Eric Schrody, Ex-Katholik, USA (teil 2 von 2)

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AB: Meine Familie versuchte es.  Ich kann es einfach nicht verstehen.  Aber weißt du was?  Das ist eine Prüfung.  Obwohl ich meinen Namen schon seit 8 Jahren geändert habe, rufen sie mich immer noch mit meinem Geburtsnamen.  So ist das: "Oh, ich habe vergessen, dass du Muslim bist."  Dann kommen diese Schweine-Witze.  Das endet nie.     


E: Eines der Dinge, über die die Menschen lachen, ist das, was sie nicht verstehen.  Oder sie befürchten, sie können es nicht begreifen.  Die Sache ist, niemand kann behaupten, dass sie es nicht verstehen.  Denn mir ist in meinem ganzen Leben nie etwas Einfacheres vorgekommen. 


Ich erinnere mich daran, als ich einmal mit ihnen saß und fragte: "Also, was glaubt ein Muslim?"  und ich ging die Liste durch.  "Ihr werdet nicht die Mauer zwischen Christentum und Judentum aufheben", sagte ich.  Ihre Ansicht war eher: "Es ist sowiso alles die gleiche Geschichte." 


Wenn du schließlich den Qur´an, die Bibel und die Thora liest, die dem Alten Testament ziemlich ähnlich ist, wirst du herausfinden, dass der Qur´an nur eine Bestätigung dessen ist, was in diesen Büchern (der Bibel und der Thora) richtig und falsch ist.  Und dann sagst du zu dir selbst: wie kann das angehen, wenn diese Katzen (die Bücher) alle aus unterschiedlichen Teilen der Welt stammen?"  Aber sie bestätigen jede die Geschichte der anderen.   


Ich lese gerade ein Buch mit dem Titel: Muhammad: Das Leben des Propheten von Karen Armstrong.  Es wurde von einem Nicht-Muslim geschrieben.  Bis jetzt habe ich gerade erst ein Viertel davon durchgelesen; aber es beginnt damit, dir zu erzählen, wie sie ursprünglich versucht haben, Muhammad wie den schlimmsten Mann auf der Welt aussehen zu lassen; dass er den Islam mit dem Schwert verbreitet habe.  Aber dann erfährst du, dass Muhammad nur kämpfte, um den Islam zu verteidigen.  Es ist ein sehr gutes Buch über den Mann.  Es lässt dich einfach wissen, dass er (nur) ein Mann war.  Wir wollen nicht versuchen, dir einzureden, dass er mehr als ein Mann gewesen sei.  Wir sagen als Muslime, dass er der vollkommenste Mann war, der je auf der Erde gewandelt ist.  Und nach dem, was ich gelesen habe, ist er auch der Letzte dieser Art, der kommen wird. 


Wenn du darüber hinwegkommst, vor Farrakhan und dem, was er sagt, Angst zu haben – und hier spreche ich als weiße Person – wenn du über die Unwissenheit hinwegkommst, zu glauben, der Islam hätte irgend etwas mit Leuten zu tun, die nur irgendwelche Sachen in die Luft jagen, das hat überaupt nichts mit Islam zu tun.  Sie mögen es im Namen des Islam tun.  Darüber kann man nicht streiten. 


Wenn ich mit einem Christen über Jesus spreche, dann kann er nicht mit mir streiten.  Und ich meine nicht, streiten, indem man sagt: "Jesus ist nicht Gott."  Ich meine, wie viel mehr Sinn macht es, dass er ein Mann ist?  Wenn ich Christ wäre, was für mich gleichbedeutend ist, mit Christ ähnlich zu sein, und Gott fragt mich: "Hey, wie kommt es, dass du nicht noch mehr wie Jesus warst?"  Dann würde ich sagen: "Ich war nicht noch mehr wie Jesus, weil Du ihn zur Hälfte göttlich gemacht hast (und) ich bin nur ein Mensch."  Das macht keinen Sinn.  


Gott will uns die Dinge nicht schwer machen; Gott will die Dinge so leicht wie möglich machen.  Wenn du bittest, und du bist aufrichtig, dann wird Gott es dir geben.  Er könnte dir ein paar Steine in den Weg legen, um dich stolpern und straucheln zu lassen.  Aber Er wird es dir geben.

 

AB: Erzähl mir, von deinem ersten und deinem zweiten Mal, als du deine Schahada (die Glaubensbezeugung) gesprochen hast.


