“Mi”, Ex-Christin, USA (teil 2 von 3)

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Ein paar Monate vergingen, und ich fühlte mich immer noch schlecht.  Ich traf eine Cousine, die mir eine Therapeutin empfahl, die später eine starke depressive Störung und Aufmerksamkeitsstörungen diagnostizierte.  Sie verschrieb mir Medikamente und eine Gesprächstherapie, die mir mit meiner Laune sehr viel half.  Als mehr Zeit verging, war ich bereit, zur Kirche zurückzukehren, wieder in die Ministertrainingsklasse zu gehen und zu vervollständigen, was ich begonnen hatte.  Allerdings hatten sie in den fünf Jahren, in denen ich nicht da war, das Programm rekonstruiert.  Ein zweiter Minister war im Dienst.  Ich näherte mich dem zweiten Minister, um zu fragen, ob ich in die Klasse wieder eintreten dürfte.   Er sagte mir, da gäbe es einige andere Dinge, die ich zuvor tun müsse.  In diesem Augenblick hatte ich eine Rückblende auf die Zeit, als ich in der Schule gewesen war und das Ministertraining hier begann, da war mir exakt dieselbe Antwort gegeben worden.  Niemals hat jemand erwähnt, was dieser „andere Stoff" war.  Ich wartete…und wartete doch niemand informierte mich von irgend etwas.  Verschiedene meiner Freunde hatten das Programm begonnen, als ich wieder in der Stadt war, was mich verwirrte.    


Ich machte mehr Gebete, dachte vielleicht hörte ich Gott nicht richtig.  Möglicherweise war mein Wunsch, Minister zu werden, nicht der offensichtlichste.  Daher ging ich treu zur Kirche, obwohl mein Glaube ein wenig zu wanken anfing.  Es gab Interesse an einem Tanzministerium und als ich von der Schule nach Hause kam, nachdem es eingerichtet worden war, habe ich mich „beworben" um dort beizutreten.  Ich liebte es!  Ich fühlte, dass meine Bewegung mit Gott kommunizierte, was ich nicht sagen konnte.  Es war eine Art, eine Botschaft von der Erlösung durch den Tanz zu kommunizieren.  Im Prinzip ist es nie anziehend oder göttlich, arrogant oder stolz zu sein, aber ich war talentiert, dafür dass ich kein Training gehabt hatte.  Die Leute bemerkten, wie gesegnet sie waren, dass sie mich haben tanzen sehen.  Die passendste Antwort war immer "Gepriesen sei Gott" gewesen.  Dies musste der Dienst sein, über den Gott sprach. Ich liebte es, die Leute sprachen darauf an, die Teamkollegen waren nicht boshaft und lästerten nur selten.  Perfekt.  Doch an einem Sonntag , als ich aufmerksam der Predigt zuhörte, hatte ich diese Frage über das Wesen Gottes, die Taten von Adam und Eva und den Grund.  Es klebte an mir in der Arbeitswoche.  Ich fing an, diese Art der Fragen zu erforschen, aber es störte mich furchtbar.  Denn wenn Gott allwissend war und wusste, dass wir sündigen werden, warum hat Er dann den Baum dorthin gestellt, um uns in Versuchung zu führen, und bei Seinem Wesen prüft Er die Menschen nicht: Er erlaubt es.  Und wenn wir sagen, es war der Göttliche Plan, warum hat Er dann Adam und Eva nicht einfach vergeben?  Außerdem warum benötigte Er ein Blutopfer, um Sich von unseren Sünden zu blenden, was mir zur Unterstützung von Jesus´ Tod beigebracht worden war, als Sühne für unsere Sünden.  Wie sollte dieses Blut irgendetwas für Gott bedeuten?  Eine Frage führte zur nächsten.  Diese wenigen waren unter einigen anderen, die ein paar Seiten mit Fragen ausmachten, die ich aufgeschrieben hatte, um Antworten darauf zu finden.  In einer Reihe von Sitzungen im Internet wo ich die Ursprünge der Kirche erforschte, gab ich auf, die Kirche zu besuchen.  Ich hatte nie gut meine Gefühle verbergen können, und ich hatte nicht vor, sie vor Gott zu verbergen. 


In dieser Zeit war es ungefähr, dass ich mich entschied, an der weiterführenden Schule teilzunehmen.  Ich hatte geheiratet, hatte ein Baby bekommen und trieb durch das Leben.  Bis dahin hatte ich vorwiegend schwarze Schulen und Kirchen besucht.  Ich begann mit einer Disziplin, aber sprang zu einer anderen, die größtenteils Klassen auf dem Hauptcampus hatten. In meiner ersten Klasse beobachtete ich die Leute im Raum: Weiße, Schwarze, ein Asiate, Leute aus dem Mittleren Osten und Afrikaner.  Ich war die einzige schwarze Amerikanerin.  Außerdem saßen zwei muslimische Mädchen neben einander. Eine war schwanger und sprudelnd; die andere war anscheinend still und gelehrig.  Vorher hatte ich meine einzigen Erfahrungen mit Muslimen an der Highschool gehabt – ein paar Kerle, die zu der 'Nation of Islam' gehörten und zwei Mädchen, die Kopftücher trugen, doch zu jener Zeit hatte ich ihnen keine Aufmerksamkeit geschenkt.    

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