17.WAS DEN GLAUBEN VERVOLLKOMMNET


Dr. Aḥmad ’Ibn ‘Abd-’r-Raḥmān al-Qāḍī

1. Gutes zu gebieten und Schlechtes zu verbieten:

Aḷḷāh sagt:

„Und es soll aus euch eine Gemeinschaft werden, die zum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerfliche verbietet. Jene sind es, denen es wohl ergeht.“

(4:104)

Und Abū Saʽīd al-Ḫudriyy, Aḷḷāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtet, dass er den Propheten - Aḷḷāhs Segen und Heil auf ihm - sagen hörte:

„Wer von euch etwas Verabscheuungswürdiges sieht, der soll es mit seiner Hand verändern (durch eine Tat), und wenn er das nicht vermag, dann mit seiner Zunge (durch Worte), und wenn er (auch) das nicht vermag, dann mit dem Wunsch seines Herzens, und das ist das geringste an Glauben“.


Übersetzung des Ḥadīṯ basierend auf: http://islamische-datenbank.de... (Anm. d. Ü.).

Muslim (Nr. 49). 

Dabei muss man sich allerdings vorher Wissen angeeignet haben, bei der Ausführung nachsichtig sein und danach geduldig bleiben.

2. Darauf bedacht sein, Einigkeit und Zusammenhalt zu bewahren sowie Tren                                                               nung und Auseinandersetzung zu vermeiden:

Aḷḷāh sagt:

„Und haltet alle fest am Seil Aḷḷāhs und geht nicht auseinander! Und gedenkt Aḷḷāhs Gunst an euch, als ihr Feinde wart und Er dann eure Herzen zusammenführte, worauf ihr durch Seine Gunst Brüder wurdet. Und (als) ihr am Rand einer Feuergrube wart und Er euch dann davor errettete. So macht Aḷḷāh euch Seine Zeichen klar, auf dass ihr rechtgeleitet werden möget! Und es soll aus euch eine Gemeinschaft werden, die zum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerfliche verbietet. Jene sind es, denen es wohl ergeht. Und seid nicht wie jene, die auseinandergingen und uneinig wurden, nachdem die klaren Beweise zu ihnen gekommen waren. Für jene gibt es gewaltige Strafe.“

(3:103-105)

Und auch:

„Haltet die (Vorschriften der) Religion ein und spaltet euch nicht darin (in Gruppen).“

(42:13)

Und der Prophet - Aḷḷāhs Segen und Heil auf ihm - sagte:

„Wahrlich, der Gläubige ist für den Gläubigen wie ein Mauerwerk, ein Teil hält den anderen fest.“ Und er flocht seine Finger ineinander.“


Übersetzung des Ḥadīṯ basierend auf: http://islamische-datenbank.de/sahih-al-buchari. (Anm. d. Ü.).

Al-Buḫāriyy (Nr. 2446) und Muslim (Nr. 2585), berichtet von Abū Mūsā, Aḷḷāhs Wohlgefallen
auf ihm. Hier wörtlich nach al-Buḫāriyy.

Aḷḷāhs Gesandter - Aḷḷāhs Segen und Heil auf ihm - sagte auch:

„Die Gläubigen sind in ihrer gegenseitigen Zuneigung, Barmherzigkeit und ihrem gegenseitigen Mitleid zueinander einem Körper gleich: Wenn ein Teil davon leidet, reagiert der ganze Körper mit Schlaflosigkeit und Fieber!“


Übersetzung des Ḥadīṯ nach: http://islamische-datenbank.de/sahih-muslim. (Anm. d. Ü.).

Muslim (Nr. 2586), berichtet von Nuʽmān Ibn Bašīr, Aḷḷāhs Wohlgefallen auf ihm

3. Gute Manieren und tugendhafte Taten:

Dazu gehören Geduld, Großzügigkeit, Tapferkeit, Nachsicht, Vergebung, Bescheidenheit und das Vermeiden von allem, was diesen Tugenden entgegengesetzt ist. Zu den guten Manieren zählen auch die Güte zu den Eltern, die Pflege der Verwandtschaftsbande, die gute Nachbarschaft und die Wohltätigkeit gegenüber Waisen sowie in Not geratenen Reisenden . Aḷḷāh sagt:

„Nimm den Überschuss, gebiete das allgemein Gute und wende dich von den Toren ab!“

(7:199)

Abū ad-Dardā’, Aḷḷāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet - Aḷḷāhs Segen und Heil auf ihm - sagte:

„Nichts ist schwerer in der Waage (am Tag der Auferstehung) als die guten Manieren“.


Abū Dāwūd (Nr. 4799) und at-Tirmiḏiyy (Nr. 2002) und (Nr. 2003); hier der Wortlaut von Abū Dāwūd. At-Tirmiḏiyy führt eine Ergänzung des Ḥadīṯ an: «Wer gute Manieren hat, erreicht damit die Stellung des Fastenden und des (nachts) Betenden.».

 Und Abū Hurayrah, Aḷḷāhs Wohlgefallen auf ihm überliefert folgende Aussage des Propheten - Aḷḷāhs Segen und Heil auf ihm:

„Wer einen Gläubigen von einer Drangsal des Diesseits entlastet, den entlastet Aḷḷāh von einer Drangsal am Tag der Auferstehung. Und wer einem Zahlungsunfähigen Erleichterung gewährt, dem erleichtert Aḷḷāh im Diesseits und im Jenseits. Aḷḷāh steht einem Diener bei, so lange er seinem Bruder beisteht. Wer einen Weg schlägt, um Wissen zu erlangen, dem erleichtert Aḷḷāh einen Weg zum Paradies. Und niemals versammeln sich Leute in einem Haus von Aḷḷāhs Häusern, um dort das Buch Aḷḷāhs zu rezitieren und gemeinsam zu lernen, ohne dass die innere Ruhe auf sie herabgesandt wird, die Barmherzigkeit sie zudeckt, die Engel sie umfassen und Aḷḷāh sie in Seiner Gesellschaft erwähnt. Und wen seine Taten zurückhalten, den bringt auch seine Abstammung nicht vorwärts“.

Muslim (Nr. 2699).

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