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Sein Name und seine Abstammung
 
Er war der Imam, der Muhaddith, der Faqih, der Hafidh, der edle Gelehrte, Abu Dscha’far Ahmad Ibn Muhammad Ibn Salama Ibn Salama ’Abdul-Malik Ibn Salama al-Azdi at-Tahawi. Die Zuschreibung „Al-Azdi“ wird auf einen bekannten Stamm aus Qahtan zurückgeführt. „At-Tahawi“ hingegen auf das Land Taha im
oberen Ägypten. Seine Suche nach Wissen Die Quelle seines Wissens ist mit seiner Familie und seinen Onkeln verbunden, denn sein Vater war von den Gelehrten, und sein Onkel war Imam Isma’il Ibn
Yahya al-Muzni (gest. 264 n. H.). Er wurde im Jahre 239 n. Hidschra geboren. Als er das Pubertätsalter erreichte, ging er auf der Suche nach Wissen nach Ägypten. Al-Muzni war in seinem Land einer der Wissendsten in Fiqh unter den Gefährten von Imam Muhammad Ibn Idris asch-Schafi’i. Gleichzeitig war seine Mutter von den Leuten des Wissens und der Überlieferung.
 
 
Danach schloss er sich sowohl den Gelehrten aus Ägypten als auch jenen, die nach Ägypten kamen, an. Seine Lehrer waren viele, ebenso seine Schüler. Nach jeder Erweiterung seines Horizonts fand er sich inmitten von Fiqh- Angelegenheiten, bei denen er nicht weiterkam. Er fand auch bei seinem Onkel keine ausreichenden Antworten, die sein Durcheinander in diesen Angelegenheiten lindern konnten. Daher begann er zu erforschen, was sein Onkel tun würde, wenn er solchen widersprüchlichen Meinungen begegnete. Sein Onkel bezog sich oft auf Bücher der Freunde Abu Hanifas (d.h. Hanafis), und er bevorzugte viele Meinungen Abu Hanifas in diesen Angelegenheiten. Diese bevorzugten Meinungen wurden in seinem Buch „Mukhtasar al-Muzni“ verzeichnet.
 
 
Nach diesem blieb ihm keine andere Wahl als in die Bücher der Gefährten Abu Hanifas zu schauen und ihre Methodologie in der Etablierung fundamentaler Prinzipien und der Herleitung untergeordneter Regeln anzueignen. Als er sein Wissen in der Madh-hab (Rechtschule) Abu Hanifas vollendete, wechselte er zu dieser Madh-hab und wurde einer ihrer Anhänger. Jedoch hielt ihn dies nicht davor ab, einigen (falschen) Ansichten Imam Abu Hanifas zu widersprechen, indem er in bestimmten Angelegenheiten die Meinungen anderer Imame bevorzugte. Dies ist darauf zurückzuführen, dass er - Möge Allah mit ihm barmherzig sein - kein Muqallid (blind Folgender) von Abu Hanifa war. Vielmehr sah er gemäß seiner Meinung die Methodologie Abu Hanifas in Fiqh unter den vorbildlichsten Methodologien - daher ging er diesen Weg. Deswegen kann man in seinem Buch „Ma’ani al-Athar“ vorfinden, dass er manche Ansichten bekräftigt, die der Imam (Abu Hanifa) nicht vertrat. Das gerade von uns Gesagte wird durch die Aussage
von Ibn Zulaq unterstützt:
 
 
„Ich hörte Abu-Hasan ’Ali Ibn Abi Dscha'far At-Tahawi (Sohn vom Imam) sagen: Ich hörte meinen Vater sagen: (und er erwähnte die Tugenden von Abu ’Ubayd Harbaway und sein Fiqh, und er sagte) Er fragte mich gewöhnlich über (Fiqh-) Angelegenheiten. Daher gab ich ihm eines Tages meine Antwort auf eine Angelegenheit, dann sagte er (Abu ’Ubayd) mir: ‚Dies ist nicht die Meinung von Abu Hanifa.’ So sagte ich: ‚O Richter (Qadi), muss ich für jede Sache die gleiche Meinung wie Abu Hanifa vertreten?’ Daher sagte er: ‚Ich denke nicht, dass du mehr als ein blind Folgender bist.’ Ich sagte zu ihm: ‚Und wer folgt einem blind, außer er ist ein Fanatiker?’ Er sagte: ‚Oder ein einfältiger Mensch.’ Daher verbreitete sich diese Geschichte über ganz Ägypten, so sehr, dass sie zu einem Sprichwort wurde und die Leute dies im Gedächtnis behielten.’“ Er wurde von vielen Schuyukh (Gelehrten) unterrichtet, von denen er Wissen nahm und von ihnen profitierte. Er hatte mehr als dreihundert Lehrer. Er verbrachte viel Zeit mit jenen Gelehrten, die aus verschiedenen Teilen der Erde nach Ägypten kamen. Er fügte seinem Wissen das an Wissen zu, was sie hatten. Dies zeigt sowohl das Ausmaß seines Interesses, von den Gelehrten zu lernen und von ihnen zu profitieren als auch seinen starken Eifer in der Erlangung von Wissen. Viele Gelehrte lobten und beschrieben ihn als vertrauenswürdig, zuverlässig, intelligent, als Faqih und als jemand, der ein gutes Einprägungsvermögen besaß und fromm in der Anbetung war. Er besaß viel Erfahrung in Fiqh und Hadith.
Das Lob der Gelehrten über ihn Ibn Yunus sagte: „At-Tahawi war zuverlässig, vertrauenswürdig, ein Faqih, intelligent, und es wurde nach ihm niemand gesehen, der ihm ähnlich war.“
 
