Satanismus (teil 1 von 2): Was glauben Satanisten?

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Was genau ist Satanismus?  Das Google Wörterbuch definiert ihn, als: „Die Anbetung Satans, die typischerweise eine Verhöhnung christlicher Symbole und Praktiken beinhaltet, wie ein Kreuz verkehrt herum stellen.  Die Webseite wordnetweb.princeton.edu definiert ihn als den Glauben und die Verehrung von Teufeln (insbesondere Satan) und thefreedictionary.com fügt hinzu, dass es abgrundtiefe Bosheit ist.  Religiöse Toleranz, die Kanadische Webseite, die sich der genauen Erklärung der vielfältigen religiösen Glauben auf der Welt widmet, stellt fest, dass: „Es vielleicht dutzende verschiedene Glaubenssysteme und Praktiken gibt, die Satanismus genannt werden." 

Daher ist es fast unmöglich zu schätzen, wie viele Satanisten es auf der Welt gibt.  Abhängig von der Definition und welche Gruppen einer anderen Definition entsprechen, kann die Gesamtzahl der Satanisten von einigen Tausend bis zu Millionen oder sogar noch mehr reichen.  In Nordamerika reichen Schätzungen von zehn bis zwanzig Tausend Satanisten von verschiedenen Glaubenssystemen und Organisationen.  Laut Statistiken haben sich 1991 bei der Volkszählung nur 335 Kanadier als Satanisten identifiziert.  Es ist fast unmöglich, ins Gespräch mit ihnen zu kommen, oder statistische Beweise von jeder einzelnen dieser Gruppen zu sammeln, die behaupten, irgendeine Art von Satanismus zu praktizieren. 

Die Kirche Satans, die Anton LaVey 1967 gegründet hat, betrachten sich allgemein als starke Atheisten, Agnostiker oder Freidenker, und die Mitgliederzahlen werden geheim gehalten.  Allerdings ist die Kirche Satans ziemlich offen, was ihre Auffassungen und Praktiken betrifft.  Sie beschreiben sich selbst als: „die erste oberirdische Organisation in der Geschichte, die sich offen der Akzeptanz der wahren Natur des Menschen widmet – das einer fleischlichen Bestie, die in einem Kosmos lebt, der gegenüber ihrer Existenz gleichgültig ist.  Für uns ist Satan das Symbol des Stolzes, der Freiheit und des Individualismus."[1]

Laut David Shankbone, der den obersten Priester der Kirche, Peter Gilmour, interviewt hat: „LaVeys Lehren basieren auf Individualismus, Selbstbefriedigung und einer ´Auge-um-Auge´ Moral, mit Einflüssen von Friedrich Nietzsche und Ayn Rand; während sich seine Rituale und Zauberei weitgehend auf Okkultisten wie Aleister Crowley berufen."[2]  Sein Artikel macht ziemlich deutlich, dass Mitglieder der Kirche Satans weder den Teufel oder eine christliche/islamische Vorstellung vom Teufel anbeten, oder auch nur an ihn glauben.  Ihr Satan hat nichts mit Hölle, Dämonen, Heugabeln, sadistischen Qualen, verkaufen von Seelen, Wunder vollbringen, Menschenopfern, Kannibalismus und zutiefst bösen Taten zu tun.[3]

Eine Definition von Satanismus ist, dass: „Satanismus ist die völlige Ablehnung der spirituellen Art der theistischen Religionen, und das ehrliche Zugeben, dass wir nur Tiere sind, die sich wie alle anderen komplexen Systeme entwickelt haben."  Andererseits was ist dann mit dem religiösen Satanismus, der zum Inhalt unserer Alpträume und von Filmen geworden ist?  Existiert er?  Die Kirche Satans stellt öffentlich fest, dass: „Satan respektiert und preist das Leben.  Kinder und Tiere sind die reinsten Ausdrücke dieser Lebenskraft, und werden als solche als heilig und kostbar angesehen...."  Daher, wie oben erwähnt, keine Menschenopfer.  Die Mehrzahl der Satanisten folgt einfach einem Lebensstil, der satanische Feststellungen und Regeln beinhaltet, während die satanischen Sünden vermieden werden. 

