Wunder des Propheten Jesus

Dr. Abdul Rahman Al-Shehah

Hierauf sagte der Prophet

: "Bei Allah, hätten die Christen von Najran die Mubahala in die Tat umgesetzt, wären sie zerstört worden!"

Zeitweise lehnen Menschen die Wahrhaftigkeit eines Propheten ab und wollen nicht glauben, bis sie ein greifbares Wunder erleben. Aufgrund dessen entsandte Allah Seine Propheten und Gesandten mit Wundern.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und Wir haben ja bereits Gesandte vor dir gesandt und ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft gegeben. Kein Gesandter kann ein Zeichen bringen außer mit Allahs Erlaubnis. Jede Frist hat eine Vorbestimmung

Qur´an 13:38

Jedem Prophet wurden Wunder gegeben, die vom jeweiligen Volk verstanden werden konnten und welche sie betrafen. Die Leute des Propheten Moses waren für ihre Beherrschung der Zauberei sehr bekannt. So half Allah dem Propheten Moses mit Wundern, die sein Volk verstehen konnte; sein Stock verwandelte sich auf wundersame Weise in eine Schlange.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und die Zauberer kamen zu Pharao. Sie sagten: "Wir bekommen doch sicher Lohn, wenn wir es sind, die siegen?" Er sagte: "Ja. Und ihr werdet fürwahr zu den Nahegestellten gehören." Sie sagten: "O Moses, entweder wirfst du oder wir sind es, die (zuerst) werfen." Er sagte: "Werft (ihr zuerst)!" Als sie nun warfen, bezauberten sie die Augen der Menschen und flößten ihnen Furcht ein, und sie brachten einen gewaltigen Zauber vor. Und Wir gaben Moses ein: "Wirf deinen Stock hin!" Da verschlang er sogleich, was sie vortäuschten. So bestätigte sich die Wahrheit, und zunichte wurde das, was sie taten. Sie wurden dort besiegt und kehrten gering geachtet zurück. Und die Zauberer warfen sich ehrerbietig nieder. Sie sagten: "Wir glauben an den Herrn der Weltenbewohner, den Herrn von Moses und Aaron.") ()

Qur´an 7:113-122


Die Leute des Propheten Jesus waren sehr bekannt für ihre Kenntnisse in der Medizin. Er bekam Unterstützung mit Wundern, die sein Volk verstehen konnte. Er sprach zu den Menschen, als er ein Neugeborenes war. Er formte einen Vogel aus Ton und mit der Erlaubnis Allahs wurde dieser lebendig. Er heilte Leprakranke und befreite Blinde von ihren Beschwerden. Und durch den Willen Allahs, machte er sogar Tote wieder lebendig.

Allah, der Hocherhabene, sagt:

Wenn Allah sagt: "O Jesus, Sohn Marias, gedenke Meiner Gunst an dir und an deiner Mutter, als Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, so daß du in der Wiege zu den Menschen sprachst und im Mannesalter; und als Ich dich die Schrift, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehrte; und als du aus Lehm mit Meiner Erlaubnis (etwas) schufst, (was so aussah) wie die Gestalt eines Vogels, und ihr dann einhauchtest, und sie da ein (wirklicher) Vogel wurde mit Meiner Erlaubnis; und (als) du den Blindgeborenen und den Weißgefleckten mit Meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit Meiner Erlaubnis (aus den Gräbern) herauskommen ließest; und als Ich die Kinder Israels von dir zurückhielt, als du mit den klaren Beweisen zu ihnen kamst, worauf diejenigen von ihnen, die ungläubig waren, sagten: ,Das ist nichts als deutliche Zauberei

Qur´an 5:110

Allah, der Hocherhabene, sagt:

Wenn Allah sagt: "O Jesus, Sohn Marias, gedenke Meiner Gunst an dir und an deiner Mutter, als Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, so daß du in der Wiege zu den Menschen sprachst und im Mannesalter; und als Ich dich die Schrift, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehrte; und als du aus Lehm mit Meiner Erlaubnis (etwas) schufst, (was so aussah) wie die Gestalt eines Vogels, und ihr dann einhauchtest, und sie da ein (wirklicher) Vogel wurde mit Meiner Erlaubnis; und (als) du den Blindgeborenen und den Weißgefleckten mit Meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit Meiner Erlaubnis (aus den Gräbern) herauskommen ließest; und als Ich die Kinder Israels von dir zurückhielt, als du mit den klaren Beweisen zu ihnen kamst, worauf diejenigen von ihnen, die ungläubig waren, sagten: ,Das ist nichts als deutliche Zauberei

Qur´an 5:110

Ein weiteres Wunder des Propheten Jesus war das Festmahl. Seine Jünger fragten ihn nach einem himmlischen Mahl, damit ihre Herzen Ruhe finden mögen. So bat Jesus Allah darum, und es wurde ihm gewährt.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Als die Jünger sagten: "O Jesus, Sohn Marias, kann dein Herr zu uns einen Tisch (mit Speisen) vom Himmel herabsenden?" Er sagte: "Fürchtet Allah, wenn ihr gläubig seid!" Sie sagten: "Wir wollen von ihm essen und, daß unsere Herzen Ruhe finden und, daß wir wissen, daß du zu uns tatsächlich die Wahrheit gesprochen hast und, daß wir zu denen gehören, die darüber Zeugnis ablegen (können).

