Linda Delgado, Ex-Christin, USA

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Beschreibung: Wie eine amerikanische Polizistin zum Islam kam. 

Ungefähr vor fünf Jahren war ich 52Jahre alt und Christin.  Ich war kein Mitglied irgendeiner Kirche, aber mein Leben lang hatte ich nach der Wahrheit gesucht.  Ich war bei vielen Kirchen gewesen und ihre Lehrern studiert.  Alle hatten Mängel, und ich erkannte, dass keine die Wahrheit über Allah besaß.  Seit ich neun Jahre alt gewesen bin, habe an jedem Tag meines Lebens in der Bibel gelesen.  Ich kann dir nicht sagen, wie oft ich in den vielen Jahren nach der Wahrheit gesucht habe. 

Während der vielen Jahre meiner Suche nach der Wahrheit habe ich zahlreiche religiöse Ansichten studiert.  Über ein Jahr lang habe ich zweimal wöchentlich mit einem katholischen Priester studiert, aber ich konnte die katholischen Sichtweisen nicht akzeptieren.  Ein weiteres Jahr habe ich damit verbracht, mit den Zeugen Jehovas zu studieren, und ich habe ihre Ansichten nicht angenommen.  Fast zwei Jahre habe ich mit den LDS (Latter-Day Saints, d.h. den Mormonen) verbracht und immer noch nicht die Wahrheit gefunden.  Ich hatte einen jüdischen Freund, und wir hatten zahlreiche Diskussionen über jüdische Glaubensansichten.  Ich ging zu vielen protestantischen Kirchen, zu einigen monatelang, und versuchte, Antworten auf meine Fragen zu finden.

Mein Herz sagte mir, Jesus ist nicht Gott, sondern ein Prophet.  Mein Herz sagte mir, Adam und Eva waren für ihre Sünde verantwortlich, nicht ich.  Mein Herz sagte mir, ich sollte nur Gott anbeten, keinen anderen.  Mein Verstand sagte mir, dass ich sowohl für meine guten als auch meine schlechten Taten verantwortlich war, und dass Gott nie die Gestalt eines Menschen annehmen würde, um mir zu sagen, dass ich nicht verantwortlich sei.  Er hatte nicht das Bedürfnis als Mensch zu leben und zu sterben; schließlich ist Er Gott. 

Da war ich nun, voller Fragen und betete zu Gott um Hilfe.  Ich hatte wirklich Angst davor, zu sterben und nicht die Wahrheit zu kennen.  Ich betete und betete.  Ich erhielt von Priestern und Pfarrern Antworten wie: “Dies ist ein Mysterium.”   Ich fühlte, dass Gott wollte, dass die Menschen in den Himmel kommen, da würde Er kein Geheimnis daraus machen, wie man dort hin gelangt; wie man sein Leben entsprechend führt; und wie man Ihn versteht.  Ich wusste in meinem Herzen, dass all das, was ich hörte, nicht wahr war. 

Ich lebe in Arizona, USA und im Alter von 52 hatte ich immer noch nicht mit einem Muslim gesprochen.  Ich hatte, wie viele Westler, in den Medien reichlich über den Islam als fanatische Religion von Terroristen gelesen, daher habe ich niemals irgend ein Buch oder Informationen über den Islam erforscht.  Ich wusste nichts über diese Religion.

Meine Entdeckung

Vor etwa vier Jahren ging ich nach 24 Jahren als Polizistin in Rente.  Mein Ehemann ist ebenfalls Polizist in Ruhestand.  Das Jahr vor meiner Rente war ich immer noch Polizeiwachtmeisterin / Supervisor.  Polizisten haben weltweit einen gemeinsamen Bund, den wir eine Strafverfolgungs- Bruder-Schwesternschaft nennen.  Wir helfen einander immer, egal zu welchem Polizeidepartment oder Land einer gehört. 

In jenem Jahr erhielt ich ein Flugblatt, das um Hilfe für eine Gruppe saudi- arabischer Polizisten bat, die in die Vereinigten Staaten gekommen waren, um englisch an der örtlichen Universität zu lernen und an einer Polizeiakademie in der Stadt, in der ich lebte, teilzunehmen.  Die saudischen Polizisten suchten nach Unterkünften, wo sie in Gastfamilien leben können, um die Sitten und Gebräuche in der US zu lernen und um die englische Sprache, die sie lernten, üben zu können. 

Mein Sohn ist alleinerziehend.  Wir hatten ihm dabei geholfen, ein Haus neben unserem zu finden, damit wir ihm bei der Erziehung seiner Tochter behilflich sein können.  Ich sprach mit meinem Ehemann und wir entschieden, dass es gut wäre, diesen Polizisten zu helfen.  Es wäre für unsere Enkeltochter eine gute Gelegenheit, etwas über Menschen aus  einem anderen Land zu erfahren.  Mir wurde gesagt, dass die jungen Männer Muslime waren, und ich war sehr neugierig. 

Ein Dolmetscher der Arizona State University brachte einen jungen Mann namens Abdul um uns zu treffen.  Er konnte kein Englisch sprechen.  Wir zeigten ihm Schlafzimmer und Badezimmer, die seine wären, wenn er bei uns blieb.  Ich mochte Abdul sofort.  Seine respektvolle und freundlichen Art hatte mein Herz erobert! 

