Die Evangelien

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Die Evangelien

 

Wenn man Lukas 1:2-3 liest, erfährt man, so wie ich, dass Lukas (der keiner der 12 Apostel war und Jesus nie getroffen hatte) sagte, dass er selbst kein Augenzeuge war und die Worte, die er gesammelt hatte von Augenzeugen stammen und keine von Gott inspirierten Worte sind. Im Übrigen beginnt jedes Evangelium mit den Worten „Evangelium nach…“ Warum „nach“? Der Grund dafür ist, dass nicht eins der Evangelien die Unterschrift seines ursprünglichen Autors trägt! Sogar ein inhaltlicher Hinweis in Matthäus 9:9 zeigt, dass Matthäus nicht der Autor des ersten Evangeliums ist, das seinen Namen trägt:

 

"Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.."

 

Ohne seine Fantasie anzustrengen kann man sehen, dass die Worte „er“ und „ihm“ im Text oben sich nicht auf Jesus oder Matthäus als Autoren beziehen, sondern dass eine dritte Person schreibt, was sie gesehen oder gehört hat – eine Aussage vom Hören -Sagen, nicht Worte von Gott inspiriert.

 

Es ist erwähnenswert, und in der religiösen Welt wohl bekannt, dass die Wahl der vier „Evangelien“ des Neuen Testaments (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) auf dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 n. Chr. aus politischen Gründen unter den Augen des heidnischen Kaisers Konstantins und nicht von Jesus ausgesucht wurden. Der Geist von Konstantin wurde nicht durch Studium oder Inspiration erhellt. Er war ein Heide, ein Tyrann und Krimineller, der seinen Sohn, seine Frau und tausende Unschuldige im Streben nach politischer Macht ermordet hat. Konstantin ratifizierte auch andere Entscheidungen in Nizäa Beschlüssen, wie die Entscheidung, Christus, den „ einzig vom Vater in die Welt gesetzt“ zu nennen.

 

Es wurden buchstäblich Hunderte von Evangelien und religiösen Schriften vor den Leuten versteckt. Einige dieser Schriften waren von Jesus’ Schülern geschrieben worden, von denen viele Jesus’ Taten mit eigenen Augen gesehen hatten. Das Konzil von Nizäa beschloss alle Evangelien, die in Hebräisch verfasst waren, zu zerstören, was mit der Verbrennung von beinahe 300 Büchern endete. Wenn diese Schriften nicht authentischer waren als die vier Evangelien, dann waren sie gleich authentisch. Einige sind immer noch vorhanden, wie die Evangelien nach Barnabas und dem Schäfer von Hermas, das mit dem Koran übereinstimmt. Das Evangelium nach Barnabas ist bis heute das einzige Dokument eines Augenzeugen vom Leben und dem Auftrag Jesu’. Sogar heute verurteilen alle Protestanten, Zeugen Jehovas, Adventisten und andere Sekten und Gemeinschaften die Römisch-Katholische Version der Bibel, da sie sieben Bücher mehr enthält. Die Protestanten haben mutig sieben ganze Bücher aus dem Wort Gottes entfernt. Einige der Ausgesonderten sind die Bücher Judith, Tobias, Baruch und Esther.

 

Was Jesus’ Lehren von den Evangelien (Injeel) angeht, die Evangelisten erwähnen oft, dass Jesus die Evangelien verkündet hat: Matthäus 9:35, Markus 8:35 und Lukas 20:1. Das Wort „Evangelium (engl. Gospel)“ wird immer wieder in der Bibel verwendet. Dagegen wird im Neuen Testament der griechischen Version, das Wort „Evangeline“ anstelle von „Evangelium“ benutzt, was übersetzt gute Nachricht bedeutet. Meine Frage ist nun: Was für ein Evangelium hat Jesus gepredigt? Von den 27 Büchern des Neuen Testaments kann nur ein kleiner Teil als das Wort Jesu’ betrachtet werden und nur vier der 27 Bücher werden als die Evangelien bezeichnet. Die anderen 23 sind wahrscheinlich von Paulus geschrieben. Muslime glauben, dass Jesus Gottes „frohe Botschaft“ gegeben wurde. Aber sie nehmen die vier Evangelien nicht als Äußerungen von Jesus an.

