Jonathan Beale, Ex-Katholik, UK (teil 2 von 2)

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Ich musste mit meiner Familie in Verbindung bleiben, aber meine Heimatstadt war so etwas wie ein Kriegsgebiet.  Da entschloss ich mich, wenn sie mich sehen wollten, dann konnten sie mich besuchen kommen.  Ich ging zum Kollege und begann meine A Levels.  Ich hing hinter allen zurück, denn sie kamen gerade von der Schule, aber meine GCSEs gestatteten mir, trotzdem teilzunehmen.  Ich benötigte drei Jahre, um einen zwei-Jahres-Kurs zu beenden, aber ich musste auch arbeiten und für mich selbst sorgen und lernen, wie ein normaler Mensch zu leben, zu kochen und sauber zu machen.  Ich erfuhr ebenfalls, dass ich eine Liebe für Schach besaß und dass Bobby Fischer mein Held war.  Die anderen Studenten waren noch zuhause bei ihren Eltern, also hatte ich zusätzliche Dinge, um die ich mich kümmern musste, aber das Leben war ziemlich gut.  Ich fing an, wieder zur Kirche zu gehen, aber nicht regelmäßig.  Mein Pastor, Friar Kevin, war ein großartiger Mann, und ich hatte eine Menge Respekt vor ihm, doch wenn ich betete, konnte ich nur fühlen, dass ich zu Gott betete, nicht zu Jesus.  Ich fühlte nicht, dass Jesus mich hören konnte oder dass er hier auf der Erde sei, obwohl ich einen großen Respekt für ihn besaß. 

Ich hasste den Islam, den ich betrachtete Muslime als “Feinde”, so wie es die meisten Engländer tun, die ich kenne.  Ich hatte Muslime getroffen, und sie waren nett gewesen, aber ich dachte, dass Terrorismus schlecht sei und unsere Soldaten seien Helden, die versuchten, die Welt zu retten. 

Ich hatte meinen Eltern für die Probleme, die sie mir bereitet hatten, vergeben, und mein Vater hatte sein Leben ebenfalls verändert.  Sieben Jahre lang hatte er in den Straßen von London gelebt, bis er untergebracht wurde, anfing, sich um sich selbst zu kümmern und die Drogen aufzugeben.  Er nahm mich mit nach Marokko, wo ich schnell herausfand, dass Muslime unglaublich nette Menschen sind.  Mein ganzes Leben wurde auf den Kopf gestellt.  Ich verliebte mich sofort in den Islam.    

Die meisten Menschen denken, ein paar Hassprediger hätten mich zum Muslim “gemacht”, aber die Wahrheit ist, dass ich derjenige gewesen bin, der all die Fragen gestellt hat.  Es waren nur nette Leute gewesen, die sich um mich gekümmert haben.  Ich kam nach Hause und interessierte mich immer mehr.  Ich war in die Vorstellung von Gott im Christentum verliebt gewesen, aber ich hatte nie das Verlangen gehabt, über die Religion zu lernen oder zu hören. 

Ich stimmte dem zu, dass Schwangerschaftsabbrüche falsch waren, wie Friar Kevin überzeugend argumentiert hatte, aber es gelang mir nicht, alle Bibelgeschichten zu hören.  Manchmal saß ich und begann in der Bibel zu lesen.  Ich las stundenlang, aber ich konnte nicht besonders gut in die Kultur eindringen.  Aber der Islam schien perfekt zu sein.  Das Verbot des Alkohol war einleuchtend und meine frühe Jugend ist ein Beweis dafür, der Fluch meiner Jugend wurde “haram” (verboten) genannt.    

Familienwerte, etwas, das meinem frühen Leben gefehlt hatte, wurden unglaublich betont. Ich fühlte, dass der Islam alle die Antworten gab.  Wie sonst konnte der Qur´an, als er vor mehr als 1400 Jahren offenbart wurde, alle die Probleme meines Lebens beantworten? 

Ich las alles über den Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, und ich empfand großen Respekt für ihm.  Ich wollte seinen Fußspuren folgen.  Die christlichen Lehren hatten es verfehlt, mich zu fesseln, aber beim Islam hing ich an jedem Wort. 

Ich fing an, über alle Propheten Allahs zu lernen, möge Gottes Frieden mit ihnen allen sein, und ich begann sogar, auf meine Bibel zurückzugreifen, um mehr von den erstaunlichen Geschichten der Propheten zu erfahren, die ich als Christ so sehr vernachlässigt hatte.  Unglaublich, dass ich das nicht eher gelesen hatte!    

Ich suchte in meiner Umgebung nach Muslimen und fand einige.  Es waren sehr nette Menschen, und es war die einzige muslimischen Welt, mit der ich Verbindung aufnehmen konnte, daher fing ich an, mich mit ihnen zu treffen.  Ich reiste auch in andere Länder und auf Zypern nahm ich den Islam an und gab mir den Namen Dawud.  Nachdem ich wieder zuhause war, war ich noch immer hungrig nach Information über den Islam und ich kaufte ein Exemplar von der Übersetzung der ungefähren Bedeutung des Qur´an in Englisch, das auch eine Transliteration des arabischen Textes enthielt.  Ich fing an, zweimal täglich zu beten.  Ich kannte die Worte nicht, also machte ich die Bewegungen und nach dem Beten las ich ein bisschen vom Qur´an.

