Zins und Wucher

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Zins und Wucher

 

Allah hat das Zinsnehmen aufs schärfste verurteilt. „Allah macht den Zins zunichte und die Spenden gewinnträchtig“; sagt Er in Vers 176 der Sure 2, Al-Baqara, und im vorangehenden Vers: „Allah hat den Handel gestattet und den Zins verboten.“ Das Wort für Zins in diesen Versen bezeichnet jeden Vermögensvorteil ohne dafür erbrachte Leistung. Diese Ausnutzung menschlicher Notlagen und die ungerechte Aneignung fremden Vermögens ziehen Allahs Zorn auf sich. In Sure 2, Al-Baqara, Vers 178 wird all denen, die davon nicht ablassen, Krieg von Allah und Seinem Gesandten angekündigt.

 

Das westliche Wirtschaftssystem gründet weitgehend auf Zins und dergleichen Praktiken, das Gesellschafts­system krankt an den daraus entspringenden Übeln. Hierfür allerdings gibt es keine biblische Grundlage. In 5. Mose 23;20 heißt es vielmehr: „Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder für Geld noch für Speise noch für alles, wofür man Zinsen nehmen kann.“ Der darauf folgende Satz „von dem Ausländer darfst du Zinsen nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf daß dich der Herr, dein Gott, segne in allem, was du unternimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen“, ist wohl eher eine dem jüdischen Stolz entstammende Hinzufügung.

 

Im Qur’an (Sure 3, Al Imran, Vers 75) teilt uns Allah mit, daß sie sagen „in Bezug auf die Schriftunkundigen gibt es nichts gegen uns vorzubringen; und sie sprechen wissentlich Lüge gegen Allah. Aber selbst wenn der zweite Satz aus 5. Mose 23;2021 als authentisch betrachtet würde, dürften die Juden (und dergleichen die Christen) nur von jenen Zins nehmen, die nicht ihrem Bekenntnis angehören. Die gegenseitige Ausbeutung unter ihnen kennt jedoch keine Grenzen und wird in Hesekiel 22;12 wie folgt beschrieben: „Sie lassen sich bestechen, um Blut zu vergießen. Du nimmst Zinsen und Aufschlag und suchst ungerechten Gewinn an deinem Nächsten mit Gewalt – und mich vergisst du! spricht Gott der Herr.“

 

In Hesekiel 18;8-9 wird uns dagegen das rechte Verhalten geschildert: „...der nicht auf Zinsen gibt und keinen Aufschlag nimmt, der seine Hand vom Unrecht zurückhält und rechtes Urteil fällt unter den Leuten, der nach meinem Gesetzen lebt und meine Gebote hält, daß er danach tut: das ist ein Gerechter, der soll das Leben behalten, spricht Gott der Herr.“ Ähnlich wird in Psalm 15;5 als Gott wohlgefällig gelobt, „...wer sein Geld nicht auf Zinsen gibt und nimmt nicht Geschenke wider den Unschuldigen.“

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