Qur´an 5:112-113


  • Prophet Jesus und seine Ablehnung des
  • Die frohe Botschaft des Propheten Jesus über
  • Standpunkt der Rabbiner und Priester bezüglich dem Propheten Muhammad
  • Die Merkmale der Anhänger des Propheten
  • Das Aufsteigen des Propheten Jesus in den
  • Das Herabkommen des Propheten Jesus

Polytheismus (Schirk) 

Der Qur`an erwähnt, dass Jesus, wie alle Propheten und Gesandten, von Allah gesandt wurde. Er bestätigte den Glauben an die Einzigartigkeit Allahs

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und als Jesus mit den klaren Beweisen kam, sagte er: "Ich komme ja zu euch mit der Weisheit, und um euch einiges von dem klarzumachen, worüber ihr uneinig seid. So fürchtet Allah und gehorcht mir

Qur´an 43:63                                                       

Der Qur`an stellt klar, dass Jesus die Menschen niemals dazu aufgerufen hat, ihn anzubeten.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und wenn Allah sagt: "O Jesus, Sohn Marias, bist du es, der zu den Menschen gesagt hat: ,Nehmt mich und meine Mutter außer Allah zu Göttern!´?", wird er sagen: "Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe. Wenn ich es (tatsächlich doch) gesagt hätte, dann wüßtest Du es bestimmt. Du weißt, was in mir vorgeht, aber ich weiß nicht, was in Dir vorgeht. Du bist ja der Allwisser der verborgenen Dinge. Ich habe ihnen nur gesagt, was Du mir befohlen hast (, nämlich): ,Dient Allah, meinem und eurem Herrn! Und ich war über sie Zeuge, solange ich unter ihnen weilte. Seitdem Du mich abberufen hast, bist Du der Wächter über sie. Du bist über alles Zeuge. Wenn Du sie strafst, so sind sie Deine Diener, und wenn Du ihnen vergibst, so bist Du ja der Allmächtige und Allweise.

Qur´an 5:116-118


das Kommen des Propheten Muhammad 

Die Botschaft aller Propheten stimmte in den Grundsätzen des Glaubens überein.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und als Allah mit den Propheten ein Abkommen traf: Was immer Ich euch an Büchern und Weisheit gebracht habe -, und danach ist zu euch ein Gesandter gekommen, das bestätigend, was euch (bereits) vorliegt, an den müßt ihr ganz gewiß glauben und dem müßt ihr ganz gewiß helfen. Er sagte: "Erklärt ihr euch einverstanden und nehmt ihr unter dieser (Bedingung) Meine Bürde an?" Sie sagten: "Wir erklären uns einverstanden." Er sagte: "So bezeugt es, und Ich gehöre mit euch zu den Zeugnis Ablegenden." Wer sich aber nach diesem abkehrt, so sind jene die Frevler

Qur´an 3:81-82     

Der Prophet Jesus verlangte von seinen Anhängern, an den kommenden Gesandten, den Propheten Muhammad, zu glauben.

Allah, der Hocherhabene, sagt

O Kinder lsraels, gedenkt Meiner Gunst, die Ich euch erwiesen habe! Und haltet euren Bund Mir gegenüber, so will Ich Meinen Bund euch gegenüber halten! Und vor Mir (allein) sollt ihr Ehrfurcht haben. Und glaubt an das, was Ich (als Offenbarung) hinabgesandt habe, das zu bestätigen, was euch bereits vorliegt. Und seid nicht die ersten, die es verleugnen. Und verkauft Meine Zeichen nicht für einen geringen Preis. Und Mich allein sollt ihr fürchten. Und verdeckt nicht das Wahre durch das Falsche, und verschweigt nicht die Wahrheit, wo ihr doch wißt!)

Qur´an 2:40-42

Jesus war einer der Propheten, der zu der langen Reihe der Propheten gehört, welche zu den Kindern Israels gesandt wurden. In der Bibel ist festgehalten, dass er folgendes sagte:

(Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel.)  (Matthäus 15:24) 

Wenn Jesus seine Jünger auf dem Wege Allahs aussandte, wies er sie an 

(Gehet nicht auf der Heiden Straße und ziehet nicht in der Samariter Städte, sondern gehet hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.)                                                                         (Matthäus 10:5-6) 
Es kam während der Amtszeit Jesu´ nicht vor, dass er einen Heiden bekehrte. Jedoch ist in der Tat verzeichnet, dass er eine Nicht-Jüdin dafür rügte, dass sie ihn um seine Hilfe bat und verglich sie mit einem Hund. (Matthäus 15:22-28 und  

Jesus selbst war Jude und seine Jünger waren Juden. Sowohl seine Botschaft, als auch die seiner Jünger waren an die Juden gerichtet. An dieser Stelle wundert man sich und fragt sich, was das bedeuten mag. Denn die meisten, die Jesus als ihren "persönlichen Erlöser" ansehen, sind Heiden und gehören nicht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel, zu welchen er gesandt wurde.

