Kapitel 52, At-Tur (Berg von Tur) (teil 3 von 3)

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Wenn sie Gott leugnen, wie haben sie sich dann selbst geschaffen?

"Oder (wenn sie sich weigern, an Gott zu glauben, Der sie erschuf) sind sie wohl durch nichts erschaffen worden, oder (sind sie dem Missverständnis erlegen) sind sie gar selbst die Schöpfer?" (Quran 52:35)

Das prächtige Universum gibt ihnen einen Anlass zum Nachdenken:

"Oder (wenn sie sagen, Gott hat nicht alles geschaffen) schufen sie die Himmel und die Erde (selbst)? Nein, aber sie haben keine Gewissheit (und keinen Glauben an die Tatsache, dass Gott der einzige Schöpfer ist, und Der Eine, Der anzubeten ist)." (Quran 52:36)

Sie denken, sie besäßen die Kontrolle über die Welt.  Dann müssen sie also Gottes Gunst ausschütten! 

"Oder haben sie die Schätze (die Gaben) deines Herrn zu eigen (unter ihrer Kontrolle), oder (wenn sie nicht die vollständige Kontrolle darüber haben) sind sie die Herrschenden (die Gottes Gaben verteilen, wie sie wollen)?" (Quran 52:37)

Wie die Ungläubigen nichts über die Verteilung von Gottes Gaben zu sagen haben, haben sie auch nichts darüber zu sagen, wen Gott dazu auserwählt, Sein Prophet zu sein und Seine Botschaft zu überbringen.  Also gibt es keinen Grund dafür, einen Propheten abzulehnen, nur weil er an einem Ort und zu einer Zeit geboren wurde, die weit von uns entfernt sind.

Haben sie Zutritt zum Himmel, oder von woher erhalten sie Beweise für ihre Theorien?

"Oder haben sie (die Ungläubigen) eine Leiter (die in die Himmel reicht), auf der sie (einer göttlichen Offenbarung, die es ihnen erlaubt, ungläubig zu sein,)  lauschen können? Dann (wenn sie einige Offenbarungen gehört haben, die ihre Ansprüche begründen,) möge ihr Lauscher einen deutlichen Beweis beibringen (um ihren Unglauben zu legitimieren).  Oder (sagt ihr Götzendiener) Er hat wohl die Töchter für Sich (denn ihr behauptet, die Engel seien die Töchter Gottes), und habt ihr die Söhne (exklusiv für euch, weil ihr es liebt, Söhne zu haben)?" (Quran 52:38-39)


Einige Menschen vermeiden diese Erinnerungen, als würde von ihnen verlangt, dafür zu bezahlen, der Wahrheit zuzuhören.  Aber der wahrhaftige Aufrufer zum Glauben, wie ein Prophet, wird niemals etwas im Gegenzug verlangen:


"Oder (lehnen die Götzendiener den Glauben ab, weil) du (o Muhammad) einen Lohn von ihnen verlangst, so dass (sie sich wegen dieses Lohnes fühlen, als wären) sie mit einer Schuldenlast beladen (und das macht es ihnen schwer, deine Botschaft zu akzeptieren)?  Oder (lehnen sie den Glauben ab, weil sie) Kenntnis von dem Verborgenen besitzen, so dass sie (es) niederschreiben (um sicher zu sein, dass es weitergeht)? (Tatsache ist, dass weder die Ungläubigen noch die Götzendiener etwas Konkretes haben, das ihre Ansichten und Taten untermauert)   Oder beabsichtigen sie, eine List (gegen den Propheten Muhammad) anzuwenden (auf deren Durchführung sie warten)? Die Ungläubigen sind es, die überlistet werden (wenn Gott sie bestraft)." (Quran 52:40-42)


Die Wahrheit ist, dass alle Leugner Gottes und Seines Propheten etwas anderes in ihren Herzen haben, von dem sie in ihren Bedürfnissen abhängig sind. Das könnte Jesus, ein Götze, ein Grab, Reichtum, Macht oder irgendetwas anderes sein, von dem sie annehmen, dass es sie versorgt und schützt.