Dann wurde Fahd zu uns nach Hause gebracht.  Er war jünger und scheuer, aber ein wunderbarer junger Mann.  Ich wurde ihr Tutor, und wir führten viele Diskussionen über die Arbeit der Polizei in den USA, Saudi Arabien, den Islam usw.  Ich beobachtete, wie sie einander halfen, und auch die anderen 16 Polizisten, die in die USA gekommen waren, um englisch zu lernen.  Während des Jahres, das sie hier verbracht haben, habe ich Fahd und Abdul respektieren und bewundern gelernt, denn sie haben sich von der amerikanischen Kultur nicht beeinflussen lassen.  Sie gingen freitags zur Moschee, sagten ihre Gebete, egal wie müde sie waren, und sie waren immer vorsichtig mit dem, was sie aßen usw.  Sie zeigten mir, wie man manche traditionelle saudische Gerichte kocht, und sie nahmen mich mit zu arabischen Märkten und Restaurants.  Sie waren sehr freundlich zu meiner Enkeltochter.  Sie überschütteten sie mit Geschenken, Scherzen und Freundschaft. 

Sie behandelten meinen Ehemann und mich mit viel Respekt.  Jeden Tag riefen sie an, um zu fragen, ob ich sie brauchte, um zum Markt zu fahren, bevor sie mit ihren saudischen Kollegen studieren gingen.  Ich zeigte ihnen, wie man den Computer benutzt, und ich orderte arabische Papiere online und begann in Internet mehr zu suchen, um über sie, über ihre Bräuche und ihre Religion zu lernen.  Ich wollte nichts tun, das sie kränken könnte.   

Eines Tages fragte ich sie, ob sie einen zusätzlichen Qur´an haben.  Ich wollte lesen, was er zu sagen hatte.  Sie wandten sich an ihre Botschaft in Washington DC, und sie schickten mir einen englischen Qur´an, Kassetten und andere Broschüren.  Auf mein Verlangen hin fingen wir an, über den Islam zu diskutieren (sie mussten englisch sprechen und dies sollte der Mittelpunkt unserer Nachhilfe-Sitzungen sein).  Ich fing langsam an, diese jungen Männer zu lieben, und sie erzählten mir, dass ich die erste nicht-muslimische Frau sei, der sie den Islam beibrachten!  Nach einem Jahr hatten sie ihre Studien und das Training an der Polizeiakademie vervollständigt.  Ich war in der Lage, ihnen bei ihren polizeilichen Studien zu helfen, denn ich war ein Polizeiausbilder in meiner Karriere als Polizistin gewesen.  Ich lud viele ihrer Mit-Polizisten zu unserem Haus ein, um ihnen mit ihren Universitätsprojekten zu helfen und um englisch mit ihnen zu üben.  Ein Bruder hatte seine Frau in die USA mitgebracht und ich wurde zu ihnen eingeladen.  Sie waren sehr dankbar, und ich konnte mit seiner Frau über die muslimische Kleidung, Gebetswaschungen und ähnliche Dinge reden. 

Eine Woche bevor meine “Pflegesöhne” nach Saudi Arabien zurückehrten, plante ich ein Familienessen mit allen ihren traditionellen Lieblingsessen (ich hatte einige davon gekauft, denn ich wusste nicht, wie man alles kocht).  Ich kaufte ein Hijab und eine Abaya (ein langes islamisches Gewand).  Ich wollte, dass sie heimkehren und sich an mich als angemessen bekleidete muslimische Schwester erinnern.  Bevor wir aßen, sagte ich die Schahada (das öffentliche Glaubensbekenntnis).  Die Jungen schrien und lachten, und es war so anders.  Ich glaube in meinem Herzen, dass Allah die Jungs als Antwort auf meine jahrelangen Gebete geschickt hat.  Ich glaube, Er hat mich auserwählt, die Wahrheit durch das Licht des Islam zu sehen.  Ich glaube, Allah sandte den Islam zu mir nach Hause.  Ich lobpreise ihn für Seine Gnade, Liebe und Freundlichkeit mir gegenüber.

Meine Reise zum Islam

Meine saudischen Jungs kehrten ungefähr eine Woche nach meiner Konvertierung in Heimatland zurück.  Ich vermisste sie sehr, aber ich war auch sehr glücklich.  Ich trat fast gleich nach meiner Konvertierung der örtlichen Moschee als Mitglied bei und registrierte mich als Muslim.  Ich wurde herzlich von meiner neuen muslimischen Gemeinde aufgenommen.  Ich dachte, alle Muslime wären wie die saudischen Jungs und die anderen saudischen Polizisten, die ich getroffen hatte und mit denen ich im vorigen Jahr soviel Zeit verbracht hatte.

Meine Familie war immer noch in einem Schockzustand!  Sie dachten, ich würde eine Zeit lang diese neue Religion verfolgen, missmutig werden und dann zu einer anderen Religion übergehen, wie ich es mein ganzes Leben als Erwachsener getan hatte.  Sie waren überrascht über die Veränderungen, die ich meinem alltäglichen Leben zu machen begann.  Mein Ehemann ist ein kongenialer Mann, als ich ihm sagte, dass wir in Zukunft halal Lebensmittel essen und dass wir haram (verbotene) Lebensmittel vermeiden werden, sagte er:“Okay!“

Meine nächste Veränderung war die Entfernung von Bildern von Menschen und Tieren aus den Räumen des Hauses.  Eines Tages kam mein Ehemann von der Arbeit und fand mich, wie ich Familienfotos, die zuvor die Wände unseres Hauses geziert hatten, in große hübsch-gebundene Fotoalben ordnete.  Er betrachtete mich, machte aber keinen Kommentar. 

Dann schrieb ich einen Brief an meine nicht-muslimische Familie, in dem ich ihnen meine Konvertierung mitteilte und wie sie unsere familiären Beziehungen verändern würde und wie nicht.  Ich erklärte einige Grundlagen des Islams.  Dennoch behielt meine Familie ihre eigene Entscheidung, und ich lernte weiter das Gebet und Qur´an zu lesen.  Ich wurde bei Schwesterngruppen im Internet aktiv und dies vereinfachte das Lernen meines neuen Glaubens.

 

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