Die heilige Bibel

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Die heilige Bibel
 
 
 
M:In Ordnung. Bist du dir sicher, dass die Bibel Gottes Wort ist?
 
 
 
C:Ja, ich bin mir sicher, dass es Gottes Wort ist.
 
 
 
M:Dann lies bitte was Lukas über seine Aufzeichnungen in den Versen 1, 2 und 3 sagt.
 
 
 
C:„Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben.“
 
 
 
M:Denke genau nach. Lukas sagt, er ist kein Augenzeuge gewesen. Das Wissen, welches er bekam, hatte er von Augenzeugen und nicht durch göttliche Inspiration. Wie kann die Bibel Gottes Wort durch Hörensagen sein?
 
 
 
C:Vielleicht ist nur dieser Teil nicht Gottes Wort.
 
 
 
M:Die Geschichte lehrt uns, dass die Bibel über die Jahre Änderungen erfahren hat. Wie bereits vorher erwähnt, wurde die Bibel im Zeitraum von 1538 bis in die 1970er Jahre Dutzenden von Änderungen unterzogen und es gibt Dutzende von Bibelversionen. Auch du weißt, dass es nicht verschiedene Versionen von Gottes Wort geben kann. Die letzten großen Änderungen, die die Standard Version der Bibel durchlaufen hat, fanden in den Jahren 1952 und 1971 statt.[1] Bei der New American Standard Bible sowie der New World Übersetzung der Heiligen Schrift wurden, im Vergleich zur King James Version, einige Verse ausgelassen. Vor einigen Jahren wollten christliche Theologen die Bibel geschlechterunspezifisch machen! Und manche christliche Theologen behaupten: „Die Bibel ist menschlich und göttlich zugleich.“ Jedoch ist das ein offensichtlicher Widerspruch, denn beides zusammen ist nicht möglich. Die oben erwähnten Tatsachen beweisen deutlich, dass die Bibel menschlich, und nicht göttlich, ist. Bedeutet heilig für dich auch frei von Fehlern?
 
 
 
C:Ja. Doch was für eine Art von Fehlern meinst du?
 
 
 
M:Ein Beispiel: in Genesis lesen wir, dass die Pflanzenwelt vor der Sonne erschaffen wurde. Das ist unwissenschaftlich, denn Pflanzen können nicht ohne Sonne wachsen. Ein anderes Beispiel: Stell dir vor, es gibt einen Vers, der besagt, dass eine bestimmte Person im Alter von 50 Jahren verstorben sei und einen anderen Vers, der besagt, dass dieselbe Person im Alter von 60 Jahren verstorben sei. Können beide Aussagen richtig sein?
 
 
 
C:Auf keinen Fall! Nur eine von beiden Aussagen kann richtig sein. Oder beide sind falsch.
 
 
 
M:Richtig. Wenn also ein angeblich heiliges Buch widersprüchliche Verse beinhaltet, betrachtest du es dann immer noch als heilig?
 
 
 
C:Nein, natürlich nicht, denn eine heilige Schrift ist die Offenbarung von Gott, und es ist unmöglich, dass sie Fehler oder Widersprüche enthält. Gott ist perfekt!
 
 
 
M:Sie ist also nicht heilig.
 
 
 
C:Richtig, die Heiligkeit verschwindet.
 
 
 
M:Einverstanden. Du könntest dieser Schrift also nicht 100%ig vertrauen. Was könnten die Gründe für die Fehler und Widersprüche sein?
 
 
 
C:Ein Fehler in der Niederschrift, absichtliche Änderungen der Schreiber, Auslassungen, Hinzufügungen.
 
 
 
M:Wenn ich dir widersprüchliche Verse in der Bibel zeige, würdest du sie dann noch als heilig betrachten?
 
 
 
C:Ich glaube nicht, dass die Bibel nicht heilig ist, weil ich keine widersprüchlichen Verse darin sehe.
 
 
 
M:Doch es gibt viele widersprüchliche Verse darin.
 
