Warum schuf Gott? (teil 3 von 3): Göttliche Liebe und Gnade

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Göttliche Liebe

Gottes Liebe enthüllt sich an den Wesen, die Er zur Existenz brachte, ob Gläubiger oder Ungläubiger, dass sie das Leben genießen dürfen – und sei es nur für einen kurzen Moment.  Sie verwirklicht sich ebenfalls in der Schöpfung des Paradieses für diejenigen, die der Rechtschaffenheit vor dem Bösen den Vorzug geben.  Gott stellt in Seiner letzten Offenbarung fest, dass Er diejenigen liebt, die Gutes tun (Quran 5:13), diejenigen, die gerecht sind (Quran 5:42), diejenigen, die fromm sind (Quran 9:4), diejenigen, die geduldig sind (Quran 3:146), diejenigen, die Gott vertrauen (Quran 3:159), diejenigen, die sich Ihm häufig in Reue wieder zuwenden und diejenigen, die sich reinigen (Quran 2:222).  Aber Er ist es, Der den Menschen in Seinen Schriften und durch Seine Propheten genau erklärt hat, was gut, gerecht und fromm ist.  Dementsprechend sind diejenigen, die den Propheten folgen, die beliebtesten.  Im Qur´an wies Gott den Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, an, Folgendes zu den Gläubigen zu sagen:  

“Wenn ihr Gott liebt, so folgt mir.  Lieben wird euch Gott und euch eure Sünden vergeben…” (Quran 3:31)

Den Propheten sollte nicht nur in den Verpflichtungen, die Gott uns auferlegt hat, gefolgt werden, sondern auch in ihren Bemühungen, freiwillige Gottesdienste zu verrichten. 

Die Liebe Gottes enthüllt sich auch in Seiner Barmherzigkeit und in den Segnungen, die Er denen gewährt, die sie sich verdient haben, und auch denen, die sie sich nicht verdient haben.  Aber sie enthüllt sich ganz besonders in Seiner Bereitschaft, die Sünden eines jeden zu vergeben, der sich in ernsthafter Reue zu Ihm wendet.  Seit der Erschaffung von Adam und Eva war ihnen die Reue gewährt, um ihre Sünden auszulöschen als ein Bespiel für alle Menschen, die ihnen in dieser Welt folgen sollten.  Egal wie riesig die Sünden der Menschen werden, die Tür der aufrichtigen Reue bleibt offen bis zum letzten Tag auf dieser Welt.  Anas zitierte den Gesandten Gottes, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, der gesagt hat:   

“Gott, der Allmächtige, hat gesagt: O Sohn Adams, solange du Mich rufst und bittest, werde Ich vergeben, was du getan hast, und es macht Mir nichts aus.  O Sohn Adams, auch wenn deine Sünden die Wolken erreichten und du um Meine Vergebung bitten würdest, würde Ich dir vergeben.  O Sohn Adams, wenn du zu Mir mit Sünden kämst, fast so groß wie die Erde, und du triffst mich, ohne Mir Partner zur Seite gestellt zu haben, werde Ich dir eine entsprechende Menge Vergbung entgegenbringen.”

Göttliche Gnade 

Was die Bewohner des Paradieses angeht, sie werden nicht nur auf Grund ihrer guten Taten ins Paradies gelangen.  Es ist die Gnade Gottes, die sie dort hineinbringen wird.  Der letzte Prophet Gottes, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sagte hierzu: 

“Versucht euer Bestes, richtig zu handeln und freut euch.  Denn niemand wird das Paradies nur aufgrund seiner Taten betreten.”  Seine Gefährten sagten: “O Gesandter Gottes, nicht einmal du?”  Er antwortete: “Nicht einmal ich, wenn mich Gott nicht mit Seiner Gnade und Barmherzigkeit umgibt.  Und denkt daran, dass die beliebteste Tat bei Gott die ist, die regelmäßig verrichtet wird, auch wenn sie gering ist.”

Allerdings ist Gottes Gnade auch nicht willkürlich.  Sie gründet sowohl auf aufrichtigem Glauben als auch auf rechtschaffenen Taten.  Im Qur´an sagt Gott:  

“Dem, der eine gute Tat vollbringt, soll (sie) zehnfach vergolten werden; derjenige aber, der eine böse Tat verübt, soll nur das Gleiche als Lohn empfangen, und sie sollen kein Unrecht erleiden.” (Quran 6:160)

Würde Gott die Menschheit streng zur Rechenschaft ziehen, dann würden bei keinem die guten Taten die Schlechten überwiegen.  Allerdings zeigt Gott uns Seine Barmherzigkeit, indem Er den Wert der guten Taten vervielfacht, wohingegen die schlechten Taten ihren einfachen Wert behalten.  Durch die Gnade Gottes kommen die Gläubigen ins Paradies.  Dies bedeutet aber nicht, dass die Taten keine Rolle spielen würden.  Taten spielen eine große Rolle, aber sie bilden nicht den entscheidenden Faktor.  Die Gnade Gottes überwiegt sie. 

Folglich stellen die Erschaffung der Menschen, die Irrtümer, die sie machen und das Gute, das sie tun, alles Umstände für die Enthüllung von Gottes Eigenschaften der Barmherzigkeit und der Vergebung, für Seine Eigenschaft der Gerechtigkeit und Seine Eigenschaft der Gnade dar.  Die Menschheit sollte nicht fragen, warum Gott gewählt hat, Seine Eigenschaften auf diese Weise zu zeigen.  Es kann nur angenommen werden, dass dies die beste Art ist, denn Gott beschreibt Sich Selbst als der Allweise und der Allwissende.  Menschen können nur verstehen, was Gott ihnen offenbaren will: 

“…Sie aber begreifen nichts von Seinem Wissen, es sei denn, was Er will…” (Quran 2:255)

Daher sollen sie nicht versuchen, sich als Ihm gleich zu betrachten.  Wenn Er den Menschen gesagt hat, warum Er beschlossen hat, etwas zu tun, dann steht es ihnen nicht zu, zu fragen, warum Er Sich entschieden hat, zu entscheiden.  Derartige Fragen sind endlos und damit außerhalb des menschlichen Fassungsvermögens.  Sie sind es, die am Tag des Gerichts über ihre Taten und Absichten befragt werden und nicht Er.  Im Qur´an äußert Sich Gott hierzu:   

“Er wird nicht befragt nach dem, was Er tut; sie aber werden befragt (nach dem, was sie tun).” (Quran 21:23)

In dieser Hinsicht wird von Ibn Abbaas berichtet, dass der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, gesagt hat: 

“Denkt über Gottes Schöpfung nach, aber denkt nicht über Gott nach.”

Über die Wirklichkeit Gottes nachzusinnen ist ein Nachsinnen bis zur Unendlichkeit.  Und genau wie wir erschauern, wenn wir über die Grenzen des endlichen Universums und der Galaxien und der Sterne darin nachdenken, ist es noch schlimmer, wenn wir versuchen, das Ungeschaffene zu begreifen.  Der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, warnte uns vor den satanischen Kräften, die versuchen, Zweifel in die Herzen der Gläubigen zu bringen, indem sie in ihnen unbeantwortete Fragen über Gott wachrufen.  Abu Hurairah berichtete, dass der Gesandte Gottes, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: 


“Satan wird zu jedem von euch kommen und fragen: Wer schuf dieses oder jenes? – bis er fragt: Wer schuf euren Herrn?  Wenn es dazu kommt, sollte man seine Zuflucht bei Gott suchen [und sagen: Ich bestätige meinen Glauben an Gott und Seine Propheten] und [solche Gedanken] vermeiden.”

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