القائمة الرئيسية

Erfand Muhammad den Quran?

1809 0
Erfand Muhammad den Quran?

Wer verfasste den Quran?  Irgendjemand muss es doch gewesen sein!  Jedoch: wie viele Wüstenaraber haben sich in der Geschichte der Menschheit erhoben und haben der Welt ein Buch wie den Quran gebracht?  Das Buch enthält erstaunliche Einzelheiten über vergangene Völker, Propheten und Religionen ebenso wie genaue wissenschaftliche Details, die zu jener Zeit noch unvorstellbar waren.  Was also war die Quelle von alledem?  Wenn wir den göttlichen Ursprung des Quran leugnen, bleiben uns nur wenige Möglichkeiten:

- Der Prophet Muhammad hat ihn selbst verfasst.

- Er übernahm ihn von jemand anderem.  In diesem Fall nahm er ihn entweder von einem Juden oder Christen oder von einem Fremden in Arabien.  Die Mekkaner machten sich nicht die Mühe, ihn zu beschuldigen, dass er ihn von einem der ihren genommen hatte.

Eine kurze Antwort Gottes hierauf ist:

“Und sie sagfen: ´(Das sind) Fabeln der Früheren:er hat sie niederschreiben lassen, und sie werden ihm am Morgen und am Abend diktiert.´  Sprich: ´Er, Der das Verborgene der Himmel und Erde kennt, hat ihn herabgesandt.  Er ist wahrlich Allverzeihend, Barmherzig.´” (Quran 25:5-6)

Es war seinen Verleumdern sehr wohlbekannt, dass Muhammad, der von seiner Geburt an unter ihnen aufgewachsen war, nie zu lesen und schreiben gelernt hatte.  Sie wussten, mit wem er befreundet war und wohin er gereist war; sie bewunderten seine Aufrichtigkeit und seine Ehrlichkeit, indem sie ihn ´Al-Amiin´, den Glaubwürdigen, Vertrauenswürdigen, Ehrlichen nannten.[1]  Lediglich in ihrer Auflehnung gegen seine Predigten beschuldigten sie ihn – und da brachten sie alles gegen ihn vor, was ihnen in ihrer Verzweiflung einfiel: Er wurde als Hexer, Dichter und sogar als Betrüger bezeichnet!  Sie konnten sich nicht entscheiden.  Gott sagt:

“Schau, wie sie von dir Gleichnisse prägen und damit so sehr in die Irre gegangen sind, dass sie nicht in der Lage sind, den Weg zu finden.” (Quran 17:47)

Es ist einfach so: Gott ist gewahr, was in den Himmeln und auf der Erde geschieht, Er kenn die Vergangenheit und die Zukunft und Er offenbart Seinem Propheten die Wahrheit.

Könnte Muhammad ihn verfasst haben?

Es ist aus den folgenden Gründen unmöglich, dass Muhammad den Quran verfasst hat:

Erstens: Es ergaben sich verschiedene Situationen, in denen er angebliche Offenbarungen hätte erfinden können.  Beispielsweise nachdem er die erste Offenbarung erhalten hatte, warteten die Menschen gespannt darauf, mehr zu hören, aber der Prophet empfing monatelang nichts Neues.  Die Mekkaner begannen, sich über ihn lustig zu machen: ´Sein Gott hat ihn verlassen!´  Dies ging solange, bis das 93. Kapitel Ad-Duha offenbart wurde.  Der Prophet hätte selbst etwas erfinden und als seine neueste Offenbarung präsentieren können, um dem Gespött ein Ende zu bereiten, aber das tat er nicht.  An einem Abschnitt seines Prophetentums beschuldigten ein paar der Heuchler seine geliebte Frau ´A´ischa, sich unkeusch verhalten zu haben.  Der Prophet hätte mit Leichtigkeit etwas erdichten können, um sie von der Schande zu befreien, aber er wartete viele quälende Tage, litt unter dem Gespött und der Qual, bis die Offenbarung von Gott kam und sie von den Anschuldigungen lossagte.

Zweitens: Es gibt im Quran selbst Begründungen dafür, dass Muhammad nicht der Verfasser sein kann.  Bestimmte Verse weisen ihn zurecht und das bei manchen Gelegenheiten mit harten Worten.  Wieso sollte ein betrügerischer Prophet sich selbst beschuldigen, wenn dies doch dazu führen könnte, dass er infolge dessen den Respekt seiner Anhänger verliert?  Hier folgen ein paar Beispiele:

“O Prophet!  Warum verbietest du das, was Gott dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit diener Frauen zu trachten?  Und Gott ist Allvergebend, Barmherzig. ” (Quran 66:1)

“…Und du verbargst, was du in dir hegtest, das, was Gott ans Licht bringen wollte, und du fürchtetest die Menschen, während Gott es ist, Den du in Wirklichkeit fürchten sollst.” (Quran 33:43)

“Es kommt dem Propheten und den Gläubigen nicht zu, für die Götzendiener um Verzeihung zu flehen, und wären es selbst ihre nächsten Verwandten, nachdem ihnen deutlich geworden ist, dass jene Bewohner der Hölle sind.” (Quran 9:113)

“Was aber den anbelangt, der in Eifer [zu lernen] zu dir kommt und gottesfürchtig ist, um den kümmerst du dich nicht.  Nicht so.  Wahrlich, dies ist eine Ermahnung; so möge, wer da will, diesem eingedenk sein.” (Quran 80:8-11)

Wenn er etwas hätte verbergen wollen, so hätte er sicher diese Verse verborgen, er jedoch rezitierte sie voller Glauben. 