 
 
C:Im Neuen oder im Alten Testament?
 
 
 
M:In beiden. Hier sind ein paar wenige davon. Aber ich möchte dich daran erinnern, dass du  zwischen dem Neuen und dem Alten Testament nicht unterscheiden darfst, denn Jesus hat wieder und wieder erklärt, dass er nicht gekommen ist, um das Gesetz zu ändern. Ansonsten müsste die Kirche das Alte Testament völlig ausschließen, wenn die heutigen Christen nicht mehr daran glauben wollen. Hier sind einige Widersprüche:
 
 
 
- „David nahm von ihm siebzehnhundert Wagenkämpfer und zwanzigtausend Fußsoldaten gefangen; er ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt nur hundert (für sich) zurück.“ (Zweites Buch Samuel 8:4)
 
- „David erbeutete von ihm tausend Wagen und nahm siebentausendWagenkämpfer und zwanzigtausend Fußsoldaten gefangen; er ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt nur hundert von ihnen für sich zurück.“ (Das erste Buch der Chronik 18:4)
 
 
 
Waren es nun siebzehnhundert oder siebentausend Wagenkämpfer? Was ist richtig?
 
 
 
- „Doch sie mussten vor den Israeliten fliehen. David vernichtete siebenhundert aramäische Kriegswagen und tötete vierzigtausend Reiter. Auch Schobach, den Oberbefehlshaber des Heeres, schlug er nieder, sodass er an Ort und Stelle starb.“ (Zweites Buch Samuel 10:18)
 
Im Vergleich dazu:
 
- Doch sie mussten vor den Israeliten fliehen. David vernichtete siebentausend aramäische Kriegswagen und tötete vierzigtausend Mann von ihren Fußtruppen. Auch Schobach, den Oberbefehlshaber des Heeres, tötete er.“ (Das erste Buch der Chronik 19:18)
 
 
 
Waren es nun siebenhundert Kriegswagen oder siebentausend? Waren es vierzigtausend Reiter oder Fußtruppen?
 
 
 
- „Er war zweiundzwanzig Jahre alt, als er König wurde, und regierte ein Jahr in Jerusalem. Seine Mutter hieß Atalja; sie war eine Enkelin Omris, des Königs von Israel.“ (Das zweite Buch der Könige 8:26)
 
- „Ahasja war zweiundvierzig Jahre alt, als er König wurde, und regierte ein Jahr in Jerusalem. Seine Mutter hieß Atalja; sie war eine Enkelin Omris.“ (Das zweite Buch der Chronik 22:2)
 
 
 
War er nun zweiundvierzig oder zweiundzwanzig Jahre alt?
 
 
 
- „Jojachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde, und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta und war eine Tochter Elnatans aus Jerusalem.“ (Das zweite Buch der Könige 24:8)
 
- „Jojachin war acht Jahre alt, als er König wurde. Er regierte drei Monate und zehn Tage in Jerusalem und tat, was dem Herrn missfiel.“ (Das zweite Buch der Chronik 36:9)
 
 
 
War er nun acht Jahre alt oder achtzehn? Regierte er drei Monate lang oder drei Monate und zehn Tage?
 
 
 
- „Das sind die Namen der Helden Davids: Jischbaal, der Hachmoniter, das Haupt der Drei; er schwang seine Streitaxt über achthundert Männer und erschlug sie alle auf einmal.“ (Zweites Buch Samuel 23:8)
 
- „Das ist das Verzeichnis der Helden Davids: Jaschobam, der Sohn Hachmonis, war das Haupt der Drei; er schwang seine Lanze über dreihundert Männer und erschlug sie alle auf einmal.“ (Das erste Buch der Chronik 11:11)
 
 
 
Lassen wir seinen Namen und seine Abstammung beiseite. Aber hatte er nun eine Streitaxt oder eine Lanze. Tötete er achthundert oder dreihundert Männer?
 