Aus dieser Passage wird uns auch deutlich, dass Jesus nicht an die gesamte Menschheit gesandt wurde.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und als Jesus, der Sohn Marias, sagte: "O Kinder Israels, gewiß, ich bin Allahs Gesandter an euch, das bestätigend, was von der Tora vor mir (offenbart) war, und einen Gesandten verkündend, der nach mir kommen wird: sein Name ist Ahmad´." Als er nun mit den klaren Beweisen zu ihnen kam, sagten sie: "Das ist deutliche Zauberei

Qur´an 61:6

Die Priester und Rabbiner, welche von der Botschaft des Propheten Muhammd gehört hatten, wussten, dass es die Wahrheit war. Einzelheiten aus dem Leben des Propheten Muhammad wurden in vorherigen Schriften bereits erwähnt.

Allah, der Hocherhabene, sagt

die dem Gesandten, dem schriftunkundigen Propheten, folgen, den sie bei sich in der Tora und im Evangelium aufgeschrieben finden. Er gebietet ihnen das Rechte und verbietet ihnen das Verwerfliche, er erlaubt ihnen die guten Dinge und verbietet ihnen die schlechten, und er nimmt ihnen ihre Bürde und die Fesseln ab, die auf ihnen lagen. Diejenigen nun, die an ihn glauben, ihm beistehen, ihm helfen und dem Licht, das mit ihm herabgesandt worden ist, folgen, das sind diejenigen, denen es wohl ergeht

Qur´an 7:157

Safiyah, die Tochter des edlen Juden Ka`b, sagte: "Mein Vater und mein Onkel, Abu Yasir, gingen den Gesandten Allahs besuchen und kehrten gegen Ende des Tages erschöpft und ermüdet zurück. Ich versuchte, sie aufzumuntern, jedoch beachteten sie mich nicht. Ich hörte, wie mein Onkel meinen Vater fragte: "Ist er es?" Ich hörte ihn sagen: "Bei dem Herrn von Moses, er ist es!" Mein Onkel fragte ihn dann: "Was sollen wir tun?" Er sagte: "Ich werde bis zum Tode sein Feind sein!"

Viele akzeptierten die Botschaft des Islam und einer von ihnen war auch der Kaiser von Äthiopien, Negus. Er war Christ und hatte sehr viel Wissen über die Schriften. Er wusste, dass nach Jesus ein Prophet kommen würde. Umm Salamah sagte: "Als wir in Äthiopien angekommen waren, hieß uns der Herrscher Negus willkommen und war sehr freundlich zu uns. Er sicherte uns Schutz zu und gab uns die Freiheit, Allah allein anzubeten. Es wurde uns in keiner Weise Schaden zugefügt."

   Die Quraisch konnten es nicht dulden, dass die Muslime einen sicheren Zufluchtsort in Abessinien (Äthiopien) gefunden hatten und sandten deshalb zwei Boten, um die Auslieferung der Muslime zu verlangen. Diese waren `Amr bin Al-`As und Abdullah bin Abi Rabi`a - bevor sie den Islam angenommen hatten. Sie hatten wertvolle Geschenke für den König und seine Geistlichen mitgenommen, und es war ihnen gelungen, einige Hofleute auf ihre Seite zu gewinnen. Die heidnischen Gesandten behaupteten, dass die muslimischen Flüchtlinge aus Abessinien ausgewiesen und ihnen übergeben werden müssten, mit der Begründung, dass sie die Religion ihrer Vorväter verlassen haben und ihr Führer eine Religion predige, die sich von ihrer Religion und der des Königs unterscheide.

Der Kaiser ließ die Muslime an den Hof kommen und bat sie, die Lehren ihrer Religion zu erklären. Die muslimischen Emigranten hatten sich vorgenommen, die ganze Wahrheit zu sagen, ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen zu nehmen. Ja`far bin Abi Talib stand auf und sagte folgende Worte zum Kaiser: "O Kaiser, wir waren in die Tiefe der Unwissenheit und Barbarei gestürzt; wir beteten Götzen an, lebten unkeusch, pflegten Aas zu essen und auf schlechteste Art und Weise miteinander zu reden. Wir missachteten die respektvolle Beziehung zueinander und ließen unsere Pflichten der Gastfreundschaft und Nachbarschaft ausser Acht. Wir kannten keine Gesetze, ausser die des Starken. So erhöhte Allah aus unsere Mitte einen Mann, über dessen Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und Reinheit wir sehr wohl Bescheid wussten. Er rief uns dazu auf, an die Einzigartigkeit Allahs zu glauben und Ihm nichts beizugesellen. Er verbot uns den Götzendienst und befahl uns die Wahrheit zu sprechen, anvertrautes Gut zurückzugeben, barmherzig zu sein und die Rechte der Nachbarn, Freunde und Verwandten aufrecht zu erhalten. Er verbot uns, schlecht über Frauen zu sprechen oder Waisen zu bestehlen. Er befahl uns, alle Schlechtigkeiten zu unterlassen, Gebete zu verrichten, Armen und Bedürftigen Almosen zu geben und das Fasten einzuhalten. Wir haben an ihn geglaubt und seine Lehren und Gebote, Allah zu verehren, ohne Ihm etwas beizugesellen, akzeptiert. Wir haben das erlaubt, was Er erlaubt und das verboten, was Er verbietet. Aus diesem Grund haben sich unsere Leute gegen uns gestellt und uns verfolgt, um uns davon abzubringen, Allah anzubeten und uns dazu zu bringen, wieder Götzen anzubeten und andere Abscheulichkeiten zu verüben. Sie haben uns gefoltert und uns Schaden zugefügt, weshalb wir in euer Land gekommen sind, um geschützt zu sein. 

