F. Filweas ist ein ehemaliger britischer Marineoffizier

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   F. Filweas ist ein ehemaliger britischer Marineoffizier, der am ersten und zweiten Weltkrieg teilgenommen hat. Er wuchs in einer christlich geprägten Umgebung auf. Nachdem er den Qur`an kennen gelernt und studiert hat, ist er im Jahre 1924 zum Islam übergetreten und hat einige Werke über den Islam geschrieben. Er sagt:

 

„Im Westen gibt es eine gravierende seelische Leere, die kein Prinzip, Dogma oder Glaube erfüllen konnte, damit die

Menschen glücklich leben können. Trotz des finanziellen Reichtums, wirtschaftlichen Luxus, trotz der Erfüllung aller materiellen Wünsche der Völker, spürt der westliche Mensch noch die Bedeutungslosigkeit seines Lebens.“

 

   Und er fragt sich: Warum lebe ich? Wohin gehe ich? Und warum? Niemand bietet ihm die überzeugende Antwort auf diese Fragen. Der Arme hat noch nicht erkannt, dass seine Arznei nur in der rechtschaffenen Religion zu finden ist, die Religion, über die er nur Unklarheiten und Ungewissheiten weiß. Dennoch ist das Licht eingebrochen und der Morgen hat sich gezeigt, da es Gruppen von Europäern gibt, auch wenn sie noch gering sind, die zum Islam übertreten. Der westliche Mensch hat begonnen, Männer und Frauen zu sehen, die mit und nach dem Islam leben. Jeden Tag kommen einige zur rechten Religion. Das ist der Anfang.“

           (Vgl. Emaduddin Khalil: “Sie sagten über den Islam”)

 

 

   Die Seele muss, genauso wie der Körper, ausreichend gesättigt werden. Wenn die Bedürfnisse des Körpers nicht gestillt werden, leidet er unter Krankheiten. Und so ist es auch bezüglich der Seele. Ihre Erkrankung macht sich in Form von Unruhe, Kummer, Unzufriedenheit und Traurigkeitsgefühlen bemerkbar.

 

  Um dies alles zu vermeiden und um die Seele zu schonen, muss man die Seele mit dem Glauben an Allah (I) und Seine Existenz versorgen und sie pflegen, indem man sich stets an die Wiederauferstehung, an den Jüngsten Tag und an die Abrechnung erinnert und davon überzeugt ist, dass dies alles eintreffen wird. Darüber hinaus benötigt die Seele das Verrichten der Gottesdienste, die Allah (I) uns befohlen hat, und die vorzüglichen Charaktereigenschaften, damit sie über den materiellen Angelegenheiten steht. Das ist die Nahrung der Seele, die mit der Überzeugung verbunden ist. Und gerade durch diese Überzeugung bleibt die Seele weit entfernt von all diesen Krankheiten.  Allah (I) sagt:

 

((Es sind) diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Allahs Ruhe finden. Sicherlich, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe!)                                                                                (Qur´an 13:28)

 

   Diese Gefühle empfinden aufrichtige Muslime in der Tat. Sehen Sie, was Ibn Taimiyah (einer der islamischen Gelehrten) sagte, nachdem ihm viel Schaden zugefügt wurde, er aus seinem Heimatland verwiesen wurde, dann in einem Burg-Gefängnis in Damaskus jahrelang gefoltert wurde und er mit dem Tode bedroht wurde, er aber die wahre Glückseligkeit genoss, die nur der fühlt, der in den süßen Genuss des Glaubens gekommen ist: "was meine Feinde mit mir tun, ist mein Paradies und mein Garten in meiner Brust; wenn ich dieses Leben verlasse, so begleiten sie mich. Das Gefängnis ist meine Zurückgezogenheit, mein Tod ist ein Martyrium und meine Ausweisung aus meinem Heimatland ist eine Reise."

 

   Ein Gefangener sagt diese Worte!!!? Ist das nicht ungewöhnlich oder merkwürdig?!! Sehen Sie, was der ehrliche Glaube bewirkt!! Denn er ist in all seinen Zuständen glücklich.

 

   Der Islam bringt jedem, der ihn als Religion annimmt und aufrichtig an ihn glaubt, die seelische Glückseligkeit und Ruhe. Man sieht den Muslim aufgrund seines Glaubens zufrieden und sehr glücklich in allen seinen Lagen, in gesundem oder krankem Zustand, in Reichtum oder Armut, in sicherem oder gefährlichem Zustand.  Allah (I) sagt:

 

(die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: „Wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir zurück.“ Sie sind es, denen Segnungen von ihrem Herrn und Erbarmen zuteil werden,)         (Qur´an 2:156-175)

 

 

Und der Gesandte Allahs  sagte:

Der Gläubige ist zu bewundern, da alles für ihn gut ist. Und niemanden außer einem Gläubigen zeichnet dies aus: Wenn ihm etwas Erfreuliches widerfährt und er (Allah)dafür dankt, so ist das gut für ihn. Wenn er von einer Prüfung heimgesucht wird und sich in Geduld übt, so ist das auch gut für ihn.”          (Überliefert Muslim)

   Denn die Lehren des Islams und seine Befehle, zufrieden zu sein und Geduld zu üben, tragen dazu bei, den Kummer zu vergessen und schaffen Abhilfe, indem die Menschen aus der Verzweiflung in den Bereich des Optimismus und der guten Erwartungen gebracht werden.