E: Nun, das erste Mal war gleich nachdem ich die Aufnahme von Warith Deen Muhammad gehört hatte (dem Sohn des Gründers von der Nation of Islam, Elijah Muhammad, der den größten Teil von Nation of Islam zum Hauptstrom der Muslime mitnahm).  Das ließ mich diese ganze Sache mit Jesus klar sehen.  Er erklärte, wir (Muslime) tun den Christen einen großen Gefallen, indem wir Jesus auf die Stufe des Menschen stellen.  Warum sollte Gott einen Menschen erschaffen, der zur Hälfte ein Gott wäre und ihn dann mit uns vergleichen?  Und es zündete geradezu eine Bombe in meinem Kopf.  Also sprach ich die Schahadah.  Und dann war die anfängliche Höhe überwunden. 

Es war fast wie ein Christ, der sagt, dass sie Jesus akzeptieren.  Sie sagen dann: "Egal, was ich tue, ich bin jetzt gerettet."  Denn mit so einer Mentalität bin ich aufgewachsen.  Wie: "OK, ich akzeptiere die Wahrheit, laß´ mich rausgehen und sündigen, - ich bin gerettet." 


Ich behauptete nicht wirklich, Muslim zu sein, auch zu jener Zeit nicht.  Ich pickte und suchte mir heraus, was ich glauben wollte.  Gott gab mir eine Zeit lang einen Spielraum.  Aber es war schließlich an der Zeit, das Seil zu ergreifen oder es zu zerschneiden.  Ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich unzufrieden war, emotional und spirituell.  Ich hatte Geld auf der Bank und ein $100,000 Auto, Frauen zu meiner Linken und meiner Rechten – alles, was du dir vorstellen kannst.  Und dann saß ich einfach nur da, (und fragte mich) "Warum bin ich so unglücklich?"  Letzten Endes sagte die Stimme, die zu dir spricht – nicht die Einflüsterung (Satans) – die Stimme sagte: "Nun, du bist im Grunde so unglücklich, weil du faul lebst und nicht versuchst, etwas dagegen zu tun." 


Meine Halsstarrigkeit zu jener Zeit erlaubte es mir nicht, darüber zu reden.  Du kommst in einen Zustand, wo du denkst: "Ich kann das alles allein herausfinden." 


Aber schließlich wurde ich bescheiden genug, um mit Divine und Abdullah darüber zu reden.  Sie fragten mich: "Wie fühlst du dich?  Was denkst du, was es ist?"  Da saß ich letzten Endes wieder und sprach die Schahada noch einmal.  Zu diesem Zeitpunkt bin ich eine Verpflichtung eingegangen, dass ich mich bemühen werde, mein Bestes zu versuchen.  Ich werde bein Bestes tun, um meine Gebete zu verrichten, lass uns hier beginnen.  Laß uns nicht uns selbst schlagen, weil wir letzte Nacht ausgegangen sind und einen Drink hatten.  Laß uns unsere Gebete verrichten und um die Stärke bitten, mit gewissen Dingen aufzuhören.  Das ist es, womit ich mich immer noch beschäftige. 


Weißt du, wenn du erst einmal über die großen Dinge weggekommen bist, wird es erst richtig kniffelig.  Es kann sein, dass du einen Mann siehst, und noch nicht einmal schlecht über ihn sprichst, aber in deinem Inneren sprichst du schlecht über ihn.  Die leichten sind zu bekämpfen – nun, ich sollte nicht "leicht" sagen – die großen sind leicht zu bemerken.  Es ist dieser kniffelige psychologische Kram, der dir hilft, zu erkennen, wer du wirklich bist.  Du solltest in der Lage sein, der Wahrheit, wer du bist, ins Gesicht zu schauen.  Wenn du nicht in der Lage bist, diese Wahrheit, wer du bist, ins Gesicht zu schauen, dann zerbrichst du, Mann. 


Leute fragen mich: "Bist du Muslim?"  Und ich sage: "Yeah, ich bin Muslim, aber ich bin auch ein professioneller Sünder."  Ich versuche, darüber hinwegzukommen, versuche mich zu entfernen.  Ich würde dich nicht herausfordern und behaupten, ich bin besser als du.  Ich glaube einfach nur, dass mir die Wahrheit gezeigt wurde und ich bin hoffnungsvoll, dass ich gerettet werde.”

Adisa Banjoko ist ein freiberuflicher Schriftsteller in der San Francisco Bay Area.

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