"Oder (lehnen sie den Glauben ab, weil) sie einen (anderen) Gott statt Allah haben? Hoch Erhaben ist Gott über all das, was sie (Ihm) beigesellen (keiner außer Ihm kann angebetet werden)." (Quran 52:43)


Ihr irrtümlicher Glaube und ihre Hartnäckigkeit, die Wahrheit zu akzeptieren, lässt sie alles aus einer verdrehten Sicht sehen.  Daher sagt Gott, dass selbst wenn sie ein Zeichen für die Strafe über sich kommen sehen, werden sie es als Produkt der physikalischen Gesetze des Universums verwerfen, ohne auch nur einen Gedanken an den Einen zu verschwenden, der sowohl diese Gesetze als auch das Universum gemacht hat.


„(Die Ungläubigen sind so hartnäckig, dass wenn sie) ein Stück vom Himmel niederfallen sehen würden (als Strafe für sie, dann) würden sie sagen: "(Das ist nur) ein Haufen Wolken." (Quran 52:44)


Nach all den Anstrengungen, das Missverständnis aus den Köpfen dieser Menschen auszuräumen, und sie ernsthaft auf den Weg Gottes zu rufen, ist das letzte, was man tun kann, sie zu ignorieren:


"(Also ist es das beste) sie allein zu lassen (ohne ständig zu predigen), bis sie ihrem Tag (des Gerichts) begegnen, an dem sie vom Blitzschlag getroffen werden (nachdem sie den Engel in das Horn blasen gehört haben)." (Quran 52:45)


Wir sollten mit aller Aufrichtigkeit unser bestes versuchen, die Menschen auf den richtigen Weg zu rufen.  Doch nach einer gewissen Zeit, wenn wir davon überzeugt sind, dass wir alles getan haben, das wir können, sollten wir sie ignorieren.  Manchmal leugnen solche Menschen nicht nur die Botschaft, sondern sie bringen schwache Missverständnisse hervor, um unsere Zeit in Anspruch zu nehmen; solche Leute sollten wir meiden.  Gott sagt:


"Dem Tag (des Gerichts), an dem ihnen ihre List nicht im geringsten nützt, noch wird ihnen (gegen die Strafe Gottes) geholfen werden.  Und für jene, die freveln, ist wahrlich (noch) eine Strafe außer dieser (in dieser Welt bestimmt, abgesehen von der Strafe im Jenseits).  Jedoch die meisten von ihnen (den Ungläubigen) wissen es nicht." (Quran 52:46-47)


Das, was man in allen diesen Situationen tun muss, ist geduldig sein, so, wie Gott den Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden sei mit ihm, getröstet hat:


"(O Muhammad,) So sei denn geduldig mit dem Befehl deines Herrn (den Ungläubigen Aufschub bis zur festgelegten Zeit ihrer Strafe zu gewähren); denn du stehst unter Unserem Schutz (und hast von ihnen nichts zu befürchten); und lobpreise deinen Herrn, wenn du aufstehst (von Schlaf und im Gebet stehst). Und preise Ihn auch während eines Teils der Nacht (im Nachtgebet von Tahajjud) und beim Weichen der Sterne (am frühen Morgen)." (Quran 52:48-49)


Gott ist unglaublich freundlich zu uns!  Er will, dass wir das gefährlichste, das in unsere Herzen kriechen und unsere ernsthaften Absichten zerstören kann, vermeiden: Selbst-Bewunderung.  Wenn wir uns zu viel mit Menschen umgeben, die nicht dem rechten Weg folgen, werden wir natürlich Mitleid mit ihnen empfinden, aber zuweilen werden wir uns ihnen überlegen fühlen.  Aus diesem Grund erinnert uns Gott daran, dass es nur ein Mittel gibt, um dieses Gefühl zu vermeiden: Gott zu allen Zeiten zu lobpreisen.  Dann werden wir immer wachsam und uns bewusst sein, dass es Gott Allein ist, der der Allerhöchste und frei von jeglichen Mängeln ist.  Wohingegen wir als menschliche Wesen uns nie selbst für frei von der Bestrafung erklären können, bis Gott uns aus Seiner Gnade heraus am Tag des Gerichts davor bewahrt.

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