 
 
 
Imam adh-Dhahabi sagte in seinem at-Tarikh al-Kabir: „Er war der Faqih, der Muhaddith, der Hafidh, einer der führenden Persönlichkeiten. Er war zuverlässig, vertrauenswürdig, gelehrt in Fiqh, und er war intelligent.“ Ibn Kathir sagte in al-Bidaya wan-Nihaya: „Er war einer der zuverlässigen, vertrauenswürdigen und genialen Gelehrten in Hadith (Hafidh).“ Er war ein Überbringer des Wissens zwischen den Vorfahren (Salaf) und jenen, die nach ihnen kamen (Khalaf). Die Gelehrten lobten und erwähnten ihn als einen Muhaddith (Hadith-Gelehrter). Einer, dessen Überlieferungen zuverlässig waren. Er war ein etablierter Überlieferer. Er war im Schreiben berühmt und sehr begabt. Und er wurde in Ägypten zu jenem, der am meisten Wissen in Fiqh unter den Hanafis besaß. Dazu kam es, obwohl er auch Wissen in Fiqh aller anderen Madhhabs und in Hadith hatte, und er kannte die verschiedenen Disziplinen des Islam.
Seine Bücher Was seine Schriften anbelangt, so besteht der größte Teil aus Verifizierungen und Zusammenstellungen, die viel Nutzen in sich haben. Unter seinen Schriften ist „Al- ’Aqida at-Tahawiya“. Hierzu gibt es eine Erläuterung von Ibn Abi al-’Izz, dem bekannten hanafitischen Gelehrten. Obwohl dieses Werk at-Tahawis klein ist, so ist der Nutzen sehr groß, und die darin verfolgte Methodologie ist die der Salaf. Und man wird sehen, dass es alles über den Glauben enthält, was ein Muslim braucht. Ebenfalls hat er ein Buch mit dem Titel „Ma’ani al-Athar“, in dem er verschiedene Forschungsgebiete in Fiqh gemeinsam mit ihren Beweisen darlegt. Und während seiner Forschungsreihe erwähnt er Angelegenheiten, in denen es unter den Gelehrten Meinungsverschiedenheiten gibt. Er listet die Beweise für jede Meinung auf und analysiert, welche dieser Meinungen aus seiner Sicht der Wahrheit entspricht. Dieses Buch wird den Talibul ’Ilm (Schüler des Wissens) mit dem Verständnis für Fiqh angewöhnen und ihn mit den Feldern der
Meinungsverschiedenheit bekannt machen. Er ließ viele, andere großartige Werke zurück - ca. vierzig unterschiedliche Bücher. Unter diesen sind: Sunan asch-Schafi’i, Muschkil al-Athar, Ahkam-ul-Qur’an, al- Mukhtar, Scharch al-Dscham’i-ul-Kabir, Scharch al-Dscham’i-us-Saghir, asch- Schurut, Nawadir al-Fiqhiyya und andere.
 
 
Imam at-Tahawi war sehr bekannt und berühmt, dass er das Gute gebot und das Schlechte verbot, die Wahrheit sagte und zu dem zurückkehrte, von dem er dachte, es wäre die Wahrheit, ohne von anderen Gelehrten, Herrschern und ihren Leuten beeinflusst zu werden. Uns genügt die Übereinstimmung der meisten Gelehrten, dass diese ’Aqida (at- Tahawiya) anzunehmen ist. Und keiner widerspricht diesem, außer er rebelliert gegen diesen Glauben, wie manche Überreste der Mu’tazila, die Leute des Hulul und Ittihad (Sufi-Glaube, dass Allah in Seiner Schöpfung inkarniert) und jene, die irgendeiner Meinung folgen.
Sein Tod Imam at-Tahawi starb am Donnerstag zu Beginn von Dhul-Qa’da im Jahre 321 n.
Hidschra. Er wurde in der Qarafa-Grabstätte in Ägypten begraben. Möge Allah mit ihm barmherzig sein.
 
 
 
 
Einleitung des Autors
Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn aller Welten. Der Gelehrte des Islam, Abu Dscha’far at-Tahawi, sagte: Dies ist eine Darlegung des Glaubens von Ahl-us- Sunna wal-Dschama’a in Übereinstimmung mit dem Weg der (folgenden) Rechtsgelehrten des Islam: Abu Hanifa al-Nu’man Ibn Thabit al-Kufi, Abu Yusuf Ya’qub Ibn Ibrahim al-Ansari, Abu Abdullah Muhammad Ibn al-Hasan asch-Schaibani - Möge Allah mit ihnen zufrieden sein -, und dies ist, woran sie über die Grundlagen der Religion glauben, und dies ist der Glaube über den Schöpfer der Welten, zu dem sie sich bekennen.

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