    Der Kaiser war von diesen Worten sehr beeindruckt und verlangte von den Muslimen, etwas von den Offenbarungen Allahs zu rezitieren. Ja`far rezitierte die Anfangsverse der Sura Maryam (19. Sura des Qur`an). In dieser Sura spricht Allah über die Geburt Jesu´ 

   Hierauf sammelten sich in den Augen des Kaisers und der Bischöfe Tränen. Der Kaiser Negus rief: "Es scheint, dass diese Worte und jene, die Jesus offenbart wurden, Strahlen von Licht sind, die aus derselben Quelle stammen." Er wandte sich an die Boten von den Quraisch und sagte: "Ich werde sie euch nicht ausliefern! Es steht ihnen frei, hier in meinem Königreich zu leben und ihren Glauben auszuüben, wie es ihnen gefällt."

Am nächsten Tag gingen die Boten zum Kaiser und sagten, dass Muhammad und seine Anhänger behaupten, dass Jesus nicht der Sohn Gottes sei. So wurden die Muslime erneut an den Hof gerufen und befragt, was ihr Glaube sie über Jesus lehrt. Ja`far stand wieder auf und antwortete: "Wir sagen über Jesus das, was uns unser Prophet gelehrt hat und zwar, dass er ein Diener Allahs sowie Sein Gesandter ist und auf den Befehl Allahs erschaffen wurde." Der Kaiser sagte sodann: "Wir glauben das Gleiche! Ihr und euer Prophet möget gesegnet sein." Einige der Minister waren verärgert, woraufhin der Kaiser zu ihnen sagte: "Ihr mögt euch ärgern, so sehr ihr wollt, aber Jesus ist nicht mehr als das, was Ja`far über ihn gesagt hat." Danach sicherte er den Muslimen vollen Schutz zu. Er gab die Geschenke, die er von den Quraisch erhalten hatte, zurück. Die Muslime lebten für einige Jahre in Abessinien, bis sie nach Medinah zurückkehrten. (Ibn Hischam 1/334-338)

   Ein weiteres anregendes Ereignis fand zwischen Händlern der Quraisch und Heraklios, dem Kaiser von Rom, statt.

Abdullah bin Abbas, der Neffe des Propheten, berichtete, dass der Gesandte Allahs einen Brief an Heraklios geschrieben hatte, worin er ihn zum Islam einlud. Diesen Brief sandte er mit seinem Gefährten Dihya Al-Kalbyy, der diesen dem Gouverneur von Busra aushändigte, damit er ihn Heraklios übergebe.

   Nachdem Heraklios den Brief des Gesandten Allahs erhalten und gelesen hatte, sagte er: "Sucht mir jemanden von seinen Leuten (Araber vom Stamm Quraisch), falls jemand von ihnen vorhanden ist, damit ich ihn über den Gesandten Allahs befragen kann!" Zu dieser Zeit befand sich Abu Sufyan bin Harb mit einigen Männern der Quraisch als Kaufleute  in der Gegend von Syrien, als gerade Waffenstillstand zwischen dem Gesandten Allahs und den Heiden der Quraisch geschlossen worden war. Abu Sufyan sagte: "Der Bote des Kaisers Heraklios fand uns im Gebiet von Syrien auf und nahm mich zusammen mit meinen Gefährten mit nach Ilia, wo wir dem Kaiser vorgeführt wurden. Er saß in seinem königlichen Hof mit einer Krone auf dem Haupt umgeben von älteren byzantinischen Würdenträgern. Er sagte zu seinem Dolmetscher: "Frage sie, wer unter ihnen eine enge Verbindung zu dem Mann hat, der von sich behauptet, ein Prophet zu sein."