 
 
- „Der Zorn des Herrn entbrannte noch einmal gegen Israel und er reizte David gegen das Volk auf und sagte: Geh, zähl Israel und Juda!“ (Zweites Buch Samuel 24:1)
 
- „Der Satan trat gegen Israel auf und reizte David, Israel zu zählen.“ (Das erste Buch der Chronik 21:1)
 
 
 
Wer provozierte David nun? War es der Herr oder der Satan? Ein schwerwiegender und schockierender Fehler!
 
 
 
- „Michal aber, die Tochter Sauls, bekam bis zu ihrem Tod kein Kind.“ (Das zweite Buch Samuel 6:23)
 
- „Der König nahm Armoni und Mefi-Boschet, die beiden Söhne, die Rizpa, die Tochter Ajas, dem Saul geboren hatte, und die fünf Söhne, die Michal, die Tochter Sauls, dem Adriël, dem Sohn Barsillais aus Mehola, geboren hatte.“ (Das zweite Buch Samuel 21:8)
 
 
 
Hatte Michal, die Tochter von Saul, nun kein Kind oder fünf Kinder?
 
 
 
C:Ich habe all diese Widersprüche nie wahrgenommen. Gibt es noch mehr?
 
 
 
M:Ja, es gibt noch Dutzende andere Stellen. Aber reicht das Genannte nicht aus, um die Heiligkeit abzuerkennen? Lies doch mal Genesis 6:3: „Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; daher soll seine Lebenszeit hundertzwanzig Jahre betragen.” Wie alt war Noah als er starb?
 
 
 
C:Ich kann mich nicht erinnern.
 
 
 
M:Er war älter als 120 Jahre, wie in Genesis 9:29 zu lesen ist.
 
 
 
C:„Die gesamte Lebenszeit Noahs betrug neunhundertfünfzig Jahre, dann starb er.”
 
 
 
M:Seltsam, oder?!
 
Noch etwas anderes: das Christentum besagt, dass Gott den Mensch nach seinem Abbild erschaffen habe. So steht es in Genesis 1:26: „Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.”
 
Das widerspricht allerdings Jesaja 40:18 und 25: „Mit wem wollt ihr Gott vergleichen und welches Bild an seine Stelle setzen? (...) Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wem sollte ich ähnlich sein? spricht der Heilige.“ Oder lies in den Psalmen 89:7 nach: „Denn wer über den Wolken ist wie der Herr, wer von den Göttern ist dem Herrn gleich?“ Und in Jeremiah 10:6 und 7 steht: „Niemand, Herr, ist wie du: Groß bist du und groß an Kraft ist dein Name. Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Ja, das steht dir zu. Denn unter allen Weisen der Völker und in jedem ihrer Reiche ist keiner wie du.”
 
 
 
C:Aber das ist doch alles aus der Thora!
 
 
 
M:Wieder unterscheidest du zwischen Altem und Neuem Testament. Es ist doch Teil der Bibel, an die die Christen glauben. Jesus sagte doch deutlich, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz (die Thora) zu zerstören, sondern, um es aufrecht zu erhalten. Jesus hat sich strikt an das Gesetz Moses´ gehalten und du machst Unterscheidungen, indem du sagst, das ist das Neue und das ist das Alte Testament. Auf diese Weise spielt man mit seinem Glauben – und davor sollte man sich doch in Acht nehmen. Aber lass uns weiter zum Neuen Testament gehen. Hier sind einige Beispiele von Aussagen Jesus´:
 
 
 
- Johannes 5:37: „Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat über mich Zeugnis abgelegt. Ihr habt weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt je gesehen.“
 
- Johannes 14:9: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
 
- Johannes 5:31: „Wenn ich über mich selbst als Zeuge aussage, ist mein Zeugnis nicht gültig.”
 
- Johannes 8:14: „Jesus erwiderte ihnen: Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis gültig.”
 
- Matthäus 21:2: „Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr.”
 
- Markus 11:2: „Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her!”
 