“Und er [Muhammad] ist weder geizig hinsichtlich des Verborgenen, noch ist dies das Wort Satans, des Verfluchten.  Wohin also wollt ihr gehen?  Dies ist ja nur eine Ermahnung für alle Welten.” (Quran 81:24-27)

Der Prophet wird in dem folgenden Vers ermahnt, vielleicht sogar gewarnt.:

“Wahrlich, zu dir [O Muhammad] haben Wir das Buch mit der Wahrheit niedergesandt, auf dass du zwischen den Menschen richten mögest, wie Gott es dir gezeigt hat.  Sei also nicht ein Verfechter der Treulosen.  Und bitte Gott um Vergebung.  Wahrlich, Gott ist Allverzeihend, Barmherzig.  Und setze dich nicht für diejenigen ein, die sich selbst betrügen.  Wahrlich, Gott liebt nicht denjenigen, der ein Betrüger, ein Sünder ist.  Sie möchten sich vor den Menschen verbergen, doch vor Gott können sie sich nicht verborgen halten; und Er ist bei ihnen, wenn sie sich auf verwerfliche Intrigen vorbereiten.  Und Gott ist ihres Tuns kundig.  Ihr habt euch also für sie in diesem irdischen Leben eingesetzt.  Wer aber wird sich für sie vor Gott am Tage der Auferstehung einsetzen?  Oder wer wird ihr Beschützer sein?  Und wer Böses tut oder sich gegen sich selbst vergeht und dann Gott um Vergebung bittet, der findet Gott Allvergebend, Barmherzig.  Und wer eine Sünde begeht, der begeht sie gegen sich selbst; und Gott ist Allwissend, Allweise.  Und wer einen Fehler oder eine Sünde begeht und sie dann einem Unschuldigen zur Last legt, der trägt eine Verleumdung und eine offenkundige Sünde.  Und wäre dir nicht Gottes Huld und Barmherzigkeit zuteil gewesen, so hätte eine Schar von ihnen beschlossen, dich irrezuführen.  Doch zum Irrweg führen sie sich selbst; und dir können sie keinerlei Schaden zufügen, und Gott hat das Buch und die Weisheit auf dich herabgesandt und dich gelehrt, was du nicht wusstest, und Gottes Huld, die Er dir erwiesen hat, ist wahrlich großartig.” (Quran 4:105-113)

Diese Verse erläutern eine Situation, in der ein Mann von den muslimischen Bewohnern Medinas ein Teile von Rüstungen gestohlen und bei dem Eigentum eines jüdischen Nachbarn versteckt hatte.  Als die Besitzer der Rüstungen ihn befragten, leugnete er alles und die Rüstung wurde bei dem jüdischen Mann gefunden.  Der aber wies auf seinen muslimischen Nachbarn und leugnete ebenfalls jede Beteiligung an dem Verbrechen.  Die Leute vom Stamm des Muslim kamen zum Propheten, um für diesen zu plädieren, und der Prophet begann, eine Neigung zu ihnen zu entwickeln, bis die zuvor zitierten Verse offenbart wurden, die den jüdischen Mann von der Anschuldigung befreiten.  All dies geschah trotz der Tatsache, dass der Jude das Prophetentum Muhammads leugnete!  Die Verse wiesen Muhammad an, sich nicht auf die Seite des Betrügers zu stellen!

“…Sei also nicht ein Verfechter der Treulosen.  Und bitte Gott um Vergebung…und wäre dir nicht Gottes Huld und Barmherzigkeit zuteil gewesen, so hätte eine Schar von ihnen beschlossen, dich irrezuführen.”

Wenn Muhammad - Gottes Lob und Friede seien auf ihm - den Quran selbst verfasst hätte und damit ein lügender Betrüger gewesen wäre, hätte er sichergestellt, dass darin nichts enthalten wäre, das das Gewinnen von Anhängern und Unterstützern gefährdet hätte.  In der Tat jedoch korrigiert der Quran bei verschiedenen Gelegenheiten den Propheten, wo er unrichtige Urteile gefällt hatte, und dies ist als Beweis dafür zu werten, dass er nicht von ihm verfasst worden sein kann.  



Footnotes:

[1] ‘Muhammad: His Life Based on the Earliest Sources’ by Martin Lings, S. 34.