   Abu Sufyan fügte hinzu, "Ich sagte, dass ich sein nächster Verwandter bin." Er fragte: "In welcher verwandtschaftlichen Beziehung stehst du zu ihm?" Ich antwortete ihm: "Er ist mein Kousin." Und es gab ausser mir keinen anderen in der Karawane, der vom Stamm Abd Manaf war. Heraklios sagte: "Lass ihn näher treten." Er ordnete an, dass meine Gefährten direkt hinter mir stehen sollten und sagte zu seinem Dolmetscher: "Sag seinen Gefährten, dass ich ihn über den Mann, der von sich behauptet, ein Prophet zu sein, befragen werde. Wenn er lügt, sollen sie ihm sofort widersprechen."
Abu Sufyan fügte hinzu: "Bei Allah, wäre es keine Schande gewesen, dass meine Gefährten mich als Lügner ansehen, hätte ich ihm nicht die Wahrheit gesagt, als er mich befragte. Jedoch empfand ich es als beschämend, von meinen Gefährten als Lügner bezeichnet zu werden und erzählte deshalb die Wahrheit."
Er sagte dann zu seinem Dolmetscher: "Wie ist seine Abstammung unter euch?" Ich sagte: "Er ist unter uns von edler Abstammung." Heraklios fragte: "Hat jemand unter euch jemals dasselbe von sich behauptet, bevor er es tat?" Ich sagte: "Nein!" Er fragte weiter: "Habt ihr ihn jemals der Lüge bezichtigt, bevor er das sagte, was er verkündet hat?" Ich sagte: "Nein!" Heraklios fragte: "War einer seiner Vorfahren ein König?" Ich antwortete: "Nein!" Er fragte: "Folgt ihm die Elite der Menschen oder folgen ihm die Schwachen?" Ich sagte: "Ihm folgen die Schwachen!" Er sagte: "Nimmt ihre Anzahl täglich zu oder ab?" Ich sagte: "Ihre Anzahl nimmt ständig zu." Er sagte: "Trat einer von ihnen aus Unzufriedenheit von seinem Glauben zurück, nachdem er diesen angenommen hatte?" Ich sagte: "Nein!" Heraklios fragte: "Brach er seine Abmachungen?" Ich sagte: "Nein, jedoch befinden wir uns zur Zeit im Waffenstillstand mit ihm und befürchten, dass er uns hintergeht."
Abu Sufyan fügte hinzu: "Außer dem letzten Satz, konnte ich überhaupt nichts gegen ihn sagen." Dann fragte Heraklios: "Hattet ihr jemals einen Kampf mit ihm?" Ich antwortete: "Ja!" Er fragte: "Wie endete euer Kampf gegen ihn?" Ich sagte: "Der Kampferfolg war wechselhaft: Wir gewannen eine Runde und die andere gewann er." Er fragte: "Was befiehlt er euch?" Ich sagte: "Er sagt uns, dass wir Allah allein anbeten sollen und Ihm nichts beigesellen sollen, er verlangt, dass wir von allem, was unsere Vorväter anzubeten pflegten, ablassen sollen. Er weist uns an, das Gebet zu verrichten, Almosen zu geben, keusch zu sein, unsere Versprechen einzuhalten und das uns anvertraute Gut zurückzugeben."

Nachdem ich das gesagt hatte, wandte sich Heraklios an seinen Dolmetscher und sagte: "Sag ihm: Ich habe dich über seine Abstammung gefragt und du gabst an, dass er von edler Abstammung ist. Genauso sind die Gesandten. Sie werden gewöhnlich aus den Edlen ihrer Völker auserwählt. Ich fragte dich, ob vor ihm jemand dasselbe behauptet hatte, was er verkündete, was du verneint hast. Hättest du meine Frage mit "Ja" beantwortet, würde ich denken, dass er jemandem nachmacht, der vorher auch solches behauptet hatte. Ich fragte dich, ob ihr ihn der Lüge bezichtigt habt, bevor er diese Behauptungen machte, und du hast dies verneint. Ich hielt es nicht für möglich, dass er die Lüge vor den Menschen unterlässt, um eine Lüge gegen Allah zu erdichten. Ich fragte dich auch, ob es unter seinen Vorvätern einen König gab, was du auch verneint hast. Hätte es unter seinen Vorvätern einen König gegeben, so würde ich annehmen, dass er ein Mann ist, der für die Rückgewinnung des Königreiches seiner Vorväter kämpfen will. Ich fragte dich nach seinen Anhängern, ob sie die Elite oder die Schwachen sind, und du sagtest, dass ihm die Schwachen folgen. Diese sind doch stets die Anhänger der Gesandten. Ich fragte dich, ob seine Anhänger ab- oder zunehmen, woraufhin du sagtest, dass sie zunehmen. Wahrlich, das ist das Ergebnis eines wahren Glaubens, bis er vollkommen ist (in jeder Hinsicht). Ich fragte dich, ob jemand von seinen Anhängern aus Unzufriedenheit von seinem Glauben zurücktrat, nachdem er diesen angenommen hatte, und du hast dies auch verneint. Dies ist doch üblich für den wahren Glauben, wenn er sich mit der Herzensfreude eines Menschen einnistet. Niemand wäre unzufrieden damit. Ich fragte dich, ob er seine Abmachung mit euch bricht und du gabst an, dass er dies nicht tut. Es ist genauso mit den Gesandten: Sie brechen ihre Abmachungen nicht. Ich fragte dich ferner, ob ihr ihn bekämpft habt, und du gabst an, dass der Kampf zwischen euch wechselhaft war, und dass ihr eine Runde gewonnen habt und die andere gewann er. Dies ist genau der Fall mit den Gesandten: Sie werden zunächst geprüft, das Endziel aber ist auf ihrer Seite. Dann fragte ich dich, was er euch befiehlt, woraufhin du sagtest, dass er euch befiehlt, Allah allein anzubeten, ohne Ihm etwas beizugesellen, das Anbeten von alledem zu unterlassen, was eure Vorväter anzubeten pflegten, Gebete zu verrichten, die Wahrheit zu sprechen, keusch zu sein, eure Abmachungen einzuhalten und das euch anvertraute Gut zurückzugeben. Dies sind wahrlich Merkmale eines Propheten, von dem ich wusste (aus den vorigen Schriften), dass er erscheinen wird, doch wusste ich nicht, dass er von euch sein würde. Wenn das, was du gesagt hast, wahr ist, so wird er sehr bald den Boden einnehmen, der sich unter meinen Füßen befindet. Wenn ich wüsste, dass ich ihn auf jeden Fall erreichen könnte, würde ich mich sofort auf den Weg machen, um ihn zu treffen. Und wenn ich mit ihm wäre, würde ich ihm sicherlich die Füße waschen."

