, er sei auf niemanden angewiesen, und das Schönste leugnet, dem werden Wir es zum Schwersten (Hölle)erleichtern.“ (Sahih Muslim)

(Was nun jemanden angeht, der gibt und gottesfürchtig ist und das Beste für wahr hält, so werden Wir ihm den Weg zum Leichteren leicht machen. Was aber jemanden angeht, der geizt und sich für unbedürftig hält und das Beste für Lüge erklärt, so werden Wir ihm den Weg zum Schwereren leicht machen.)(Qur´an 91:5-10)

 

   Viele Orientalisten, welche den Islam studierten, um ihn zu bekämpfen und zu vernichten, konnten nicht umhin, durch seine Schönheit, Reinheit, Logik und Natürlichkeit von ihm überzeugt zu sein. Deborah Potter[3]sagte: „Den Islam, der Gottes Gesetz ist, finden wir deutlich in der Natur um uns herum. Die Berge, Meere, Planeten und Sterne bewegen sich allein durch Gottes Befehl und finden ihren Weg. Sie gehorchen dem Befehl Gottes, ihres Schöpfers, so wie auch die Charaktere einem Romanautor gehorchen. Und Gott gebührt das vollkommenste Gleichnis. Die Charaktere sind und handeln nur so, wie dies der Autor bestimmt. Genauso auch geht es jeder Zelle in diesem Universum – sogar die leblosen – sind Ihm ergeben. Doch der Mensch ist davon ausgenommen.

 

   Gott hat ihm die Entscheidungsfreiheit gegeben, ihm steht es frei, sich Gottes Willen zu unterwerfen oder seinen eigenen Regeln zu folgen und seiner Religion nachzugehen, die er für sich selbst ausgewählt hat. In den meisten Fällen hat er leider den zweiten Weg gewählt… Die Menschen in Europa und Amerika nehmen den Islam in großen Zahlen an, weil sie sich nach innerer Ruhe und Seelenfrieden sehnen. Ja sogar viele Orientalisten und christliche Missionare, welche damit begannen, den Islam zu vernichten und dessen angeblichen Fehler aufzuzeigen, sind selbst Muslime geworden. Dies liegt allein daran, dass die Argumente der Wahrheit unanfechtbar sind und es nicht möglich ist, sie zu leugnen.“

 

   Einigen wir uns darauf, dass alle Religionen außer dem Islam und das Christentum vor dessen Veränderung und Judentum vor dessen Veränderung, welche ja die drei Weltreligionen darstellen, viele Dinge enthalten, welche dem Verstand widersprechen und welche jeder natürlich denkende Mensch ablehnt, erst recht der Gebildete unter ihnen. Die Thora und der Prophet Moses   vertraten die älteste dieser Religionen, dann kam das Christentum mit dem Propheten Jesus  . Jesus   vervollkommnete die Religion Mose, und Muhammad vervollkommnete die Religion Jesu. Und mit Muhammad wurde das Prophetentum besiegelt. Dadurch ist der Islam die Frucht aller Religionen und die vollkommene Form, welche jeder Mensch annehmen sollte.

 

 

 

 

 

 

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[1]Zeitgenössischer französischer Wissenschaftler, Professor für Islamwissenschaft in Paris, Zitat aus: „Sie sagten über den Islam“, Dr. Imad Addin Chalil.

[2]Rew. G. Margoliouth : In  Introduction to the Koran, By Rev. J.M. Rodwell, London 1918.

[3]1954 in Michigan, Amerika geboren. Sie schloss ein Journalistenstudium an der Universität Michigan ab, aus dem Buch: „Sie sagten über den Islam“, Dr. Imad Addin Chalil.