Zahlreiche Autoren, fast alles konservative Christen, haben angebliche satanische Rituale beschrieben.  Sie drehen sich fast immer um gestohlene religiöse Symbole, schwarze Messen, umgedrehte Kreuze oder rückwärts gelesene Gebete.  Dies ist reine Erfindung, die auf Bücher aus dem Mittelalter und der Renaissance zurückzuführen ist, insbesondere The Malleus Maleficarum (Der Hammer der Hexen).  Im 15. und 16. Jahrhundert hat die katholische Kirche theoretisiert, dass die Anbetung Satans existiert und eine massive Bedrohung darstellt.  Dies hat zu den Hexenverbrennungen geführt, die man auch als brennende Zeiten oder alternativ als Holocaust für Frauen bezeichnen kann.  Der Glaube über den Satanismus wandelte sich in eine Imaginäre Religion, die den Gegensatz zum Christentum darstellte.  Diese Elemente schwimmen noch immer an der Oberfläche der konservativen christlichen anti-satanischen und anti-wiccanischen Hass-Literatur. 

Bis jetzt haben wir festgestellt, dass es eine Religion gibt, die unter Satanismus bekannt ist, und dass die meisten, wenn nicht alle ihrer Anhänger, hedonistische Atheisten sind, die beabsichtigen, gemäß ihrer grundlegendsten Begierden zu handeln.  Ein anonymer Verfasser hat einmal geschrieben, dass Satanismus die Religion der amerikamischen Vorstandsetage sei, aber für den größten Teil beinhaltet dies keine seltsamen oder bösen Praktiken, denn die meisten Satanisten praktizieren einfach einen Lebensstil, der Genuss und Befriedigung umfasst.  Eine sehr kleine Zahl von Individuen hat aus der großen Zahl anti-satanischer Literatur ihre eigene Version des Satanismus geschaffen, der anti-christliche Praktiken einschließt. 

Wo lässt diese Information die Muslime?  Als Gläubige verstehen wir, dass Satan existiert, und aktiv versucht, die Menschen von Gott weg zu bewegen.  Er könnte in der satanistischen Religion involviert sein, die behauptet, keine Götter zu haben oder eine solche Manifestation des Böse anzubeten, oder nicht.  Allerdings ist Satans Werk ganz offensichtlich in einer Reihe von Gruppen oder Kategorien von Menschen zu erkennen, die behaupten, ihn anzubeten.  Zu diesen Gruppen gehören psychopatische Mörder und Serienkiller, die versuchen, sich mit „der Teufel in mir ließ mich das tun" zu verteidigen, und missbrauchende Pädophile, die in verschiedenen Fällen satanische Einstellungen verwendet haben, um die Geschichte ihrer Opfer als unglaubwürdig erscheinen zu lassen.  In England wurde bewiesen, dass in mindestens drei Fällen, in denen Räuber behaupteten, Satanisten zu sein, um ihre Opfer besser unter Kontrolle zu haben. 

Einige Musiker geben vor, Satanisten zu sein, um Ruhm und einen schlechten Ruf zu erlangen und es gibt auch eine Gruppe, die als satanic dabblers (satanische Dilettanten) bekannt ist.  Dilettanten sind bekanntermaßen rebellisch, suchen die Aufmerksamkeit von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, die, gewöhnlich aus unzuverlässigen und erdichteten Quellen, ihre eigene Form des Satanismus geschaffen haben.  Sie sind häufig für Graffiti, Friedhofsbeschädigungen und das rituelle Töten von kleinen Tieren verantwortlich.  Beide Gruppen mögen vorgeben, etwas zu sein, was sie nicht sind, jedoch führen sie ein Leben gefährlich nahe am Abgrund.  Eine Person, die versucht, den antiken Gott Seti anzubeten oder seine Verehrung wiederzubeleben, riskiert ebenfalls ihren Verstand, und in manchen Fällen ihr Leben. 

Satan, der Teufel, Luzifer, Seti oder wie auch immer man ihn nennt, ist keine Macht, die zu verharmlosen ist.  Er besitzt eine Agenda, und im nächsten Artikel werden wir uns ansehen, wie scheinbar harmlose Handlungsweisen eine Person dazu bringen können, die gefährlichsten der großen Sünden zu begehen.  Die Kirche Satans ist vielleicht wenig mehr als eine organisierte Gruppe, in der sich Mitglieder engagieren können, über deren Verhalten andere sonst die Stirn runzeln würden, doch wie viele Mitglieder „handeln tatsächlich mit dem Teufel"?  Diejenigen, die den Ausdruck Satanismus verwenden, um ihre angeborene Verdorbenheit zu verdecken, könnten herausfinden, dass Satan sie am Halsband zum Verderben geführt hat.

 


Fußnoten:

[1] (http://www.churchofsatan.com/home.html)

[2] (http://blog.myspace.com/)

[3] (http://www.religioustolerance.org/satanis3.htm)

 

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