Abu Sufyan fügte hinzu: "Als Heraklios seine Ansprache beendet hatte, wurden Stimmen laut, und es gab viel Gerede zwischen den byzantinischen Würdenträgern, die sich um den Kaiser herum befanden. Es war so laut, dass ich nicht verstehen konnte, was sie sagten. Da wurde der Befehl erteilt, dass wir hinausgehen sollten. Als wir draußen mit meinen Gefährten allein waren, sagte ich zu ihnen: Wahrlich, die Angelegenheit von Ibn Abi Kabschah (damit war der Prophet gemeint) hat an Macht gewonnen. Sogar der König der Römer fürchtet ihn."
Abu Sufyan fügte hinzu: "Bei Allah, ich wurde mir immer sicherer, dass seine Religion siegreich sein würde, bis ich letztendlich den Islam akzeptierte."  (Buchari)  

Der Prophet Muhammad lud die Christen von Najran ein, den Islam anzunehmen. Die Christen berieten sich untereinander und beschlossen eine Gruppe ihrer Gelehrten zu senden, um den Prophten zu treffen; diese waren Abdul Masih Aaquib, Saiyed und Abdul Haris. Als sie Medinah erreicht hatten, wechselten sie ihre Kleidungen, die sie während ihrer Reise getragen hatten. Sie kleideten sich mit seidenen Gewändern, beschmückten sich mit goldenen Ringen und gingen, um den Propheten zu begrüßen. Jeder von ihnen begrüßte den Propheten gewohnheitsgemäß, aber der Prophet Allahs reagierte nicht und wendete sein Gesicht von ihnen ab. Sie verließen die Moschee und gingen auf die Gefährten Othman und Abdurrahman bin Auf zu und beschwerten sich: "Euer Gesandte schrieb uns und lud uns ein, doch als wir gingen, um ihn zu sehen, schenkte er uns keine Beachtung. Was werdet ihr uns raten? Sollen wir umkehren oder auf eine andere Gelegenheit warten?" Othman und Abdurrahman verstanden die Situation nicht und brachten sie deshalb zu Ali, der sie dazu anwies, ihre seidenen Gewänder und Goldringe abzulegen und ihre priesterlichen Gewänder anzuziehen. So würde der Prophet sie bestimmt gerne empfangen. Daraufhin zogen sich die christlichen Delegierten bescheidene Kleidung an und stellten sich dem Propheten vor, der ihre Begrüßungen beantwortete und sagte: "Bei Allah, als sie das erste Mal zu mir kamen, war der Satan in ihrer Begleitung."

Danach predigte der Prophet ihnen und forderte sie auf, den Islam anzunehmen. Sie fragten: "Was ist deine Meinung über Jesus Christus?" Der Prophet sagte: "Ruht euch heute aus und ihr werdet auf all eure Fragen Antworten bekommen." Der Prophet erwartete eine Offenbarung hinsichtlich dieser Angelegenheit und am nächsten Tag wurden ihm die Verse 59-60 der dritten Sura offenbart. 

Gewiß, das Gleichnis Jesus´ ist bei Allah wie das Gleichnis Adams. Er erschuf ihn aus Erde. Hierauf sagte Er zu ihm: "Sei!" und da war er. (Das ist) die Wahrheit von deinem Herrn; gehöre daher nicht zu den Zweiflern!

Qur´an 3:59-60

Am nächsten Tag, als die Christen zum Propheten gekommen waren, las er ihnen die Verse vor, die ihm offenbart worden waren. Trotz dem, was sie gehört hatten, weigerten sie sich, die Wahrheit zu akzeptieren; weshalb der 61.

Vers derselben Sura offenbart wurde

Wer nun mit dir darüber streitet, nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so sag (zu denen): "Kommt her! Laßt uns unsere Söhne und eure Söhne, unsere Frauen und eure Frauen, uns selbst und euch selbst zusammenrufen und hierauf flehen und so den Fluch Allahs über die Lügner kommen lassen!"

Qur´an 3:61


Damit forderte der Prophet sie zur "Mubahala" auf, was bedeutet, dass der Fluch auf der Partei sein soll, die lügt. Die christliche Delegation beriet sich untereinander und gab schließlich bekannt, dass sie mit der Aufforderung einverstanden waren. Ganz früh am nächsten Morgen, sandte der Prophet Salman Al-Farisi an einen offenen Platz, der für das historische Ereignis außerhalb der Stadt festgelegt war. Als die Christen von Najran den Propheten sahen, waren sie voller Ehrfurcht und gebannt. Abdul Haris, der größte Gelehrte unter ihnen, wandte sich mit folgenden Worten an seine Leute:

"Wahrlich, ich sehe ein göttliches Licht auf den Gesichtern unserer Gegner. Wenn sie Allah darum flehen würden, die Berge von ihren Stellen zu versetzten, würde es passieren. Wehe euch, macht nicht weiter mit diesem Fluch, denn sonst werdet ihr vernichtet und die gesamte Nation der Christen wird dem Untergang erlegen sein!"