 
 
Ein weiteres Beispiel ist, dass Josef im Matthäusevangelium (1:16) als Sohn Jakobs beschrieben wird, im Lukasevangelium (3:23) allerdings als Sohn Elis.
 
Dies sind nur einige wenige Widersprüche im Neuen Testament. Wenn wir gemeinsam über die Glaubenslehre der Dreifaltigkeit, der Göttlichkeit Jesus´, der göttlichen 'Sohnheit' Jesus´, die Erbsünde und die Sühne sprechen werden, wirst du viele weitere Widersprüche sehen; ganz zu schweigen von all den üblen Vorwürfen und schlimmen Lügen gegenüber vielen biblischen Propheten. Ihnen wird vorgeworfen falsche Götter angebetet zu haben, Inzest, Vergewaltigung oder Ehebruch begangen zu haben. Ich bitte Allah um Vergebung dafür, diese Dinge überhaupt zu erwähnen.
 
 
 
C:Wo in der Bibel findest du das?
 
 
 
M:Über Noah wird gesagt, er sei so betrunken gewesen, dass er sich vor seinen erwachsenen Söhnen nackt ausgezogen habe: „Da nahmen Sem und Jafet einen Überwurf; den legten sich beide auf die Schultern, gingen rückwärts und bedeckten die Blöße ihres Vaters. Sie hatten ihr Gesicht abgewandt und konnten die Blöße des Vaters nicht sehen. Als Noah aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was ihm sein zweiter Sohn angetan hatte (...).” (Genesis 9:23-24)
 
 
 
Und Salomon wird nicht nur vorgeworfen ein riesiges Harem gehabt zu haben, sondern auch falsche Götter angebetet zu haben: „Der Herr aber wurde zornig über Salomo, weil sich sein Herz von ihm, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm verboten hatte, fremden Göttern zu dienen. Doch Salomo hielt sich nicht an das, was der Herr von ihm verlangt hatte.“ (Das erste Buch der Könige 11: 9-10)
 
 
 
Aaron, der als Prophet seinen Bruder Moses zum Pharao begleitete, wird beschuldigt das goldene Kalb für die Israeliten gestaltet zu haben: „Er nahm sie von ihnen entgegen, zeichnete mit einem Griffel eine Skizze und goss danach ein Kalb. Da sagten sie: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten herausgeführt haben.“ (Exodus 32:4)
 
 
 
Des Weiteren wird dem Propheten Lot Inzest mit seinen beiden Töchtern nachgesagt: „Beide Töchter Lots wurden von ihrem Vater schwanger.“ (Genesis 19:36)
 
 
 
Außerdem liest man über einen Propheten, der mit zwei Schwestern gleichzeitig verheiratet war, was verboten ist: „Jakob ging darauf ein. Er verbrachte mit Lea die Brautwoche, dann gab ihm Laban seine Tochter Rahel zur Frau.“ (Genesis 29:28)
 
 
 
Wieder ein anderer Prophet wird des Ehebruchs beschuldigt: „David schickte jemanden hin und erkundigte sich nach ihr. Man sagte ihm: ›Das ist Batseba, die Tochter Ammiëls, die Frau des Hetiters Urija.‹Darauf schickte David Boten zu ihr und ließ sie holen; sie kam zu ihm, und er schlief mit ihr - sie hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt. Dann kehrte sie in ihr Haus zurück.” (Das zweite Buch Samuel 11:3-4)
 
 
 
Hier ergibt sich eine zentrale Frage: Wie kann David im Stammbaum Jesus´ akzeptiert sein, wenn dieser  mit einer Person beginnt, die Ehebruch begangen hatte? Ist das nicht ein Widerspruch zu dem, was im Deuteronomium 23:2 geschrieben steht? „In die Versammlung des Herrn darf kein Bastard aufgenommen werden; auch in der zehnten Generation dürfen seine Nachkommen nicht in die Versammlung des Herrn aufgenommen werden.”
 