 

Das älteste Evangelium ist das von Markus, das ungefähr 60-75 n. Chr. geschrieben wurde. Markus war der Sohn von Barnabas’ Schwester. Matthäus war ein Steuereintreiber, ein niedriger Beamter, der nicht mit Jesus herumreiste. Lukas’ Evangelium wurde viel später geschrieben und verwendet in der Tat dieselben Quellen wie Markus und Matthäus. Lukas war Paulus’ Arzt und hat, genau wie Paulus, Jesus nie getroffen. Übrigens werden die Namen Markus und Lukas nicht bei den 12 Aposteln von Jesus aufgezählt, wie sie in Matthäus 10:2-4 genannt werden.

 

Heute sind die Namen der 12 Apostel diese: der erste, Simon, der Peter genannt wird und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der Sohn von Zebedäus und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn von Alphäus, und Thaddäus; Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn auch betrogen hat.

 

Das Evangelium nach Johannes ist aus einer anderen Quelle und wurde ungefähr 100 n. Chr. geschrieben. Johannes sollte nicht mit dem Apostel Johannes verwechselt werden, der von Agrippa I. im Jahre 44 n. Chr. enthauptet wurde, lange bevor dieses Evangelium geschrieben wurde. Sollte es überhaupt als glaubwürdiges Dokument über Jesus’ Leben betrachtet werden und sollte es in den Schriften enthalten sein?

 

Christen, so wie ich einmal, prahlen mit dem Evangelium nach Matthäus, nach Markus, nach Lukas und nach Johannes. Aber wenn man es genau betrachtet, gibt es kein Evangelium nach Jesus selbst. Laut dem Vorwort der neuen King James-Studienversion der Bibel wurde das Wort „Evangelium“ den Originaltiteln „nach Johannes“, „nach Matthäus“, „nach Lukas“ und „nach Markus“ hinzugefügt.

 

Die Erlaubnis einen Text „nach..“ in Evangelium umzubenennen, wurde nicht von Jesus oder irgendeiner anderen göttlichen Quelle erteilt. Diese Schriften; Matthäus, Lukas, Markus und Johannes, waren ursprünglich keine Evangelien. Deshalb kann Markus 1:1 keine wahre Aussage sein, dass seine Schrift das Evangelium nach Jesus sei.

 

Es sollte erwähnt werden, dass Muslime an alle göttlichen Schriften in ihren Originalformen und an ihre Propheten glauben und dass sie keinen Unterschied zwischen ihnen machen: die Schrift nach Abraham, die Thora (Moses), die Psalme (David), Evangelien (Jesus) und dem Koran (Mohammed). Es wird im Koran 3:3 klar gesagt, dass Allah die Torah und die Evangelien herabgesandt hat. Jedoch blieb keine dieser Schriften in ihrer originalen Form, außer dem Koran, der für die gesamte Menschheit und für alle Zeit(en) geschickt wurde.

 

Zusätzlich zu anderen Gründen, warum der Koran der Menschheit gesandt wurde, wie in 18:4-5 erwähnt, wurde er geschickt, um die Christen vor einer schrecklichen Strafe zu warnen, falls sie nicht aufhören zu sagen: „Allah hat einen Sohn gezeugt“.

 

Muslime glauben, dass alles, was Jesus (mögen der Friede und Segen Allahs auf ihm ruhen) predigte, von Gott kam; Evangelien (Injeel): die „frohe Botschaft“ und die Führung Gottes für die Kinder Israels. Es gibt keine Stelle in den vier vorhandenen Evangelien, dass Jesus ein Wort davon geschrieben hat, noch wird erwähnt, dass Jesus jemand anderem aufgetragen hat, es aufzuschreiben. Was bleibt, wenn die Evangelien heutzutage das Machwerk Dritter sind. Der Koran (2:79) sagt:

 

„Doch wehe denen, die das Buch mit ihren eigenen Händen schreiben und dann sagen: ‚Dies ist von Allah!’, um dafür einen geringen Preis zu erlangen. Wehe ihnen also ob dessen, was ihre Hände geschrieben und wehe ihnen ob dessen, was sie erworben haben!“

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