Hierauf sagte der Prophet

Bei Allah, hätten die Christen von Najran die Mubahala in die Tat umgesetzt, wären sie zerstört worden

Jesus 

Allah, der Hocherhabene, beschreibt sie im Qur`an mit folgenden Worten:

Hierauf ließen Wir auf ihren Spuren Unsere Gesandten folgen; und Wir ließen Jesus, den Sohn Marias, folgen und gaben ihm das Evangelium. Und Wir setzten in die Herzen derjenigen, die ihm folgten, Mitleid und Barmherzigkeit, und (auch) Mönchtum, das sie erfanden - Wir haben es ihnen nicht vorgeschrieben -, (dies) nur im Trachten nach Allahs Wohlgefallen. Sie beachteten es jedoch nicht, wie es ihm zusteht. Und so gaben Wir denjenigen von ihnen, die glaubten, ihren Lohn. Aber viele von ihnen waren Frevler

Qur´an 57:27

Allah beschreibt die wahren Nachfolger Jesu´ als solche, die zu denen gehören, die sich beeilen, die Wahrheit zu akzeptieren und diese mit ganzem Herzen befolgen. Sie arbeiten daran, die wahre Botschaft Jesu´ zu verbreiten. Allah hat den Muslimen befohlen, diesem Beispiel zu folgen und wie die Anhänger Jesu´ zu sein.

Er, der Hocherhabene, sagt

(O die ihr glaubt, seid Allahs Helfer, so wie Jesus, der Sohn Marias, zu den Jüngern sagte: "Wer sind meine Helfer (auf dem Weg) zu Allah (hin)?" Die Jünger sagten: "Wir sind Allahs Helfer." So glaubte ein Teil von den Kindern Israels, während ein (anderer) Teil ungläubig war. Da stärkten Wir diejenigen, die glaubten, gegen ihre Feinde, und so bekamen sie die Oberhand

Qur´an 61:14


Allah beschreibt sie auch als Menschen, die den Muslimen am nächsten sind.

Er, der Hocherhabene, sagt:

Du wirst ganz gewiß finden, daß diejenigen Menschen, die den Gläubigen am heftigsten Feindschaft zeigen, die Juden und diejenigen sind, die (Allah etwas) beigesellen. Und du wirst ganz gewiß finden, daß diejenigen, die den Gläubigen in Freundschaft am nächsten stehen, die sind, die sagen: "Wir sind Christen." Dies, weil es unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie sich nicht hochmütig verhalten. Wenn sie hören, was zum Gesandten (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, siehst du ihre Augen von Tränen überfließen wegen dessen, was sie (darin) als Wahrheit erkannt haben. Sie sagen: "Unser Herr, wir glauben. Schreibe uns unter den Zeugnis Ablegenden auf.

Qur´an 5:82-83


Himmel 

Muslime glauben, dass der Prophet Jesus weder getötet, noch gekreuzigt wurde, sondern durch den Willen Allahs in den Himmel empor gestiegen ist.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und Wir gaben bereits Moses die Schrift und ließen nach ihm die Gesandten folgen. Und Wir gaben Jesus, dem Sohn Marias, die klaren Beweise und stärkten ihn mit dem Heiligen Geist. War es nicht (so), daß jedesmal, wenn euch (Juden) ein Gesandter etwas überbrachte, was euren Neigungen nicht entsprach, ihr euch hochmütig verhieltet, indem ihr eine Gruppe (der Gesandten) der Lüge bezichtigtet und eine (andere) Gruppe tötetet?

Qur´an 2:87


Allah, der Hocherhabene, sagt auch:

((Verflucht sind sie) dafür, daß sie ihr Abkommen brachen und Allahs Zeichen verleugneten und (daß sie) die Propheten zu Unrecht töteten und (daß sie) sagten: "Unsere Herzen sind verhüllt." - Nein! Vielmehr hat Allah sie für ihren Unglauben versiegelt; darum glauben sie nur wenig, und daß sie ungläubig waren und gegen Maria gewaltige Verleumdung aussprachen, und dafür, daß sie sagten: "Gewiß, wir haben al-Masih Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Allahs getötet." - Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet. Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise. Es gibt keinen unter den Leuten der Schrift, der nicht noch vor dessen Tod ganz gewiß an ihn glauben wird. Und am Tag der Auferstehung wird er über sie Zeuge sein