 
 
Eine andere abstoßende Geschichte ist die Massenunzucht von Absalom. Von ihrwird im zweiten Buch Samuel 16:22 berichtet: „Man errichtete für Absalom ein Zelt auf dem Dach, und Absalom ging vor den Augen ganz Israels zu den Nebenfrauen seines Vaters.“ Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand auf der Welt imstande dazu wäre, so etwas zu tun – auf einem Dach vor den Augen aller Leute!
 
 
 
Ein weiterer Bericht über Inzest ist der von Juda mit seiner Schwiegertochter Tamar. Juda war auf dem Weg nach Timnath, um seine Schafe zu scheren, als er Tamar sah, die er wegen ihrer Gesichtsbedeckung für eine Hure hielt: „Da fragte er: ›Was für ein Pfand soll ich dir dalassen?‹ ›Deinen Siegelring mit der Schnur und den Stab in deiner Hand‹, antwortete sie. Er gab sie ihr. Dann ging er zu ihr und sie wurde von ihm schwanger.” (Genesis 38:18)
 
 
 
Der Qur'an, und somit auch alle Muslime, lehnen diese Lügen strikt ab!
 
 
 
Obwohl Juden und Muslime zum Teil verfeindet sind, würde niemals ein Muslim auf die Idee kommen über irgendeinen israelitischen Propheten – ganz gleich ob Juda, David, Jesus oder ein anderer, Allahs Wohlgefallen auf ihnen allen – ein Buch zu verfassen, in dem er ihn der Vergewaltigung, Unzucht, Inzest oder sonstiger Dinge beschuldigen würde. Allerdings sind diese schrecklichen Dinge alle in eurer Bibel vorhanden und die Christen akzeptieren das blind und glauben daran. Ich suche Zuflucht bei Allah davor!
 
 
 
Muslime lieben, ehren und respektieren alle Propheten Gottes, auch die jüdischen. Dies zu tun, stellt sogar ein Glaubensgrundsatz der Muslime dar. Wir würden niemals schlecht über sie sprechen oder schreiben. Jeder Muslim, der derartige Anschuldigungen für wahr hält, wird dadurch ein Ungläubiger. Nun stell dir selbst eine wichtige Frage:
 
 
 
Wenn Allah Propheten geschickt hat, damit sie der Menschheit den richtigen Weg zeigen, glaubst du, dass Er sich in der Auswahl geirrt hat? Glaubst du, Er hat die falschen Menschen ausgesucht?
 
 
 
C:Nein, sicherlich hat er nicht die Falschen gewählt. Aber glaubt ihr nicht auch an die Bibel?
 
 
 
M:Wir Muslime glauben an alle heiligen Schriften – jedoch in ihrer Originalform. Jesus, der Friede sei mit ihm, sprach aramäisch und nicht deutsch, englisch, lateinisch oder griechisch. Das muss ganz klar gesagt werden. Wo ist denn die Originalbibel auf aramäisch? Sie existiert nicht mehr! Gott hat zu jedem Volk einen Gesandten geschickt, damit er die Leute zum Einen warnt und ihnen zum Anderen frohe Botschaft gibt. Manchen von ihnen hat Er auch eine Schrift gegeben, als Rechtleitung für deren Völker. Einige Beispiele dafür sind die Thora, die er Moses gab, die Psalmen, die David erhielt, oder das Evangelium, das Er Jesus gab. In der Bibel ist an mehreren Stellen zu lesen, dass Jesus zu seinen Jüngern sagte: „Geht nicht den Weg der Heiden“, d.h., geht nicht zu den Nichtjuden.
 
 
 
Als Teil seines Planes sandte Allah Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, als letzten und endgültigen Gesandten mit der letzten Offenbarung, dem heiligen Qur'an, als Rechtleitung für die ganze Menschheit – unabhängig von Nationalität und für alle Zeiten.
 
 
 
Von all den genannten Schriften ist nur noch der Qur'an in seiner Urfassung vorhanden.
 