In einem Heiligen (Qudsi) Hadith sagt Allah :

„Ich erfülle die guten Erwartungen, die Mein Diener in sich über Mich hat, und Mein Diener erhält das, worum er bittet...“

   Und hier ist ein Punkt, den man erläutern sollte, denn der Islam erlegt seinen Anhängern weder das Mönchtum noch die Abkapselung von diesem Leben auf, vielmehr soll sich der Muslim mit allen nützlichen Bereichen dieses Lebens auseinandersetzen, um die wahre Glückseligkeit zu erlangen.

   Derjenige also, der Macht besitzt, soll seine Macht allein für Allah  gebrauchen und diese Kraft für das Aufrufen zu Seiner Religion und zur Realisierung der wahren Glückseligkeit seiner Mitmenschen aufwenden. Der Gesandte Allahs  sagte:

“Wahrlich, ihr seid alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde: der höchste Imam, der über alle Menschen eingesetzt worden ist, ist ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und der Mann ist für die Leute in seinem Haushalt ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und die Frau ist für die Leute des Haushalts ihres Mannes und für seine Kinder eine Hirtin, und sie ist verantwortlich für sie. Und der Diener eines anderen ist ein Hirte in Bezug auf den Besitz seines Herrn, und er ist verantwortlich für dessen Besitz. Wahrlich, ihr seid dann alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde.”       (Überliefert von Buchari)

   Auch derjenige, der einer hohen Position innehat und Vermögen besitzt, soll dies für Allah , für den Aufruf und zur Verbreitung Seiner Religion (Diin) und zur Minderung der Sorgen seiner muslimischen Geschwister verwenden und ausgeben. Allah sagt:

(Wer (in) eine(r) gute(n Sache) Fürsprache einlegt, für den wird es einen Anteil daran geben, und wer (in) eine schlechte(n Sache) Fürsprache einlegt, für den wird es ein gleiches davon geben. Und Allah ist zu allem Fähig.)            (Qur´an 4:85)

 

   Das Vermögen soll also für die Sache Allahs ausgegeben werden, im Dienste der Glaubensgeschwister und ihrer Bedürfnisse. Denn die Glückseligkeit des Vermögens besteht nicht darin, dass man es anhäuft, sondern ausgibt. Allah  sagt:

(und die ein festgesetztes Recht an ihrem Besitz (zugestehen) dem Bettler und dem Unbemittelten)                                                       (Qur´an 70:24-25)

 

Und der Gesandte Allahs  sagte:

“Der Sohn Adams spricht: Mein Besitz, mein Besitz! Was kannst du denn besitzen, oh du Sohn Adams, außer einer Mahlzeit, die verschwindet, einem Kleidungsstück, das du abtragen könntest oder der Sadaqah (Almosen), die du entrichtet hast?”      (Überliefert von Muslim)

   Dies ist der Gesandte Allahs! Ein Vorbild für alle Muslime, die es zur Pflicht haben, seine Lebensweise als Beispiel zu nehmen und umzusetzen. Und von Abu Dharr  wird berichtet:

“Eines Tages begleitete ich den Gesandten Allahs auf der schwarzen Felsenebene von Medina, als wir vor dem Berg Uhud ankamen. Er rief mich: “O Abu Dharr!” Ich antwortete: “Hier bin ich dir zu Diensten, o Gesandter Allahs . Er sagte: “Wenn ich Gold im Gewicht des Uhud hätte, würde es mich nicht erfreuen, wenn ich nach Ablauf von drei Tagen mehr als einen einzigen Dinar davon behielte, den ich zur Rückzahlung einer Schuld benötigte. Ich würde alles unter den Dienern Allahs verteilen, so und so und so, nach rechts und links und nach hinten.”   (Sahih Al-Buchari)

 

   Die Lebensweise, die der Islam seinen Anhängern vorschreibt, ist eine göttliche  Leitung, durch welche die wahre Glückseligkeit auf kurze und lange Sicht verwirklicht wird. Es sind Anweisungen in Form von Geboten und Verboten, durch die die Freiheit der Menschen nicht eingeschränkt wird, sondern seine Glückseligkeit gewährt wird. Dafür muss der Mensch wissen, welche Stellung er in diesem Universum hat und in welchem Verhältnis er zu dieser Welt steht. Denn diese Verbote und Gebote nutzen dem Menschen in der Gegenwart und in der Zukunft. Deshalb werden wir diese göttlichen Anweisungen unter die Lupe nehmen und dem, der selbst sehen möchte, ob sie von Nutzen sind oder nicht, beweisen, dass sie von Vorteil sind. Beispiel:

 

  • Zins(geschäfte). Allah  sagt:

(O die ihr glaubt, fürchtet Allah und lasst das sein, was an Zins(geschäften) noch übrig ist, wenn ihr gläubig seid.)            (Qur´an 2:278)

 

   Es ist kein Geheimnis, dass Zins(geschäfte) eine Ausnutzung der Not und der Leistung von armen Menschen bedeuten, so dass die Reichen die Gelder und das Vermögen der Armen ohne wirkliche Gegenleistung beanspruchen. Fremde Gelder und Vermögen sind aber überaus geheiligt, d.h. sie müssen unantastbar bleiben. Die Verbreitung der Wucherei führt auch dazu, dass gütige Wohltaten verschwinden und dass die Gelder sich in den Händen einer bestimmten Gruppe von Menschen anhäufen. Deswegen hat der Islam jegliche Art von Wucherei verboten. Auch viele Nicht-Muslime haben begonnen, davor zu warnen.

 

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