Dann fing ich an, jeden Tag ein wenig von der Fatiha, dem eröffnenden Kapitel den Qur´an auswendig zu lernen.  Es dauerte eine Woche, bis ich das Englische und Arabische gelernt hatte, denn ich fühlte, dass man wissen sollte, was man betet.  Dann lernte ich das Kapitel von Ihklas.

Der gesegnete Monat Ramadhan kam und jede Nacht beteten wir Tarawih (das Nachtgebet) und brachen gemeinsam unser Fasten; das Essen war erstaunlich!  Es waren hauptsächlich weiße Konvertierte und ein paar Inder, Malaien und verschiedene andere Muslime. 

Ich war so glücklich mit meiner Religion, dass ich immer wenn ich jemanden in dem Laden sah, in dem ich arbeitete, der irgendwie asiatisch aussah, ihn begrüßte mit: “As-salam Alaikum”; in der Hoffnung, dass er Muslim sei. 

Natürlich hätte es schlimm enden können, wenn es kein Muslim gewesen wäre, aber das kam nie vor, und eine Dame aus Bangladesch stoppte und grüßte zurück.  Am nächsten Tag kam sie mit ihrer Familie und brachte etwas zu essen zum Fastenbrechen mit und bot mir an, zu kommen und arabisch lesen und richtig beten zu lernen.

Jetzt bin ich fast fertig mit dem Kollege.  Ich arbeite immer noch daran, ein besserer Muslim zu werden.  In meiner Gegend gibt es nicht viele Muslime, aber die Dame aus Bangladesch hat mir wirklich viel gebracht und nun kann ich alleine beten, und ich bin fast in der Lage, den Qur´an auf arabisch zu lesen, und ich habe meine Karrierepläne geändert. 

Jetzt hoffe ich, zu einer muslimischen Gemeinschaft zu gehen und Islamische Studien und Arabisch zu lernen, Teil einer Gemeinschaft zu sein und eine muslimische Familie zu haben.  Vorher wollte ich IT (Informatik) studieren, aber nun regiert der Islam mein Leben.  Jeden Tag stehe ich auf, um Allah zu dienen und mich mehr und mehr von unerlaubten Dingen zu befreien und einen aufrichtigen Versuch zu machen, dem Vorbild des Propheten Muhammad zu folgen und im allgemeinen, meine Religion zu erlernen. 

Ich fühle mich sehr glücklich. Meine Freunde und Familie waren alle anfangs überrascht, aber sie haben es alle nach und nach akzeptiert und ich lehne jeden ab, der mich für meine religiösen Vorstellungen unterdrückt, denn es ist mein Recht als Mensch, an Allah zu glauben und diesen Glauben mit meinen muslimischen Brüdern und Schwestern zu zelebrieren.

Es gibt vor uns noch viele Hürden.  Ich muss eine nette muslimische Frau zum Heiraten finden, überlegen, wie ich für sie und eine Familie sorgen kann, wenn ich Islam und nicht IT studiere; es ist eine gute Art, Allah zu zeigen, dass ich auf Ihn vertraue.

Es gibt noch viel zu lernen und mein Lehrer sagt mir, dass ich immer noch ein ´Baby´ im Islam bin, aber, wenn Gott will, werde ich ´alles´ für den Islam geben.  Ich hoffe auch, anderen Muslimen in Britannien zu helfen und der muslimischen Nation alles zurückzugeben, was sie an guten Dingen für mich getan hat.

Niemals werde ich in der Lage sein, die Schuld zurückzuzahlen, die ich dem Islam schulde, denn ich habe wirklich etwas Wundervolles entdeckt und er hat so viele Dinge für mich getan.  Das letzte war, dass ich Schulden in der Höhe von £ 9000 beglichen hatte und jetzt spare ich, weil Muslime keine Zinsen zahlen dürfen, daher habe ich meine Kreditkarten und Darlehen gelöscht.  Eine weitere erstaunliche Botschaft, die im Qur´an ziemlich deutlich ist, ist dass die Unruhen in der Gesellschaft ganz einfach durch das Zurückkehren auf den Weg Gottes gelöst werden können.  

Der Islam gibt mir so viel und alles Gute kann nur von Gott kommen.  Ich bin dankbar, dass Allah mir als Jugendlichem so viele Prüfungen in den Weg gestellt hat, denn die hat mich Ihm näher gebracht, und ich bereue wirklich alle meine Sünden, möge Allah mir meine Schwäche vergeben und mich zu einer besseren Person machen, wenn Allah will.

Möge Allah alle unsere Brüder und Schwestern segnen, die auf der Welt leiden; von Bosnien bis Palästina, Somalia bis Afghanistan, möge Allah ihnen Trost spenden, egal womit sie geprüft werden.  Danke für das Lesen und ich werde euch alle in meine Gebete mit einschließen.

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