 
 
Jesus sagt in Matthäus 15:24 selbst, dass er nur zu Israel gesandt wurde: „Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.” Oder in Matthäus 1:21: „Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“ Das sind die Juden. Außerdem sagte Jesus, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz zu ändern, sondern um es auszuführen: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.“ (Matthäus 5:17)
 
 
 
C:Aber im Markusevangelium 16:15 sagt Jesus: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“
 
 
 
M:Das widerspricht dem, was in Matthäus 15:24 und 1:21 steht. Sehr wichtig zu beachten: In vielen Bibelversionen ist diese Stelle (genauer: Markus 16:9-20) entfernt worden bzw. nicht vorhanden. Die New American Standard Bible hat diesen Teil eingeklammert und mit folgendem Kommentar versehen: „Einige der ältesten Manuskripte lassen Verse 9-20 aus.“ In der New World Translation der heiligen Schriften, die von den Zeugen Jehovas verwendet wird, wird eingeräumt, dass einige der ältesten Manuskripte nach Markus 16:8 einen kurzen und anderen Rückschluss folgen lassen; wieder andere lassen es vollständig weg. Die Revised Standard Version druckt folgende Fußnote ab: „Einige der ältesten Instanzen schließen Markus mit Vers 8 ab.“[2] Das heißt auch, dass die Wiederauferstehung, wie sie in Markus 16:9 beschrieben ist, nicht wahr ist.
 
 
 
C:Aber Jesus sagt im Matthäusevangelium 28:19: „Darum geht hin und macht alle Völker zu Jüngern.“
 
 
 
M:„Alle Völker“ muss wohl als alle zwölf Stämme Israels interpretiert werden, sonst widerspricht dies Matthäus 15:24 und 1:21. In der New American Standard Bible und der New World Translation ist nicht „alle Völker“ der Welt übersetzt worden, sondern „all die Völker“[3], was soviel heißt wie „die zwölf Stämme Israels“. Wie authentisch hältst du die Bibel nun?
 
 
 
C:Inzwischen habe ich meine Zweifel bekommen.
 
 
 
M:Ich bin mir sicher, dass du von der Echtheit des Islams überzeugt sein wirst, sobald wir unsere Meinungsverschiedenheiten im Detail erörtert haben. Ich bitte dich darum, so viele Fragen zu stellen wie du möchtest. Das ist die einzige Möglichkeit, wie du noch bestehende Zweifel ausräumen und auf deinem Weg der Wahrheitssuche zum Ziel gelangen kannst.
 
 
 
C:Weißt du, es ist eine willkommene Veränderung für mich, dass du mich ermutigst Fragen zu stellen. Viele unserer Theologen raten den Menschen davon ab. Doch ich bin der Meinung, es ist mein Recht zu fragen, um die Wahrheit zu erfahren.
 
 
 
M:Natürlich ist es das Recht eines jeden zu fragen. Es ist schade, dass viele einfache Christen wie du ihren Geistlichen keine Fragen zu der Glaubenslehre, die die Kirche vertritt, stellen. Unsere Scheichs und Imame ermutigen uns dazu, da es ein Grundrecht eines jeden Menschen ist. Es ist die einzige Möglichkeit Zweifel zu beseitigen. Die erhaltenen Antworten müssen deswegen auch deinen Intellekt ansprechen, sie müssen logisch und vernünftig sein und sie müssen Sinn machen, sonst bist du am Ende der Verlierer. Übrigens werden in vielen Moscheen auf der ganzen Welt regelmäßig Fragestunden abgehalten, nur damit die einfachen Leute Antworten auf ihre Fragen erhalten.
 
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[1]Es handelt sich wiederum um die englische Bibelversion. Ähnliches gilt aber genauso für deutsche Bibelversionen.
 
[2]Vgl. unter den deutschen Bibelversionen z.B. die Gute Nachricht Bibel oder die revidierte Fassung der Lutherübersetzung von 1984, in denen entsprechende Kommentare zu lesen sind.
 
[3]Englisch: “all nations” und “all the nations”.

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