Qur´an 4:155-159

Ibn Abbas sagte: "Nachdem Allah bestimmt hatte, dass Jesus in den Himmel emporsteigen sollte, kamen seine zwölf Jünger zu ihm nach Hause. Sie sahen, dass Wasser von seinem Kopf tropfte. Jesus fragte sie: "Wer von euch wäre bereit, von Allah in meine Gestalt umgewandelt und anstatt meiner getötet zu werden, wofür er dann den Lohn der Himmlischen Wohnstätte erhält?" Der Jüngste aus der Gruppe meldete sich freiwillig, jedoch wies Jesus ihn an, sich zurückzuhalten. Als er sich jedoch abermals dazu bereit erklärte,  wählte Jesus ihn. Er erschien als Jesus und der Prophet Jesus stieg in den Himmel empor. Die Leute kamen und nahmen denjenigen fest, der wie Jesus aussah und töteten ihn, indem sie ihn kreuzigten.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und sie schmiedeten Ränke, und (auch) Allah schmiedete Ränke; und Allah ist der beste Ränkeschmied. Als Allah sagte: "O Jesus, Ich werde dich (nunmehr) abberufen und dich zu Mir emporheben und dich von denen, die ungläubig sind, reinigen und diejenigen, die dir folgen, bis zum Tag der Auferstehung über diejenigen stellen, die ungläubig sind. Hierauf wird eure Rückkehr zu Mir sein, und dann werde Ich zwischen euch richten über das, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet. Was nun diejenigen angeht, die ungläubig sind, so werde Ich sie im Diesseits und im Jenseits mit strenger Strafe strafen; und sie werden keine Helfer haben. Was aber jene angeht, die glauben und rechtschaffene Werke tun, so wird Er ihnen ihren Lohn in vollem Maß zukommen lassen. Und Allah liebt nicht die Ungerechten

Qur´an 3:54-57

Später behaupteten die Christen, dass Jesus getötet wurde, um für die Sünden der Menschheit zu sühnen. Wir Muslime glauben jedoch, dass jeder Mensch für seine eigenen Taten bei Allah Rechenschaft ablegen wird. Niemand trägt die Sünden einer anderen Person. 

Muslime glauben, dass der Prophet Jesus gegen Ende der Zeit auf die Erde zurückkommen wird. Er wird während einer Zeitspanne zurückkehren, wo Ignoranz weit verbreitet und die Menschen sehr weit entfernt vom Glauben sein werden. Der Prophet Jesus wird ein gerechter Herrscher sein, der mit den Gesetzen des Islam regiert..

Schlusswort 

Es gab eine große Menge Auseinandersetzungen über den Propheten Jesus. Einige verachteten ihn und beschrieben ihn auf die schlimmste Art; andere widerum lobten ihn zu übermäßig und beteten ihn an. Allah leitete die Muslime zu dem mäßigen Weg. Wir erkennen die Großartigkeit dieses Propheten Allahs an. Wir lieben, respektieren und verehren ihn, aber beten ihn nicht an. Er ist in der Tat ein großartiger Gesandter Allahs, jedoch ist er nur ein Diener Allahs, der keinerlei Ansprüche auf Göttlichkeit hat. Dies finden wir bekräftigt im Qur`an und in den prophetischen Überlieferungen. Jesus ist nicht, wie die Christen behaupten, der Sohn Gottes oder ein Teil der Dreifaltigkeit. Er ist einfach ein Gesandter Allahs, der zu seinem Volk gesandt wurde, um diesem die Botschaft des Glaubens an die Einzigartigkeit Allahs zu vermitteln.

Allah hat uns mit Vernunft und Verstand gesegnet. So müssen wir diese dazu benutzen, um zu erkennen, wer der Anbetung würdig ist und wer nicht. 

Zum Schluß strecken wir unsere Hände zu den Leuten der Schrift und bitten sie darum, ihre eigenen Bücher mit Verstand zu lesen, Fragen zu stellen und das Wissen sowie die Wahrheit zu suchen.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Viele von den Leuten der Schrift möchten euch, nachdem ihr den Glauben (angenommen) habt, wieder zu Ungläubigen machen, aus Mißgunst von sich selbst aus, nachdem ihnen die Wahrheit klargeworden ist. Doch verzeiht und seid nachsichtig, bis Allah mit Seiner Anordnung kommt! Allah hat zu allem die Macht

Qur´an 2:109

Juden und Christen wurde die frohe Botschaft über das Kommen eines Propheten gegeben. Sie dachten, dass er von den Kindern Israels sein würde. Als er jedoch aus der Reihe der anderen kam, glaubten sie nicht an ihn.

Allah, der Hocherhabene, sagt

Und als von Allah ein Buch zu ihnen kam, das bestätigend, was ihnen bereits vorlag - und zuvor hatten sie um einen entscheidenden Sieg über diejenigen, die ungläubig waren, angerufen -, als nun das zu ihnen kam, was sie kannten, verleugneten sie es. Darum Allahs Fluch über die Ungläubigen!

Qur´an 2:89

Ich hoffe, dass dieses Büchlein als ein "Augenöffner" für Sie dient und als Auslöser für Ihre Reise auf der Suche nach der Wahrheit. Das Schöne an der Wahrheit ist, dass man sobald man sie gefunden hat und sich fest an sie klammert, von Ruhe und Frieden umgeben wird.

Allah, der Hocherhabene, sagt

(Es sind) diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Allahs Ruhe finden. Sicherlich, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe!

Qur´an 13:28


Related Articles with Wunder des Propheten Jesus